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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 34 (1906)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Aprıl 1906, 
Ein solcher höchst einfacher Zusammenhang wurde vom Verfasser der 
Studie aus den »Mitteilungen« dahin angenommen, daß der Sinus des 
Koeffizienten in Graden der Maßzahl der Kraft in Einheiten der mittleren 
Richtkraft gleicht; also 
sinB = W8, sin =— CC usw. 
Von dieser Kelation ausgehend ist der Gradkoeffizient die genaue 
»Maximaldeviation der Kraft bei unveränderter mittlerer Richtkraft«. (Es 
sind daher die im Beispiel gegebenen Werte B= — 19.6, C = + 7.9 durchaus 
nicht unrichtig.) 
Dieser Koeffizientenbegriff divergiert wohl bei zunehmenden Werten, 
von den harmonisch bestimmten Größen ist aber bei kleinen Beträgen 
praktisch (bei kleinsten auch theoretisch) mit diesen identisch also allenfalls 
auch für die Berechnung neuaufgetauchter Restdeviationen eines kompensierten 
Kompasses vollkommen geeignet, 
Für die Kompensation selbst sind diese Maximaldeviationen schon 
wegen der einfachen Verwandlung in Kraftmaß vorteilhafter als die üblichen 
Näherungswerte der Koeffizienten, 
Die in den »Mitteilungen« angegebene Konstruktion gibt für mittschiffs 
aufgestellte Kompasse die gesuchten Maximaldeviationen mit voller Genauigkeit, 
und sind theoretisch nicht nur die sextantalen, sondern selbst alle weiteren 
höheren Störungsglieder berücksichtigt, 
In der genauen Deviationsgleichung 
sind = Ban Y & KeosY + Din (+ 
verschwindet für Punkte mit 
ö 
& = 2-90 — » 
das dritte Glied, sie entsprechen also auch der Gleichung: 
sind = Bein Y A Cocos, 
sind also auch Punkte der Deviationskurve, welche bei Wegfall der horizontal 
induzierten Deviation erübrigt, Das ausgefallene Glied entspricht für den 
Praktiker unzweifelhaft der quadrantalen Deviation; daß es Störungsglieder 
höherer Ordnung, in erster Linie einen erheblichen, wenn nicht den größten 
Teil der sextantalen Deviation enthält. ist für jeden Fachtheoretiker selbst- 
verständlich, 
Obwohl obige Gleichung außer dem rein semizirkularen Hauptteile noch 
Glieder höherer Ordnung enthält, kann sich der Praktiker mit der rein semi- 
zirkulären Benennung begnügen, da es unbedingt zulässig ist, kurze Stücke 
der zugehörigen Kurve als reine Sinuslinien aufzufassen, analog wie man 
kurze beliebige Kurvenstücke nach Bedarf durch Kreis- oder Parabelbögen 
ersetzt. Man erhält also durch sinuskurvenartige Verbindung der erhaltenen 
Punktpaare Punkte, welche den folgenden Gleichungen entsprechen 
für Y = 007” oder 210 sin =— 8 
”/ — 902 7 1809- sinC = 6 
also genau die gewünschten Größen. Daß das graphische Verfahren Un- 
genauigkeiten mit sich bringt, ist selbstverständlich, doch liefert die moderne 
technische Praxis den schlagenden Beweis, daß zeichnerische Verfahren trotz 
ihrer Mängel allenthalben die Rechnung mit Erfolg zurückdrängen, 
Es war also vom Verfasser seinerzeit durchaus nicht übersehen, daß 
kurskonstante Kräfte keine reine Sinusdeviation liefern, ebensowenig, daß das 
Glied D sin (£ + X) sextantale und sonstige höhere Bestandteile enthält, sondern 
in voller Erkenntnis dieser Störungsglieder nach Mitteln getrachtet, welche 
gestatten, sie sämtlich zu berücksichtigen, ohne aber gezwungen zu Sein, 
dieser, dem Praktiker sicherlich unangenehmen Begleiterscheinungen über- 
haupt Erwähnung zu tun. 
Der mathematische Beweis bietet bei einiger Weitläufigkeit keine 
Schwierigkeiten; die Kräfte 3 und € erzeugen Deviationen, welche der folgenden 
Gleichung entsprechen, bezüglich deren Ableitung aus Raummangel auf die 
einschlägigen Spezialwerke verwiesen werden muß; 
= Bd 43° I CsinZ - Cd 48-4 C° cos 
A — A BILL LBENIE AA EC 1CBNNF.
	        
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