Teil I. Die Winde nach Monaten.
lich und südöstlich von Sizilien stimmen darin überein, daß bei vorherrschender
Westnordwestrichtung die südöstlichen Winde sehr zurücktreten. Im Gegen-
satz dazu treten auf der Strecke Messina bis Candia die Südostwinde oft und
stark auf, und zwar um so stärker, je östlicher die Stellung ist. Bei dem
Windstern westlich von Candia tritt z. B. Windstärke 7 und mehr bei allen
östlichen Richtungen auf, dagegen nur zur Hälfte bei den westlichen Rich-
tungen. Ersetzen wir östlich durch südöstlich, so gilt die Bemerkung über
die Stärke auch für. den Windstern östlich von Sizilien. Bei den Richtungen
NNO über NW bis SW ist hier, seewärts von Syrakus, Stärke 7 B nirgends
vertreten. — Ägyptische Gewässer. ‘ Bei allen drei Windsternen überwiegen
die westlichen Richtungen; die östlichen Richtungen treten häufiger im Osten
als im Westen dieses Gebietes auf.
Januar (Tafel 2).
Westlicher Teil. Seewärts von Malaga und Kap de Gata haben die
westlichen Winde an Stärke abgenommen, die östlichen dagegen an Stärke
zugenommen, Vor Algier hat die Zahl und Stärke der westlichen Winde
ebenfalls abgenommen, die Zahl der östlichen Winde zugenommen. Seewärts
von Philippeville und Biserte sind ebenfalls stürmische Ostwinde jetzt nicht
selten, während die Hauptrichtung, wie im Dezember, nordwestlich ist, aber
mit mehr Neigung nach Norden. Westlich von den Balearen sind die Südost-
winde an Zahl und Stärke zurückgegangen. Nördlich von den Balearen über-
wiegen jetzt nordwestliche und nördliche Winde; die westlichen sind stark
zurückgegangen, während südliche mehr hervortreten, Vor Toulon sind die
Änderungen gering, höchstens sind die südlichen Richtungen etwas zurück-
getreten im Vergleich mit dem Dezember. — Tyrrhenisches Meer, — Daß
vor Livorno anscheinend so viel mehr stürmische Winde auftreten als im
Dezember, liegt wohl an der geringen Zahl der Beobachtungen in diesem
kleinen Felde. Die größte Anzahl Beobachtungen, 87, fällt auf den Juni, die
kleinste, 25, auf den September; auf den Januar fallen 71 Beobachtungen,
Seewärts von Neapel hat die Stärke der westlichen Winde stark abgenommen,
Bei Stromboli ist die Hauptrichtung von SO nach S gegangen, indem öst-
liche Winde im Dezember mehr durch südwestliche im Januar ersetzt worden
sind, Nordwestlich von Sizilien überwiegen jetzt NW-Winde, indem östliche
und südliche Winde gegen den'Dezember zurückgetreten sind. — Ionisches
Meer. Westliche Winde überwiegen südlich von Sizilien noch entschieden,
aber östliche Winde treten nicht nur in größerer Zahl, sondern auch in
größerer Stärke auf als im Dezember. Der nächste Windstern südöstlich von
Sizilien weist ebenfalls eine merkliche Zunahme östlicher Winde auf, mit
höheren Stärkegraden als im Dezember. Östlich von Sizilien treten besonders
der NO- und SW-Quadrant hervor; westlich von Camdia überwiegen Winde
aus nördlichen Richtungen, während die SO-Winde stark zurücktreten. —
Ägyptische Gewässer. Südwestlich von Candia überwiegen nördliche bis
südwestliche Winde; am schwächsten sind hier südliche und südöstliche Winde
vertreten. Südöstlich von Candia treten die südöstlichen Winde am meisten
zurück, vor den Nilmündungen die rein nördlichen Winde,
Windstärke 7 B und mehr kommt in allen Teilen des Mittelmeers vor
wie im Dezember.
Die Zahl der Windstillen ist am größten, 10%, seewärts von Malaga, vor
Toulon und seewärts von Neapel.
. Februar (Tafel 3).
Westlicher Teil. Seewärts von Malaga überwiegen weitaus die Wind-
richtungen, die mit der Küstenrichtung gleichlaufen, also West und Ost. Für
die Gegend vor Algier gilt dasselbe, aber nicht in so ausgesprochener Weise,
denn hier sind nördliche und südliche Winde etwas häufiger als seewärts von
Malaga. Seewärts von Philippeville und Cagliari ändern. sich die Verhältnisse
in sehr auffallender Weise, indem hier nordwestliche Winde weit überwiegen;
nur die östlichen Winde machen sich hier daneben noch insofern bemerkbar.