Forschungsreise S, M. S, »Planete, IV, Schott, G.: Reiseweg.
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Reiseplan S. MS, »Planet«,
Ankunft
30. T. 1906
13. IL. «
24. DI. «
14. IL «
6. IV. «
5. V.1906
31. V. «
7, VL «
2, VII. «
22. VIL «*
8. VIIL
17. VII.
4. IX.
Hafenort
Abfahrt
Kiel 21.' I.190€
Lissabon 3. II. «
St. Vincent (Cap Verde Inseln)| 17. IL «
Freetown (Sierra Leone) 27. IL «
St.. Helena 18. IL.
Kapstadt 11. IV.
Nach Süden
$
Fa
Durban
Ste, Marie
Port Louis (Mauritius)
Colombo
Padang
Makassar
Amboina
Matupi
13. V.1906
3. VL «
12, VI. «
‚0. VII
26. VII
12. VIII
21. VIIL.
Bemerkungen
Muß der Vorstoß nach Süden ungünstiger
Wetterverhältnisse wegen eingeschränkt
werden, so ist. die ersparte Zeit nach Er-
messen des Schiffskommandos zu ver-
wenden.
Eventuell mit Anlaufen von Batavia.
Reiseroute südlich Java.
Die Fahrtstrecke im Nordatlantischen: Ozean wird ziemlich kursorisch
zurückgelegt werden; die Stationen sollen vorzugsweise zur Einübung des
Personals dienen. Immerhin wird versucht werden, in der Bai von Biskaya eine
ozeanographische Station bis zu großen Tiefen durchzuführen, da man gerade aus
diesem europanahen Meeresteil neuere Beobachtungen kaum zur Verfügung hat;
ferner soll nicht zu weit westlich vom Ausgange der Gibraltar-Straße und in
rund 6 bis 7° N-Br. und 12 bis 14° W-Lg. gearbeitet werden, an letzterer Stelle;
um durch Vergleich mit mehrfachen Beobachtungen aus früheren Jahren in dieser
Gegend einen Anhalt über etwaige langjährige unperiodische Anderungen zu ge-
winnen. Auf der Reise von Freetown nach St. Helena wird sich bereits Gelegen-
heit bieten, Lücken im unterseeischen Relief des Südatlantischen Ozeans aufzu-
füllen; zwischen St. Helena und Kapstadt soll der Kurs so genommen werden,
daß tunlichst die Stelle, an welcher der sogenannte Walfischrücken vom südwest-
afrikanischen Festland abzweigt, festgelegt und weiter seewärts durch Lotungen
und Messungen der Bodentemperaturen verfolgt wird; es ist dies im Hinblick
auf die Wärmeverhältnisse am Boden der gesamten östlichen Hälfte des Süd-
atlantischen Ozeans eine besonders wichtige und viel versprechende Aufgabe,
Der vom Kapland aus für die Dauer von etwa 20 Tagen geplante Vorstoß
nach: Süden soll je nach der Witterung hauptsächlich für atmosphärische Höhen-
forschungen (bei sehr günstigen Verhältnissen) oder für ozeanographische Arbeiten
(bei weniger bequemem Wind und Seegang) ausgenützt werden; es wird dabei
voraussichtlich Östlänge mit angeholt werden, so daß das Schiff wahrscheinlich
von Port Elisabeth oder Durban aus weiter zur Südspitze von Madagaskar
gehen wird. An der gesamten Ostküste von Madagaskar erscheint die möglichst
systematische Feststellung des untermeerischen Profiles von der Küste .bis zur
Tiefsee als. eine lohnende Tätigkeit. Von Mauritius ab muß, obwohl nördlich
davon kürzlich das englische Vermessungschiff »Sealark« und früher die deutsche
»Valdivia« gearbeitet haben, nördlicher Kurs behufs Anlaufen von Ceylon ver-
folgt werden. Die Arbeiten an der Außenseite der der Westküste Sumatras vor-
gelagerten Inseln sowie an der Südseite von Java werden Gelegenheit geben, die
morphologisch. bedeutsamen »Gräben« näher kennen zu lernen: — Mit Rücksicht
auf die Notwendigkeit, noch während der guten Jahreszeit (der Periode des
SO-Passates) im Bismarck-Archipel. einzutreffen. und diese Zeit möglichst auch
noch für die Küstenvermessung auszunützen, kann die, ursprüngliche Absicht,
auf der Ausreise durch die China-See und nördlich um Luzon zu dampfen, nicht
durchgeführt werden; es sollen aber im Winter 1906/07 oder im Frühjahr 1907,