Teil IV. Die Stürme.
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Wintermonate gibt für dies Meeresgebiet 3.7%, Vergleichen wir damit die
Sturmhäufigkeit in denselben Monaten außerhalb der Straße von Gibraltar im
Nordatlantischen Ozean, so finden wir gleich außerhalb der Straße schon 5°,
in 41° N-Br. an der portugiesischen Küste 10%, und auf der Höhe von
Quessant 15%. Kap Finisterre, in der Breite von Marseille und Toulon ge-
legen, hat etwa 12°. Die Häufigkeit im sturmreichsten Teile des Mittelmeeres
und im Winter beträgt also nur !/, bis !/, von der im entsprechenden öst-
lichen Teile des Nordatlantischen Ozeans. ’
Innerhalb des Mittelmeeres sind die Unterschiede groß, wie die letzte
Spalte der Jahressummen zeigt, die einen Vergleich der Häufigkeit in den
vier Abschnitten untereinander ermöglicht. Der westliche Teil und das Ionische
Meer weisen fast die doppelte Häufigkeit auf wie das Tyrrhenische Meer und
die Agyptischen Gewässer. Faßt man nur die höchsten Werte einzelner Monate
ins Auge, so bleibt dieselbe Verteilung der Sturmhäufigkeit bestehen, indem
der westliche Teil des Mittelmeeres und das Ionische Meer mit über 5% an
der Spitze stehen, das’ Tyrrhenische‘ Meer und die ÄAgyptischen Gewässer mit
weniger als 5%, auftreten.
Jährliche Periode, Betrachten wir diejenigen Monate der Häufig-
keitstabelle, in denen die Häufigkeit wenigstens in einem der vier Teile 2%
übersteigt, anderseits die Monate, in denen sie überall unter 1%, bleibt, so
steht Dezember bis März als sturmreiche Zeit den Monaten Mai bis Oktober
als der sturmarmen oder nahezu sturmfreien Zeit gegenüber. Als Mitte dieser
Perioden kann einerseits Januar, anderseits Juli gelten. Die für das ganze
Mittelmeer gültige Zeile zeigt: von Monat zu Monat eine regelmäßige Bewegung
der Häufigkeit, mit einer Ausnahme im November, wo die‘. Häufigkeit ver-
glichen mit der des Oktober wieder etwas abgenommen hat, anstatt zu steigen;
doch kann dies Ergebnis auch vielleicht nur durch eine noch nicht genügende
Zahl von Beobachtungen bedingt sein. Faßt man die Mittelwerte für je drei
Monate zusammen, so ergibt sich die nachstehende prozentische Sturm-
häufigkeit nach Jahreszeiten.
Häufigkeit
Westlicher Tel... .,
Tyrrhenisches Meer. . . .
Tonisches Meer. . . . .
Agyptische Gewässer
Winter | Frühling | Sommer
L
Herbst
0/.
0/7.
0/.
07
2,7 12 0.1 0.8
235 | “2 02 Zn 02
3.7 1.1 0.1. - 02
17 04 02
Drei Viertel aller Stürme fallen demnach in den Winter, vom Rest fällt
doppelt so viel in den Frühling als in den Herbst. Der Sommer ist sozusagen
sturmfrei, Die genaueren Zahlen sind 74%, 16%, 1°% und 9%, für Winter,
Frühling, Sommer und Herbst, wenn man die Jahreshäufigkeit = 100 setzt.
Was die Dauer der Stürme in Stunden anbelangt, so gestattet das
Material die nachstehende Zusammenstellung, in welcher die Anzahl der ver-
fügbaren Beohachtungen durch kleine Zahlen rechts unten jeweils beigefügt ist.
Dauer
Winter‘ | Frühling | Sommer | Herbst
n
h
bh
Tahr
h
Westlicher Teil... .. 15.749 18.1, (8.5): 14.541 14.699
Tyrrhenisches Meer . . . 12.9,3 (11.0) | — (6.0), 11.6,5
Fonisches Meer. . . .. 15.637 14:33 (10.0), (9.0), 14.755
Agyptische Gewässer. . . 18.67 | (27.0) SZ 8.0), 19.2.0
Ganzes Mittelmeer, . . .| 15.406 | 14.04 | 88 1 12.417 | 146,8
Die Zahl der Beobachtungen ist stellenweise gering; die Stundenwerte,
deren Beobachtungszahlen unter 5 ist, sind deshalb eingeklammert. Einige
Ergebnisse scheinen trotz der geringen Anzahl ziemlich sicher zu sein. Die
Dauer ist mit 15.4 Stunden am längsten im Winter, wo auch die Häufigkeit
am größten ist, und nimmt der Häufigkeit innerhalb der Jahreszeiten ent-
sprechend bis auf 8.8 Stunden im Sommer ab. Die Reihe: Winter. Frühling.