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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1906.
Il. Von der Handelsmarine,
D. »Calabria« (Hamburg-Amerika Linie). Schiffsort: 31° 30’N-Br., 40° 23’W-Le.
1. = Verfinsterung. Auf Temperatur und Luftdruck kein bemerkbarer
Einfluß beobachtet.
D. »Chemnitz« (Norddeutscher Lloyd). Schiffsort: 49° 28’ N-Br., 33° 30’ W-Lg.
Temperatur 0.7° Abnahme, Barometerstand unmerklich beeinflußt. In
der hellen Sichel dunkler Punkt (Sonnenfleck) beobachtet. Ende der Finsternis:
1b 34min 50%ek M, G, Z. auf 49° 25’ N-Br., 33° 56’ W-Lg.
D. »Elbing« (Deutsch-Austral. Dampfschiffs- Ges.).
Schiffsort: 40° 15’ N-Br., 10° 29’ W-Lg.
7/s der Sonne bedeckt, Abnahme der Temperatur um 1,8°.
S. »Hellig Olav« (Det forenede Dampskibs-Selskab).
Schiffsort: 51° 14’ N-Br., 40° 24’ W-Lg.
23/., des Sonnendurchmessers verfinstert, Größte Verfinsterung um,
0b 5min 985ek M, G. Z. (51° 14’ N-Br., 40° 24’W-Lg.). Austritt: 1b 20mip 35sck MG. Z
(51° 2’ N-Br., 40° 47’ W-Lg.).
Sollte von einer Seite eine eingehendere Veröffentlichung und Diskussion
namentlich der erhaltenen meteorologischen Beobachtungen beabsichtigt sein,
so ist die Deutsche Seewarte bereit, das eingegangene Material zur Verfügung
zu stellen.
5. Starke Brandung querab von Kap Paloma. Der Dampfer »Segovia«,
Kapt. C. Schönfeldt, passierte am 22. Dezember 1905 auf der Reise von Port
Said nach Hamburg um 11% 30min V, querab von Kap Paloma eine etwa %/, Sm
breite Strecke, auf welcher die See ungewöhnlich stark brandete und außer-
ordentlich bewegt war. Außerhalb dieser Stelle lief eine hohe, lange west-
liche Dünung.
Es handelt sich hier um das Brechen der See auf den Cabezos-Shoals,
deren flachste Stelle — 3.7 m — sich in rw. S8°0 (mw. S!/,W) in 2.5 Sm
Entfernung von Kap Paloma befindet und etwa 3/, Sm breit und 1%, Sm lang
ist. Der Dampfer hatte morgens um 8: Europa Point passiert und hier ein
Umspringen des Windes von OSO 6 über W nach WNW 6 beobachtet, während
der Seegang von SO 4 nach WNW 5 herumegine.,
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben.
Lehrbuch der Terrestrischen Navigation. Im Auftrage des k. u. k. Reichs-
kriegsministeriums, Marinesektion, verfaßt von Antheus Stupar, k. u. k.
Marineakademie-Professor, 8° XIII und 242 Seiten. Fiume 1905. In
Kommission bei Karl Gerolds Sohn, Wien.
Nach den Angaben des Vorwortes ist das vorliegende Lehrbuch in erster Linie für den
Gebrauch an der k. u. k. Marineakademie, dem Seekadettenkurse und der Seeaspirantenschule
bestimmt. Es soll an die Stelle des vergriffenen Lehrbuches der terrestrischen Navigation von
A. Roth treten. Wir haben es also im erster Linie mit einem Schulbuche zu tun und müssen
es als solches würdigen.
Die 9 Hauptstücke, in die der Inhalt des Buches eingeteilt ist, behandeln 1. Vorbegriffe,
2. Karten, 3. Kompaßwesen, 4. Messung der Wassertiefe und des Schiffsweges, 5. Schiffahrt in der
Loxodrome und in der Orthodrome, 6. Ermittelung der Distanz zur See, 7. Küstenschiffahrt,
8. Stromschiffahrt und 9. Nautische Aufgaben des Jagd- und Aufklärungsdienstes auf See. Jedes
dieser Hauptstücke bildet ein in sich abgeschlossenes Ganzes. Das umfangreichste ist das dritte.
das Kompaßwesen behandelnde; es umfaßt mehr als die Hälfte des ganzen Werkes.
N Zu einer eingehenden Besprechung aller Teile des Buches fehlt hier der Raum.
Überall ist der Stoff mit Geschick und Verständnis ausgewählt, übersichtlich dargestellt und das
Verständnis durch einen klaren Ausdruck erleichtert — Vorteile, die für kein Buch so schwer ins
Gewicht fallen, wie für eins, das dem Unterricht zugrunde gelegt, also von Schülern benutzt
werden soll. die sich erst mit Mühe in das Verständnis des behandelten Gegenstandes hinein-
arheiten müssen.