accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Oberflächenströmungen im Kattegat, Sund- und in der westlichen Ostsee, 323 
vgl. unter a) — aufgetreten, wenn der höchste Luftdruck über der östlichen 
Ostsee lag. 
ec) Unter den 61 Beobachtungen bei südwestlichen Winden waren 33 
oder 54 %, mit östlichen, 18 oder 30 °/, mit westlichen Strömungen und 10 oder 
16%, mit Stromstille. Die östlichen Strömungen haben 4 Kn,, die westlichen 
3 Kn. Geschwindigkeit erreicht. Die größte Geschwindigkeit östlichen Stromes 
4 Kn. — ist am 4. Oktober 1904 nicht bei ‚starkem Westwinde eingetreten, 
sondern bei Westwind von Stärke 1. Die Wetterkarte für diesen Tag (vgl. synopt. 
Stromkarte Nr. 16 vom 4. Oktober 1904, Taf. 24) zeigt ein Gebiet hohen Luftdruckes 
südwestlich. von der Beobachtungsstelle. Hält man diese Erscheinung damit 
zusammen, daß der stärkste westliche Strom eintritt, wenn der höchste 
Luftdruck über der östlichen Ostsee liegt, so scheint es, als müsse 
man dem Luftdruck einen recht großen, vielleicht auch unmittelbaren 
Einfluß zuschreiben. Die westlichen, in den Wind auf laufenden Strömungen 
haben nennenswerte Geschwindigkeiten nur gehabt, wenn der Wind kurz vorher 
noch östlich gewesen war und der westliche Wind noch. keine beträchtliche 
Stärke erreicht hatte; so wurde z. B. vom 4. bis 11. September 1903 notiert: 
1903 
Wind | 
Strom 
1903 
IX. 4. No 1 W 1.0 IX. 8. 
5. so3 | w20 9. 
8. W1 | W330 | 10. 
7. NO 1 W 2.0 11, 
Wind 
SW 3 
© SW5 
| WNW 9 
S 4 
Strom 
W 1.0 
W 05 
Stromstille 
O0 05 
d) Unter den 48 Beobachtungen bei nordwestlichen Winden waren 28 
oder 58 %, mit östlichen, 7 oder 15 °%, mit westlichen Strömungen und 1 oder 
2 9/, mit Stromstille. Die östlichen Strömungen haben bis 3,5 Kn,, die westlichen 
bis 3 Kn. Geschwindigkeit erreicht. Es findet sich hier wieder, wie im Frühling 
und Sommer, bestätigt, daß bei nordwestlichen Winden, die auf südwestliche zu 
folgen pflegen, bei weitem am häufigsten östlicher Strom läuft. Die größten 
Geschwindigkeiten des östlichen Stromes sind bei starken Nordwestwinden vor- 
yekommen. Die Geschwindigkeiten des westlichen, also in den Wind auf setzenden 
Stromes sind meistens ganz gering; die Höchstgeschwindigkeit von 3 Kn. ist bei 
NW-Wind von Stärke 1 vorgekömmen, und zwar zu einer Zeit, wo über der Öst- 
lichen Ostsee bemerkenswert hoher Luftdruck lag und der leichte Wind im 
Fehmarnbelt lokaler Art war; ; 
e) Unter den 6 Beobachtungen bei Windstille waren 1 oder 17 9/, mit 
östlichem und 5 oder 83 %, mit westlichem Strom. Dies Verhältnis darf nicht 
überraschen, da Windstille häufiger auf östliche als auf westliche Winde folgt, 
und da der Strom die Richtung, die ihm. der vorhergangene Wind gegeben hat, 
noch eine Zeitlang beibehält, Die Stromgeschwindigkeit hat bei Windstille‘ 3 Kn. 
erreicht. Diese Höchstgeschwindigkeiten sind. zweimal beobachtet, einmal mit 
Weststrom, einmal mit Oststrom, und zwar an unmittelbar aufeinanderfolgenden 
Tagen. Dies ist so auffallend, daß die synoptischen Stromkarten Nr. 17 vom 
26. und Nr. 18 vom 27. September 1903, Taf, 24, wo diese Strömungen notiert sind, 
besonders beachtenswert erscheinen. 
DD Winter. 
Vom meteorologischen Winter liegen nur die folgenden Beobachtungen vor. 
1904 | wind | Strom 
IL. 1 
CC 
01 
SSW 2 
SW 2 
W 4 
SSW 3 
SW 4 
SW 7 
W LO 
W 1.5 
Qromstille | 
» 
O0 10 
(20 
) 
1904 * wind | Strom 
XI. 8. 
9. 
10. 
I 
12. 
13. 
14 
WSW 5 Oo 1.0 
WSW 3 Stromstille 
So 4 W 0.5 
SSW 3 O0 05 
SSO 3 Stromstille 
SSo 1 ] W 1.0 
so 1 W 1.0
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.