Teil VI. Die Luft- und Wassertemperatur.
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Schlußbemerkungen.,
Das Mittelmeer zeigt, soweit das deutsche auf den wichtigsten Dampfer-
wegen gesammelte maritime Beobachtungsmaterial einen Schluß zuläßt, in
seinen Winden, Stromversetzungen und Wärmeverhältnissen eine merkwürdige
Mischung von Meer- und Landeinflüssen. Im Westwindgebiet gelegen, erfreut es
sich auch im Winter eines viel größeren Schutzes gegen schwere Stürme als
die entsprechenden Breiten des Nordatlantischen Ozeans; im Sommer wird es
z. T. von beständigen Monsunwinden beherrscht, die im Osten ungewöhnlich
regelmäßig sind. Die Stromversetzungen sind selten; nur vereinzelt erreichen
sie Beträge, wie sie im offenen Ozean häufig sind; .Gegenden, wo auf 6 oder
7 Tage erst 1 Tag mit einer merklichen Versetzung kommt, bilden die Mehr-
zahl, in den eingeschlossenen Teilen bringt erst jeder 10, Tag eine nennens-
werte Versetzung. Werden im Frühjahr die Wasser- und Landmassen in
schnell steigendem Maße erwärmt, so. treten im Sommer bald tropische Wärme-
verhältnisse ein, die denen auf dem Lande ähnlich sind. Und im Herbst, wenn
die Sonne ihre Kraft verliert, ist in den eingeschlossenen Wassermassen, die
nirgends hin abgeführt werden können, so viel Wärme aufgespeichert, daß der
aufgespeicherte Vorrat noch weit in den Herbst hinein sich. bemerkbar macht.
— Um rein ozeanische Verhältnisse aufweisen zu können, dazu ist die Wasser-
masse des Mittelmeeres zu klein und zu eingeschlossen; für einen See aber
ist sie auf der anderen Seite zu groß. So bildet das Mittelmeer. einen Über-
gang von einem See zu der See mit Anklängen an beide, ein Mittelmeer auch
in diesem Sinne,