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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

Die Witterung au der deutschen Küste im Februdi 1906. 
191 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 
Stat. 
Abe | MH Nicder-=— | 4 neiter, „rübe, 
izle! 8 Kd . NE“ Zum 8 mitt. mitt) 
a vom a ae ws . W. 
65|3 |m S|Q Ga 05.010.0.M851 05 SR 
Meter pro Sek. Daten der Tage 
Mittel! Abw. | Starm-| mit Sturm 
10, 62-4 22/11) 8. 45 5 3 
31! 50j-4- 12121 27. 16 14 2 
34| 68,4 24/12 8.116113 5 
29l 46:4 1} 9/ 17.114112 38 
Kiel | 32: 25) 57i+4+ 13 8 28.418 IE 00 
Wus | 8/10 18.— 5/5 3. [12,10 106 
Swin. 15/ 11 26 — 3 5) 1.116°1311 O6 O0!” 
Rüg. | 4 16/ 20— 93 2.[10| 9|0| 0/00 
Neuf. 3 4 8—15! 22.24./10| 3| 01 0100 
Mem. | 18! 171 354 7i 90 3.114 1012 93299 
7 
S 
J 
0 
I 
0 
0 
RO 0.5 161 
5 | 421-211] 121% 
u | 47 = 
18 | 5.11 0.01 12 
18 | 49 —0.5| 1? 
17 | 43—1.1| 19 
8 | 3.6— 121 101% 
O0 16] 511 -—- — 
1 16 5} — | — 
A 
2.)(3.) 8. 10. 11. 
3. 
z 
3, 
3. 10. 
keine 
1. 
b 
ii. 2. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
| Mittl. Wind- 
stärke(Beaufort) 
Stat. 
| 
19 | 2 HH or >= &| A > — Stille 
2115 | ASS 
= IS Aa AHA EEE 15,5 
gb Van N] Sen 
Bork 
Wilh. 
Keit. 
Ham. 
N 
2 
I8 
12 
3° 
N 
19 
13 
9 
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2 
Ä 
42 
283 
28 
ÜQ 
3.4 
3.0 
3.1 
3.5 
2,9 
3.5 
2.4 
3.1 
P 
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2 
Kiel 
Wus. 
Swin. 
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20 
Rüg. 
Neuf. 
Mem. 
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0:22 
32 | 3.2 
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vr 
„Ar 
Die deutsche Küste gehörte während des Februar fast anhaltend De- 
pressionen an, die ihre Minima über dem Ozean nordwestlich von Europa 
zeigten. Die niedrigen Monatsmittel des Luftdrucks deuten die Herrschaft der 
Depressionen an; die Abnahme der‘ negativen Abweichungen im Osten findet 
ihre Erklärung darin, daß sich während vieler Tage hoher Luftdruck über 
Osteuropa mit Nord—Süd verlaufenden Isobaren behauptete, so daß die De- 
pressionen im Osten der Küste geringere Tiefe erreichten. 
Bis auf den 5. und 6., die östliche Winde brachten, und wenige Tage mit 
etwas veränderlichen Winden, herrschten westliche bis südliche, im Osten im 
Mittel mehr südöstliche Winde vor, so daß ganz überwiegend mildes Wetter 
bestand; die große Gleichmäßigkeit der Wetterlage in ihren Hauptzügen hatte 
zugleich einen sehr gleichmäßigen Gang der Temperatur zur Folge, indem nur 
kleine Schwankungen um eine ziemlich konstante Mittellage auftraten, So- 
genannte Eistage, an denen die höchste Temperatur am Tage unter Null lag, 
traten nur im Osten auf; erst in Neufahrwasser treffen wir einen Eistag, im 
äußersten Nordosten, in Memel, aber 9 Eistage. 
An der Nordsee lagen die Niederschlagsmengen des Monats überall und 
zum Teil erheblich über den vieljährigen Werten, während die Ostseeküste 
bis auf Ostpreußen einen Mangel an Niederschlägen im Vergleich mit ihren 
Mittelwerten zeigte. 
Die Tage vom 1. bis 4. brachten die südostwärts gerichtete Verlagerung 
einer am Morgen des 1. von einem Minimum im’ hohen Nordwesten über 
Skandinavien ausgebreiteten Depression über Mittel- nach Südosteuropa und 
damit ein Umgehen der Winde an der Küste von Südwest über Nordwest 
nach Nordost. Die Winde wehten vielfach steif bis stürmisch am 1. und 2. an 
der ostdeutschen Küste aus dem Südwest- und am 2. und 3, an der Nordsee 
aus dem Nordwestquadranften,
	        
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