accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

d 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1905. 
Äquator verflacht sich der Kegel zu einer horizontalen Ebene E, Der untere 
Teil des Ellipsoides gilt meist für magnetische Nord-, der obere für magne- 
tische Südbreiten; die induzierende Totalintensität beschreibt gleichzeitig auch 
analoge Kegel, aber mit kreisförmiger Basis K, 
Der induzierende Kegel K (Fig. 13) dreht sich bei einer Krängung nach 
Steuerbord in die Lage K, und verändert hierbei den induzierten Kraft- 
kegel e, welcher in der entgegengesetzten Richtung nach e, ausweicht, da die 
Neigung der induzierten und induzierenden Kraft sich stets im gleichen Sinne 
ändert. Die Basisellipse erleidet außer einer Drehung ihrer Ebene noch 
wesentlich eine Verschiebung nach Luv, einerseits um den Betrag 00’, her- 
rührend von der Drehung des Eilipsoides mit dem Schiffe, anderseits um 00, 
durch Verschieben der Kegelbasis im Ellipsoid. Zur Ausschaltung der un- 
wirksamen vertikalen Kräfte auf eine horizontale Ebene projiziert (Fig, 14), 
erhält man e, die Basisellipse in ihrer ursprünglichen Lage, e, aber bei 
gekrängtem Schiffe. Da bei kleinen Neigungswinkeln beide Ellipsen kongruent 
sein werden, kann man, wie die Figur zeigt, die gesamte Kräfteänderung 
unabhängig vom Kurse als das Hinzutreten einer neuen Querkraft deuten, 
deren Größe mit der Neigung wächst und innerhalb enger Grenzen derselben 
proportional gesetzt werden kann. Genau genommen, folgt dieser Teil des 
Krängungsfehlers den Gesetzen der horizontal induzierten Deviation, erreicht 
also schon bei 45° Neigung sein Maximum und würde bei 90° Neigung wieder 
verschwinden; dieser Umstand wird jedoch in der Praxis, welche nur kleine 
Krängungen berücksichtigt, nicht weiter beachtet. 
Am magnetischen Äquator erleidet die induzierte Ellipse E (Fig. 13) 
nur eine Drehung E,, die Krängungskraft verschwindet für kleine Neigungen. 
Für zunehmende Inklinationen nimmt die seitliche Verschiebung aller Kräfte, 
daher auch die Krängungskraft, zu und erreicht am magnetischen Pol ihr 
Maximum. Fig. 13 umgedreht, gibt die normalen Verhältnisse für die Süd- 
Hemisphäre, alle Krängungskräfte wirken nach Lee. 
Zu diesen induzierten Krängungskräften kommt noch der Anteil des 
subpermanenten Magnetismus hinzu, dessen Feld im Schiffe bei einer Krängung 
einen Kegelmantel beschreibt (Fig. 15), dessen Achse in die Kielrichtung fällt; 
hierbei bleibt die Längskomponente Lp unverändert, die Querkomponente 
Qp wechselt hierbei ihre Größe, und zwar tritt, wenn Tp nach abwärts 
gerichtet ist (Bauort auf der Nord-Hemisphäre), zur ursprünglichen Größe 
noch eine stets nach Luv gerichtete Krängungskraft hinzu, welche bei kleinen 
Lageänderungen dem Neigungswinkel des Schiffes w proportional gesetzt 
werden kann. Diese Krängungskraft hat semizirkulären Verlauf bezüglich 
der Krängung. 
Fig. 14. 
Bug 
en S S T-1 
g vun “ 
(ld 
/ NO 
w+£ W. jo joe 
\ Öe . 7 % 
\ Di Kmingung leuerb 
a 
lm 
Daug 
N. 
a 
EundE 
Alle Krängungskräfte addieren sich (in der Regel), wenn das Schiff sich 
auf jener Halbkugel der Erde befindet, auf welcher es gebaut wurde; im 
Gegenfalle findet ein teilweiser Ausgleich statt; am magnetischen Aquator 
nacht sich nur der unveränderliche subpermanente Teil bemerkbar. Die 
Krängungskräfte sind für kleine Neigungswinkel der Krängung w, der in- 
duzierte Teil derselben außerdem sin © direkt proportional: 
T 
Kk= w Pr + q + vw) sin 6l, für T=1
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.