124 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1906.
grapher of the Navy Rear-Admiral Sir W. J. L. Wharton, als dieser sagte,
daß durch keine noch so genaue Vermessung sich die Gewißheit ergäbe, daß
sich nicht dennoch unentdeckte Gefahren für die Schiffahrt, wie Felszacken usw.,
in dem aufgenommenen Gebiete befänden. Leutnant Helby führt mehrere
Beispiele an, die die Richtigkeit dieser Annahme bestätigen, und kommt
dadurch zu dem Schluß, daß zur Ermittlung von gefährlichen Klippen usw.
andere Methoden als bisher gewählt werden müssen.!) In Frage käme das
Fischen, Draggen., Es wäre nicht zu verkennen, daß dies eine sehr undank-
bare Beschäftigung sei, da man in den meisten Fällen nur mit negativen
Resultaten zu rechnen hätte und selten dadurch belohnt würde, daß man
wirklich eine Klippe fände. Darauf wäre auch zurückzuführen, daß diese
Arbeit in den Kreisen der Vermessenden sehr unbeliebt sei, ganz abgesehen
davon, daß die Arbeiten außerordentlich langsam fortschritten. Leutnant
Helby glaubt, daß diesem letzteren Übelstand abgeholfen werden könne etwa
in der Weise, daß man versucht, zwei Submarine Sentries von James für
diese Zwecke nutzbar zu machen. Je ein Apparat würde achtern auf jeder
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Schiffsseite Aufstellung finden, Während die gebräuchlichen Lotscheite recht
achteraus schwämmen, sollte man versuchen, sie durch Anbringung eines
festen Ruders zum Ausscheren zu bringen. Die Lotscheite wären durch eine
dünne Stahlleine (ähnlich dem Draht bei Thomsens Lotmaschine) zu ver-
binden. Auf einer Seite wäre diese zum Ausschlippen einzurichten. Die Ver-
bindungslinie sollte fernerhin in Abständen von etwa 10 zu 10m mit Fisch-
haken oder ganz kleinen Draggen versehen werden. Faßt nun einer dieser
Haken hinter eine Felszacke, so würde die Leine ausschlippen und die Lot-
scheite würden mit Hilfe der Ruder weiter ausscheren, Die Leine würde
sich auch so anbringen lassen, meint Leutnant Helby, daß die Lotscheite hoch-
kämen. Endlich könnte man, um zu bemerken, wenn ein Haken oder kleiner
Draggen gefaßt hat, diese mit Patronen aus Phosphor-Caleium verbinden. —
Der Druck des Wassers auf die Verbindungsleine und der Zug der Lotscheite,
die bestrebt wären, auszuscheren, würden die Leine in horizontaler Lage
4 Vgl. auch M. J. Renand: Über das Aufsuchen unter Wasser liegender Klippen,
»Annales Hydrographiques« 1902, S. 150ff.; übersetzt von G. Tietz: »Ann. d. Hvdr. usw.« 1903,
5, 397 ff.