Pettersson, O.: Über die Wahrscheinlichkeit von periodischen Schwankungen usw.
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Wasserschichten findet man fast niemals horizontal. In der Mitte des
Skagerraks über der größten Tiefe ragt wie ein Hügel das atlantische Wasser
empor, umkreist von den rasch dahin strömenden Randgewässern. . ;
Das folgende Diagramm gibt eine Vorstellung von den Niveau-
Schwankungen des atlantischen Bodenwassers zu verschiedenen Jahres-
zeiten in den Jahren 1902 bis 1905 an der schwedischen Station S; in der
Fig. 2.
Skagerrak
Station S Skag8 58°10N-Br. 9°18'0-Lg
1902 1903 | 1904 1905 -
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Niveau und Temperatur des atlantischen Wassers.
Mitte der Skagerraktiefe, wo der östlichste atlantische Stromzweig endet. *) Es
sind hier die Resultate sämtlicher seit dem Anfang der internationalen Unter-
suchungen während der Jahre 1902, 1903, 1904, 1905 gemachten Tieflotungen
aufgenommen. Es ist bemerkenswert, daß das Temperaturmaximum des atlan-
tischen Wassers auch in November— Februar fällt, Die Flutwelle des Atlantischen
Stromes im Herbst ist also von einer Wärmewelle begleitet. Daß diese
Wärmewelle von der Oberfläche oder ‚vom Küstenwasser herrühren kann,
bleibt ausgeschlossen, weil die Wasserlagen im Skagerrak in typisch aus-
geprägter Weise geschichtet sind, so daß eine Fortpflanzung der Wärme
durch Konvektion von oben undenkbar erscheint. Die Dichteverteilung der
Wasserlagen im November.1904 von oben bis zu 75 m Tiefe, wo das atlan-
tische Wasser angetroffen wurde, war die folgende: ;
Tiefe m 0 5 10 20 30 40 50 60 75
Dichte 1.02525 1.02532 1.02533 1.02586 1.02596 1.02708 1.02725 1.027386 1.02745
Die Wärmewelle im Herbst in dieser Tiefe des Skagerraks muß also
von außen kommen und von dem durch die Norwegische Rinne eindringen-
den Atlantischen Unterstrom herrühren,
Es gibt uns dies eine Anleitung, zu untersuchen, ob man in demselben
Strom sonst irgendwo eine jährliche Periodizität entdecken kann. Geht man
»stromaufwärts, d. h. folgt man dem äußeren (westlichen) Rand der Norwegischen
Rinne, so kommt man zu dem Knotenpunkt, in dem dieser Strom sich von der
Hauptader des atlantischen Wassers in dem Norwegischen Meer abzweigt,
gerade vor der Mündung der Norwegischen Rinne. Hier liegt eine schottische
internationale Station Sc; in 61° 32’ N-Br. und 3° 10’ O-Lg. An der Oberfläche
findet man an dieser Station im Sommer eine Schicht von norwegischem
Küstenwasser, welche etwas über 100 m dick sein kann. In 200 m Tiefe findet
man aber immer ungemischtes atlantisches Wasser, Dieser Ort im Meere
eignet sich deshalb besonders gut dazu, die Hauptader des atlantischen Stromes
zu sondieren. .
. Die folgende kleine Tabelle gibt die Temperatur und den Salzgehalt in
200m Tiefe auf Station Se, (siehe die Karte Fig. 1):
\ "Die ganze Tiefe ist hier 640 m.