70
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1905.
erheblich von der vertikalen Richtung abweichen (Fig. 4). Für mittschiffs
aufgestellte Kompasse wird obiges Feld wegen der Symmetrie beider Bord-
seiten kaum aus der Kielebene abweichen.
Na
AU
Fig,
A
\
Fig. 3.
ZN
r „CET
Smdauederenoies Tell.
E Schiff sm ecKurse Dat
u am mag Aqualor. /
am
Fig,
+.
\
, dm
nelucieversoles Tald +V-T. {
Schiff om mag Nerd-Bol. Bug
7 ' AT
Die nach obigen drei Hauptrichtungen induzierten Felder sowie auch
das subpermanente und das Erdfeld werden nach Größe und Richtung fest-
gelegt und nach Bedarf in Komponenten zerlegt, so wie es in der vorstehenden
Tabelle I übersichtlich zusammengestellt ist.
III. Richtkraft und Deviation bei aufrechtem Schiffe.
Die längs- und querschiffs induzierten Felder des Schiffes sind der
Horizontal-Komponente H des Erdfeldes direkt proportional; wird H als
Krafteinheit angenommen, so werden die Maßzahlen obiger magnetischer Felder
unveränderliche, vom Schiffsorte unabhängige Größen. Weiter sind dieselben
dem Sinus bezw. Kosinus des magnetischen Kurses proportional, unterliegen
daher harmonischen Schwankungen. Setzt man die Horizontal-Komponenten
m, -L und m, Q für zahlreiche Kurse graphisch zusammen (Fig, 5), so erhält
man als Diagramm der horizontal induzierten Kraft P eine Ellipse in all-
gzemeiner Lage.
Mio,
Fig. 6.
x”
WSWE
Mn
A0A,4 Sa
Diese elliptisch verlaufende Kraft wird nun in zwei konstante gleich-
förmig rotierende Komponenten, wie folgt, zerlegt. Nimmt man zwei beliebige
Kräfte c und m, welche (Fig. 6) mit einer festen Richtung die Ausgangswinkel
&, und 2 a, einschließen, und läßt beide mit gleicher, aber entgegengesetzter
Geschwindigkeit rotieren, so beschreibt der Endpunkt der 2. Kraft eine Ellipse,
die resultierende Kraft verläuft elliptisch, kann also mit der horizontalen
induzierten Kraft P gleich gesetzt werden. Vier Resultierende, welche den