Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1906.
Tabelle V. Charakter der Eisjahre bei Island von 1791 bis 1904.
Jahre | 2107
Dauer der Eissaison (1 Eismonat = 8 Einheiten).
N
1790
[SC
10
20
30
]
? 0, 24
PB 9000 AecL
16l 0) = 3 50H 4 3
; 3 5, 0:12 20 39, 10; 833
ww, 4 0.2.7 4 98
0! 005 J u 40, 7 0
6' 8 4 3.26 35 20 15 23
0 631° 016! 39° 20! 36; 46
)! 22/19 36, 0 13 6 12
1, 36.221 0'16|37 H 60 4
28 | 56/1010 16|36 8 10 4
6132281 41 |
DD
20°
16
MW
HSo1— 10
41—20
21—30
31— 40
41—5
51— 67)
5l—710
71—80
S1—90
18591—1900
1719 { Mittel 2
.
17
X
9 »
85
D
4+4
53
St
115
120)
lin
108
23
118
"98
36
149
66
/
5
7
So
9x
1960
ie 10
ZU
© —30
40
— MI
| 1— 60
1—70
1—80
, 81—90
L891— 1900
| 28346 | Mittel 28.5
Außer der Dauer des Eisvorkommens verdient aber auch dessen
[ntensität bei der Charakterisierung eines Jahrganges möglichst berücksichtigt
zu werden. Zu diesem Zweck wurden bei einer zweiten Aufstellung diejenigen
Monate, in denen besonders schwere Eisverhältnisse herrschten, mit doppelten
Gewicht versehen. In diesem Verfahren liegt gewiß eine Willkür, aber da sich
ein präziser zahlenmäßiger Ausdruck für die gesamte Erscheinung überhaupt
nicht finden läßt, so wird man sich mit diesem Notbehelf zufrieden geben
können. Wenigstens wird dadurch erreicht, daß in den so ermittelten Werten
der Tabelle V b) und noch mehr in der graphischen Darstellung auf Tafel 7
durch die aufgesetzten punktierten Linienstücke (E) die schweren Eisjahre
deutlich in die Augen fallen.
Bei der Verwendung der Tabelle Vb muß man sich natürlich gegen-
wärtig halten, daß ihre Zahlen nicht wie die der Tabelle Va Zeiten bedeuten,
sondern eine Funktion von Zeiten und Intensitäten sind, wie es die UÜber-
schrift besagt.
Ferner darf man nicht außer acht lassen, daß die Werte beider Tabellen
infolge der schwankenden Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der Eisberichte,
besonders in Älteren Jahrgängen, mit einem wechselnden Maß von Genauigkeit
behaftet sein werden. In zwei Fällen drängte sich mir diese Tatsache un-
mittelbar auf. Thoroddsen läßt das Jahr 1826 ganz eisfrei sein, während
Irminger aus eigener Anschauung berichtet hat,!) daß im Mai dieses Jahres
an der Südküste Islands bei Vestmanö sehr viel Eis gesichtet wurde, welches
den Sund zwischen diesem Eiland und der Hauptinsel bis Anfang Juni besetzt
hielt. Da das Eis nur verhältnismäßig selten so weit nach Süden vordringt,
so kann das Jahr 1826 nicht einmal eisarm gewesen sein. — Der zweite Fall
von Unsicherheit betrifft das Jahr 1836, in welchem nach Thoroddsen nur
ganz vorübergehend Eis bei Island auftrat. Dies erscheint aber fraglich, da
Dove in einer Untersuchung über die intensiven Kälterückfälle im Mai 1836
b) Dauer und Schwere der Kissaison (1 gewöhn]. Kismonat
SOO 2353 W832 8 8 5.88 U 0 OF 1944
We Bat) a AO 36
2) 82 „12 20.78 220 33 9 133
2) 19 44 024147 4 78.9 8 9 85
20000. 25 0006, 4 07 . 5
Al V' 8 4 6 26:35 36 15 +4 44
5) u 6317 036/110 36 36 8 53
U 16° 22. 1964 0113 624 21
s$0 52 7222| 0'16' 37 HH 92
90 28; 76.10.10 161 36 8 10 - 40
1900 0 6' 6428 4! |
1 schwerer — 16 Einheiten)
1) C, Irminger: Die Strömungen und das Eistreiben bei Island. »Zeitschr. f. allg. Erd-
kunde-. Berlin 1861. Bd. 11. S. 191 bis 211.