Kleinere Mitieilungen.
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Daß die von Herrn Lauffer vorgeschlagenen Methoden für das in der
österreichischen Kriegsmarine eingeführte Kompaßsystem (Peichlscher Kompaß
mit Universalkompensation) wertvolle Dienste leisten, soll von mir nicht im
geringsten angezweifelt werden,
Bremen, April 1906. ;
5. Die magnetische Wirkung stromdurchflossener ebener Flächen
und die Einwirkung der durch den eisernen Schiffskörper fließenden Ströme
auf das Kompaßfeld behandelt Herr Dr. Ing. C. Arldt in den Heften 4 u. 5
des Jahrganges 1906 der »Elektrotechnischen Zeitschrift«.
Im Eingange gibt der Verfasser eine Übersicht über die bisherigen
Untersuchungen über Stromverteilung in Flächen und die magnetischen Ver-
hältnisse in ihrer Nachbarschaft. Im besonderen sucht er nachzuweisen, daß
die einzelnen Stromlinien einer stromdurchflossenen Fläche eine gegenseitige
Lagenbeeinflussung infolge ihres magnetischen Feldes nicht besitzen und daß
demnach das von ihnen erzeugte Magnetfeld nach dem Biot-Savartschen
Gesetz berechnet werden darf,
Der Verfasser hat versucht, diese Berechnung für eine Reihe von Fällen
durchzuführen, doch muß dieser theoretische Teil der Arbeit leider als ver-
fehlt bezeichnet werden. Der hauptsächlichste der Einwände, die gegen die
mathematische Ableitung der Ausdrücke für die Feldstärke erhoben werden
müssen, ist der, daß an verschiedenen Stellen die Elemente der Feldstärke
summiert sind, ohne daß auf ihre verschiedene Richtung Rücksicht genommen
ist. Es sei nur der folgende hier besonders interessierende Fall richtiggestellt.
Ein Strom von der Stärke J fließe durch einen
unendlich langen Flächenstreifen A B von der Breite 2b
(s. Figur). Gesucht ist die magnetische Feldstärke in
einem über der Mitte des Streifens in der Höhe k
gelegenen Punkt P. ;
Ein linearer geradliniger Strom von der
Stärke i erzeugt im Abstande r nach dem Biot-
Savartschen Gesetz eine Feldstärke
„ii
Ö=—
Dr. H. Meldau.
Ihre Richtung steht normal zu der durch den Strom und den betrachteten
Punkt gelegten Ebene. Teilt man den Streifen in Elementarstreifen von der
Breite ds, so fließt durch einen solchen Elementarstreifen ein Strom von der
Stärke J-ds:2b; das von ihm in P erzeugte Feld ist daher
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br)
Dieses Feld gibt parallel zu AB die Komponente
x kn De
hr 5 RES
und es ist, da die vertikal zu AB gerichteten Komponenten sich‘ gegenseitig
aufheben
+ +h
[ Torx. A = 7 | aretang | = SS tan bh
b k? 48? bi} k N b a
ah
Dieselbe Feldstärke!) in P würde von einem linearen von J durchflossenen
Leiter erzeugt werden, dessen Entfernung R von P sich aus
23 ‚cetang b 22
D - ar AanS =— R
ı) Herr Arldt kommt zu der Formel $ = T log nat - Nach der oben an-
gegebenen Formel sind die. Ablenkungen etwa um den dritten Teil kleiner, als die von Herrn Arldt
berechneten.