Pellehn, G.: Gnomonisches Absetzen des Poldreiecks,
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Standlinien usw. aufnimmt, mit Überschrift und Datum versehen, in der Mitte
einmal gefaltet und in einer Mappe aufbewahrt, eine Sammlung entstehen läßt,
die das Berechnungsbuch völlig ersetzt und selbst eine wertvolle Ergänzung des
Logbuches wird. ;
Standlinienmethode und gnomonisches Absetzen gehören augenscheinlich
zusammen. Wo jene sich anwenden läßt, kann auch dieses in Betracht kommen,
Unter anderem läßt sich auch die zurzeit sehr beliebte Aufgabe, x und ö eines
Sternes aus ungf. Breite, Stundenwinkel der Sonne, sowie Höhe und Azimut des
betreffenden Sternes zu finden, unschwer lösen:
Durch entsprechendes Rückwärtsabsetzen ergibt sich zunächst X ö und Xt.
Beim Kreisgang um Z oder irgend einen beliebigen Punkt im Meridian mit Ot,
Oa und Xt entsteht der Strahl für den Frühlingspunkt, der dann mit dem
durch %t festgelegten Strahl die X «@ einschließt; vielleicht ist die Rechnung
hierfür aber schon einfach genug, sobald X-t durch Absetzen gefunden ist.
Kleinere Mitteilungen.
Zu dem Aufsatze »Zur Höhenberechnung« (»Ann. d. Hydr. usw.« 1906,
S. 127). In diesem meinem Aufsatze bin ich nochmals für die Genauigkeit
der von mir mit III bezeichneten Formel (»Ann. d. Hydr. usw.« 1903, S. 153 ff.)
gegen eine Bemerkung des Herrn A, Wedemeyer in die Schranken getreten;
aber möglicherweise bin ich seinem Standpunkte nicht überall gerecht ge-
worden. Denn Herr Wedemeyer scheint bei seinen Einwendungen Tafeln der
Subtraktionslogarithmen in der gewöhnlichen Anordnung im Auge zu haben;
ich schließe das nicht nur daraus, daß er auf S, 216, »Ann. d. Hydr. usw.« 1903,
in seinen ausgedehnten Untersuchungen über die etwa 90 zur Höhenberechnung
vorgeschlagenen Formeln bei den daselbst mit 13 bis 16 bezeichneten Formeln
Subtraktionslogarithmen ganz kurz abtut, sondern vor allen Dingen aus dem
Umstande, daß er bei Einnahme des angegebenen Standpunktes vollkommen im
Rechte ist. Um nun weiteren Einwendungen vorzubeugen, und weil ich hoffe,
so am besten zu einer Einigung zu gelangen, möge es mir gestattet sein, auf
diesen Punkt, bei dem sonst leicht Mißverständnisse entstehen könnten, noch
einmal zurückzukommen.
Es handelt sich bei der Meinungsverschiedenheit um die Berechnung der
Differenz b—a=D, wenn loga und log b bekannt sind und die Differenz
d= log? nur klein ist. Gewöhnliche Subtraktionslogarithmen sind allerdings
in diesem Falle nicht besonders geeignet. Denn nehme ich z, B. das in Frage
stehende Beispiel:
log b=3.2000 , "logya=3.1988 ,
so finde ich in einer Tafel für Subtraktionslogarithmen der gewöhnlichen Art
zu allen A, die von 7.424 bis 7.459 laufen, scheinbar lauter gleiche B, nämlich
0.0012. Der Grund ist natürlich der, daß einem A = 7.424 ein B = 0.00115 und
einem A = 7.459 ein B=— 0.00125 entspricht, so daß sämtliche zwischenliegende
Werte vierstellig auf 0.0012 abgerundet werden müssen. Den wahren Wert für
B=0.0012 findet man daher, indem man AS, = 7.442 bildet, mit dem
man auch .den richtigen Wert b—a=4.37 berechnet. Aber mag nun auch
gelegentlich ein solches Verfahren bei der-Entnahme aus den Tafeln in Ausnahme-
fällen empfohlen worden sein, so muß man doch z. B. einen Schiffsoifizier damit
verschonen. Einem Rechner, der nicht viel Zeit hat zu überlegon, darf man
nicht mit der Zumutung kommen, daß er aus einer Anzahl von Logarithmen,
die alle zu demselben Argumente gehören, den besten, d.h. den richtigen aus-
suche, und ich nehme keinen Anstand, Herrn Wedemeyer zuzugeben, daß die
gewöhnlichen Tafelwerke für Subtraktionslogarithmen die gewüuschte Genauigkeit
in den meisten Fällen nicht ergeben können. |
Aber ich habe bei allen meinen Ausführungen von Anfang an auch ganz
andere Tafelwerke im Sinne gehabt, die sich noch am nächsten mit den Zech’schern