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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Lauffer, F.: Die Deviation und deren Kompensation etc, 
Kraftlagen nach je 90° Drehung entsprechen 1, 2, 3, 4 (Fig. 6), bilden. konju- 
gierte Durchmesser, aus welchen sich die Achsen der Ellipsen und die Lagen 
der rotierenden Kräfte, wie folgt, ergeben; macht man O 2’ gleich und senk- 
recht zu O2..(oder O 4) und halbiert die Grade 12’ in A, so ist OA = ce die 
eine, A1= m die zweite. rotierende Kraft, die Halbachsen der Ellipse sind 
a=c+m b=c-—m, Entsprechen. die -obigen Kräfte den Kardinalkursen, 
so ergibt sich für den magnetischen Kurs Nord jede Kraft in ihrer Grund- 
stellung ec unter dem Winkel @x,, m unter dem Winkel 2 @x,. Wie der Figur 
entnommen werden kann, rotiert c bei einem Kurswechsel über steuerbord 
nach links, m jedoch nach rechts, 
Das Erdfeld rotiert im Schiffe bei obigem Kurswechsel auch nach links, 
hat also zur. Kraft ce eine feste Lage, die Kraft m hingegen dreht gegen das 
Erdfeld doppelt so schnell wie der Kurs, da beide gegeneinander mit der 
Geschwindigkeit des Kurswechsels drehen, Das Erdfeld H schließt mit der 
Bugrichtung den mag. Kurs 5 ein (Fig. 7), die Kraft c denselben Winkel, ver- 
mehrt um den Ausgangswert «,, welches auch der Winkel zwischen H und € 
ist; die Kraft m liegt um den Winkel 5 + 2 «, rechts vom Buge, schließt also 
mit H den Winkel 2 (£ + a@,) ein. Letztere Kraft beschreibt hierbei einen Kreis, 
welcher bei einem Kurswechsel durch alle Kurse N-O-S-W-N zweimal voll- 
ständig durchlaufen wird. Der Mittelpunkt des Kreises liegt stets derart, daß 
die Richtkräfte geschwächt werden, der Mittelwert derselben O0 B = Rm darf 
nicht zu klein sein und wird gewöhnlich in Einheiten von H. gemessen 
X =—=Rm:H.: Im übrigen erleidet die Richtkraft periodische Schwankungen, 
deren Verlauf in Fig. 8 zusammengestellt ist, 
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Fie. 7. 
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Fig. 
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Devialion . \ i 
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Die Deviation hat, wie der Zeichnung entnommen werden kann, den 
Mittelwert ö, — A, um welchen die übrigen Werte gleichmäßig verteilt liegen, 
Dem Kurse Nord entspricht eine Lage unter dem Ausgangswinkel 2 @x,, hat 
also die Gleichung 
ö = A-+M sin 2 (a, + & 
und besteht aus dem konstanten Teile A und dem quadrantalen Mh; aufgelöst 
ergibt sich | 
6 — A-+ Mu cos 2«, sin 27 + Mn sin 2a, cos 25 
Mi cos 24, = D und Mi sin 2 4, = E gesetzt 
akco Mn = VD? -+E®, tg2a, = E:D 
gibt die gebräuchliche Näherungsform . ; 
ö=— A+Dsin2%-+E cos 20 
deren 2. Teil regelmäßige, der 3. unregelmäßige Quadrantaldeviation ge- 
nannt wird.
	        
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