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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Teil IV. Die Stürme. 
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Wintermonate gibt für dies Meeresgebiet 3.7%, Vergleichen wir damit die 
Sturmhäufigkeit in denselben Monaten außerhalb der Straße von Gibraltar im 
Nordatlantischen Ozean, so finden wir gleich außerhalb der Straße schon 5°, 
in 41° N-Br. an der portugiesischen Küste 10%, und auf der Höhe von 
Quessant 15%. Kap Finisterre, in der Breite von Marseille und Toulon ge- 
legen, hat etwa 12°. Die Häufigkeit im sturmreichsten Teile des Mittelmeeres 
und im Winter beträgt also nur !/, bis !/, von der im entsprechenden öst- 
lichen Teile des Nordatlantischen Ozeans. ’ 
Innerhalb des Mittelmeeres sind die Unterschiede groß, wie die letzte 
Spalte der Jahressummen zeigt, die einen Vergleich der Häufigkeit in den 
vier Abschnitten untereinander ermöglicht. Der westliche Teil und das Ionische 
Meer weisen fast die doppelte Häufigkeit auf wie das Tyrrhenische Meer und 
die Agyptischen Gewässer. Faßt man nur die höchsten Werte einzelner Monate 
ins Auge, so bleibt dieselbe Verteilung der Sturmhäufigkeit bestehen, indem 
der westliche Teil des Mittelmeeres und das Ionische Meer mit über 5% an 
der Spitze stehen, das’ Tyrrhenische‘ Meer und die ÄAgyptischen Gewässer mit 
weniger als 5%, auftreten. 
Jährliche Periode, Betrachten wir diejenigen Monate der Häufig- 
keitstabelle, in denen die Häufigkeit wenigstens in einem der vier Teile 2% 
übersteigt, anderseits die Monate, in denen sie überall unter 1%, bleibt, so 
steht Dezember bis März als sturmreiche Zeit den Monaten Mai bis Oktober 
als der sturmarmen oder nahezu sturmfreien Zeit gegenüber. Als Mitte dieser 
Perioden kann einerseits Januar, anderseits Juli gelten. Die für das ganze 
Mittelmeer gültige Zeile zeigt: von Monat zu Monat eine regelmäßige Bewegung 
der Häufigkeit, mit einer Ausnahme im November, wo die‘. Häufigkeit ver- 
glichen mit der des Oktober wieder etwas abgenommen hat, anstatt zu steigen; 
doch kann dies Ergebnis auch vielleicht nur durch eine noch nicht genügende 
Zahl von Beobachtungen bedingt sein. Faßt man die Mittelwerte für je drei 
Monate zusammen, so ergibt sich die nachstehende prozentische Sturm- 
häufigkeit nach Jahreszeiten. 
Häufigkeit 
Westlicher Tel... ., 
Tyrrhenisches Meer. . . . 
Tonisches Meer. . . . . 
Agyptische Gewässer 
Winter | Frühling | Sommer 
L 
Herbst 
0/. 
0/7. 
0/. 
07 
2,7 12 0.1 0.8 
235 | “2 02 Zn 02 
3.7 1.1 0.1. - 02 
17 04 02 
Drei Viertel aller Stürme fallen demnach in den Winter, vom Rest fällt 
doppelt so viel in den Frühling als in den Herbst. Der Sommer ist sozusagen 
sturmfrei, Die genaueren Zahlen sind 74%, 16%, 1°% und 9%, für Winter, 
Frühling, Sommer und Herbst, wenn man die Jahreshäufigkeit = 100 setzt. 
Was die Dauer der Stürme in Stunden anbelangt, so gestattet das 
Material die nachstehende Zusammenstellung, in welcher die Anzahl der ver- 
fügbaren Beohachtungen durch kleine Zahlen rechts unten jeweils beigefügt ist. 
Dauer 
Winter‘ | Frühling | Sommer | Herbst 
n 
h 
bh 
Tahr 
h 
Westlicher Teil... .. 15.749 18.1, (8.5): 14.541 14.699 
Tyrrhenisches Meer . . . 12.9,3 (11.0) | — (6.0), 11.6,5 
Fonisches Meer. . . .. 15.637 14:33 (10.0), (9.0), 14.755 
Agyptische Gewässer. . . 18.67 | (27.0) SZ 8.0), 19.2.0 
Ganzes Mittelmeer, . . .| 15.406 | 14.04 | 88 1 12.417 | 146,8 
Die Zahl der Beobachtungen ist stellenweise gering; die Stundenwerte, 
deren Beobachtungszahlen unter 5 ist, sind deshalb eingeklammert. Einige 
Ergebnisse scheinen trotz der geringen Anzahl ziemlich sicher zu sein. Die 
Dauer ist mit 15.4 Stunden am längsten im Winter, wo auch die Häufigkeit 
am größten ist, und nimmt der Häufigkeit innerhalb der Jahreszeiten ent- 
sprechend bis auf 8.8 Stunden im Sommer ab. Die Reihe: Winter. Frühling.
	        
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