Teil I. Die Winde nach Monaten.
geworden und auf 2%, heruntergegangen. — In den Ägyptischen Gewässern
wehen mit wenig Ausnahmen ständige NW-Winde wie im Ionischen Meer. Es
weht im ganzen: östlichen Mittelmeer ein NW-Monsun, der in seinem Charakter
um so deutlicher hervortritt, je östlicher der Beobachter steht. Stürmische Winde
von 7 und mehr kommen in zwei westlichen Feldern, also ganz vereinzelt, vor.
Juli (Tafel 8).
Westlicher Teil. Die im Juni schon angedeuteten Monsunverhältnisse
treten noch deutlicher hervor; seewärts von Malaga und Algier überwiegen
sehr ONO-Winde. Wenn vor Malaga daneben noch WSW-Winde in be-
trächtlicher Anzahl vorkommen, so sind sie wohl zum Teil auf Rechnung der
stark erwärmten Teile des südöstlichen Spanien zu setzen. Vor Philippeville
und .Biserte sowie westlich von den Balearen herrschen auflandige leichte
Winde. Nördlich von den Balearen. sind die südlichen Winde seltener und
durchweg flauer als die nördlichen. Vor Toulon überwiegen westliche Winde;
die Zahl der Stillen ist hier wieder am größten, 20%. Windstärke 7 und
mehr kommt nicht mehr vor. —- Tyrrhenisches Meer. Vor Livorno wehen
meist auflandige Winde, im übrigen herrschen NW-Winde vor, mit 30% Stillen
bei Stromboli. — Ionisches Meer, Leichte bis frische NW-Winde mit Monsun-
charakter beherrschen die ganze Gegend. — In den ägyptischen Gewässern
ist dieser Monsuncharakter der NW-Winde am schärfsten ausgeprägt: wenig
Stillen, wenig Anderung in der Richtung der Winde, fast gar keine Winde
aus SO und auch dann nur flau. Im Juli ist Windstärke 7 überall verschwunden;
Monsune herrschen vor.
August (Tafel 9).
Im westlichen Teil des Mittelmeeres, und zwar von der Straße von
Gibraltar bis Tunis, wehen vorherrschend monsunartige ONO-Winde; bei den
Balearen und vor Toulon ist wenig Anderung im Vergleich zum Juli, Die
Stillen machen vor Toulon 22° aus, seewärts von Algier nur 4%. — Tyrrhe-
nisches Meer. Vor Livorno überwiegen auflandige Winde, besonders wenn
man die Stärke berücksichtigt; die Landwinde erreichen nirgends Stärke 4.
Weiter im Süden überwiegen überall NW-Winde; wo Gegenwinde oder andere
Winde auftreten, sind sie meist wenig andauernd und schwach. Bei Strom-
boli betragen die Stillen noch 28%. — Im Ionischen Meer sind die Haupt-
richtungen mehr nordwestlich, aber das Überwiegen der einen Richtung NW
hat etwas nachgelassen, Je weiter nach Osten, um so seltener sind die süd-
östlichen Winde. — Ägyptische Gewässer. Hier überwiegt noch die eine
Richtung NW ganz beträchtlich. Südwestlich von Candia machen die Stillen
nur‘ 1%, aus. Auch im August herrscht also im ganzen noch der Monsun im
Mittelmeer vor.
September (Tafel 10).
Westlicher Teil. Ostwinde haben zwischen Gibraltar und Tunis noch
ein entschiedenes Übergewicht, daneben machen sich aber schon westliche
Winde mehr und mehr geltend. Bei den Balearen und seewärts von Toulon
sind Winde aus allen Richtungen gut vertreten mit der Einschränkung. daß
westlich von den Balearen der südöstliche Halbkreis, nördlich von den Balearen
der nördliche, vor Toulon der westliche etwas mehr hervortritt, Zwischen
Gibraltar und Genua ist eine Abnahme, an der afrikanischen Küste eine kleine
Zunahme der Stillen bemerkbar, — Im Tyrrhenischen Meer sind die vielen
Stillen, die !/. bis !/, aller Beobachtungen betragen, auffallend. Die NW-Winde
sind zurückgegangen; dafür sind südliche Winde häufiger geworden. — Im
Ionischen Meer überwiegen südlich von Sizilien SO-Winde, NW-Winde, die
noch im August hier allein vorherrschten, . kommen erst in zweiter Linie,
Südöstlich von Sizilien sind die Winde ziemlich gleichmäßig über alle Qua-
dranten verteilt, noch mit einem kleinen Übergewicht der NW-Winde, Östlich
von Sizilien und westlich von Candia ist dies Übergewicht der NW-Winde
noch stark vorhanden, aber es nimmt immerhin ab; dort treten südwestliche,
hier mehr nordöstliche Winde dafür ein, Die Stillen machen östlich von