Lauffer, F.: Die Deviation und deren Kompensation etc,
Kraftlagen nach je 90° Drehung entsprechen 1, 2, 3, 4 (Fig. 6), bilden. konju-
gierte Durchmesser, aus welchen sich die Achsen der Ellipsen und die Lagen
der rotierenden Kräfte, wie folgt, ergeben; macht man O 2’ gleich und senk-
recht zu O2..(oder O 4) und halbiert die Grade 12’ in A, so ist OA = ce die
eine, A1= m die zweite. rotierende Kraft, die Halbachsen der Ellipse sind
a=c+m b=c-—m, Entsprechen. die -obigen Kräfte den Kardinalkursen,
so ergibt sich für den magnetischen Kurs Nord jede Kraft in ihrer Grund-
stellung ec unter dem Winkel @x,, m unter dem Winkel 2 @x,. Wie der Figur
entnommen werden kann, rotiert c bei einem Kurswechsel über steuerbord
nach links, m jedoch nach rechts,
Das Erdfeld rotiert im Schiffe bei obigem Kurswechsel auch nach links,
hat also zur. Kraft ce eine feste Lage, die Kraft m hingegen dreht gegen das
Erdfeld doppelt so schnell wie der Kurs, da beide gegeneinander mit der
Geschwindigkeit des Kurswechsels drehen, Das Erdfeld H schließt mit der
Bugrichtung den mag. Kurs 5 ein (Fig. 7), die Kraft c denselben Winkel, ver-
mehrt um den Ausgangswert «,, welches auch der Winkel zwischen H und €
ist; die Kraft m liegt um den Winkel 5 + 2 «, rechts vom Buge, schließt also
mit H den Winkel 2 (£ + a@,) ein. Letztere Kraft beschreibt hierbei einen Kreis,
welcher bei einem Kurswechsel durch alle Kurse N-O-S-W-N zweimal voll-
ständig durchlaufen wird. Der Mittelpunkt des Kreises liegt stets derart, daß
die Richtkräfte geschwächt werden, der Mittelwert derselben O0 B = Rm darf
nicht zu klein sein und wird gewöhnlich in Einheiten von H. gemessen
X =—=Rm:H.: Im übrigen erleidet die Richtkraft periodische Schwankungen,
deren Verlauf in Fig. 8 zusammengestellt ist,
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Fie. 7.
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Fig.
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Devialion . \ i
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Die Deviation hat, wie der Zeichnung entnommen werden kann, den
Mittelwert ö, — A, um welchen die übrigen Werte gleichmäßig verteilt liegen,
Dem Kurse Nord entspricht eine Lage unter dem Ausgangswinkel 2 @x,, hat
also die Gleichung
ö = A-+M sin 2 (a, + &
und besteht aus dem konstanten Teile A und dem quadrantalen Mh; aufgelöst
ergibt sich |
6 — A-+ Mu cos 2«, sin 27 + Mn sin 2a, cos 25
Mi cos 24, = D und Mi sin 2 4, = E gesetzt
akco Mn = VD? -+E®, tg2a, = E:D
gibt die gebräuchliche Näherungsform . ;
ö=— A+Dsin2%-+E cos 20
deren 2. Teil regelmäßige, der 3. unregelmäßige Quadrantaldeviation ge-
nannt wird.