Meinardus, W.: Periodische Schwankungen der Eistrift bei Island. 159
können, 1807 und 1874 sind die einzigen schweren Eisjahre, die mitten in die
Zeit zwischen Sonnenfleckenmaximum und -minimum fallen,
Die Diskussion der Tabelle VIII 1äßt also keinen Zweifel darüber, daß die
Zeit der geringsten Sonnenfleckenhäufigkeit und die darauf folgende Zeit bis
zum Maximum durch großen Eisreichtum und durch die Tendenz zu schweren
und schwersten Eisjahren bei Island ausgezeichnet ist.
Diese Tatsache ließ sich aus den unausgeglichenen Werten der Tabelle V b
ableiten. Noch deutlicher tritt sie vor Augen, wenn man eine Ausgleichung
vornimmt.
Um die 4'/, jährige Periode zu eliminieren, wurde auf. Grund der
Tabelle V b für jedes Jahr das fünfjährige Mittel aus den Werten dieses und der
beiden ihm voraufgehenden und nachfolgenden Jahre eingesetzt, es wurden
mit anderen Worten fortschreitende Lustrenmittel gebildet und diese dann
durch die Formel (a +b-+c) : 3 ausgeglichen. Die Kurve Er, auf Tafel 7
stellt den Gang der so gefundenen Werte dar. Folgende Tabelle‘ enthält die
Abweichungen derselben vom Mittel (23). Die Wendepunkte der Kurve Ex
und der Sonnenfleckenkurve sind durch fetten Druck bzw. Sternchen hervor-
gehoben.
Tabelle IX. ;
Abweichungen der ausgeglichenen Werte des Eischarakters bei Island
und. ihre Beziehungen zur Sonnenfleckenperiode,
1840
S00O ul
DM 17
02 +17
3 +13
MA 7
A
29)
6
--12
26
19
.-21*
21
a 971*
2%
—-19
18
-W8
18
—16
—13
1860
öl
62
63
64
6
AnX%
2
X
1880
81
2
88
34
35
86
87
88*
89
1800
8:
92
93
9%
95
96
97
98
99 —10
1900 — 4
1901* _— 92
+9
+13
A413
A111
+ 7
48
+12
A417
16
117
+12
8
3
5
9
9
21
22 4-3
28% — ı
24 — 2#
25 — 2
26
27
28
29
1830
31
32
39%
D5
%
EX
08
09
810%
1,
2»
'22
37 29
68 30
69 +24
1870 +16
21 A113
9 u?
DD
Cr
4
—7)}
— 76
49
R50
4
11%
—121*
a
7m
LE
12
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9
63
54
55
56*
57
58
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2
5
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1. 8
L
n
— 3
[
1
"4
75
6 —6
47 — 9*
78* — 9%
79 0
16
7 +6
18 -H10
ig 19
Q
3
27
38
20
(
+5
N
"6
+6
1
Der‘ Zusammenhang zwischen der Sonnenfleckenhäufigkeit und den
Schwankungen der Eistrift bei Island ist in den meisten Zyklen deutlich in
dem schon oben angegebenen Sinne vorhanden. Das Maximum der aus-
geglichenen Eisperiode geht in der Regel dem Maximum der Sonnen-
flecken vorauf. Durch die Ausgleichung sind die vorher erwähnten selbst-
ständigen Kulminationspunkte der Eisperiode, die mit dem Sonnenfleckenminimum
und kurz vor deren Maximum eintreten, zu einem einzigen Scheitel vereinigt,
der dementsprechend zwischen Minimum und Maximum der Sonnenflecken zu
liegen pflegt. Abweichungen von diesem Verhalten sind vorhanden 1. im
zweiten Jahrzehnt des Jahrhunderts, . wo sich das Maximum der Eisperiode. um
einige Jahre verspätet hat, 2. im fünften Jahrzehnt, das wegen seiner an-
dauernden Eisarmut, wie erwähnt, in jeder Hinsicht eine besondere Stelle
einnimmt, ferner. 3.. im Sonnenfleckenzyklus 1883 bis 1894, in welchem ein
Maximum der Eistrift zur Zeit des Sonnenfleckenminimums (1888) eintrat und