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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Teil I. Die Winde nach Monaten. 
lich und südöstlich von Sizilien stimmen darin überein, daß bei vorherrschender 
Westnordwestrichtung die südöstlichen Winde sehr zurücktreten. Im Gegen- 
satz dazu treten auf der Strecke Messina bis Candia die Südostwinde oft und 
stark auf, und zwar um so stärker, je östlicher die Stellung ist. Bei dem 
Windstern westlich von Candia tritt z. B. Windstärke 7 und mehr bei allen 
östlichen Richtungen auf, dagegen nur zur Hälfte bei den westlichen Rich- 
tungen. Ersetzen wir östlich durch südöstlich, so gilt die Bemerkung über 
die Stärke auch für. den Windstern östlich von Sizilien. Bei den Richtungen 
NNO über NW bis SW ist hier, seewärts von Syrakus, Stärke 7 B nirgends 
vertreten. — Ägyptische Gewässer. ‘ Bei allen drei Windsternen überwiegen 
die westlichen Richtungen; die östlichen Richtungen treten häufiger im Osten 
als im Westen dieses Gebietes auf. 
Januar (Tafel 2). 
Westlicher Teil. Seewärts von Malaga und Kap de Gata haben die 
westlichen Winde an Stärke abgenommen, die östlichen dagegen an Stärke 
zugenommen, Vor Algier hat die Zahl und Stärke der westlichen Winde 
ebenfalls abgenommen, die Zahl der östlichen Winde zugenommen. Seewärts 
von Philippeville und Biserte sind ebenfalls stürmische Ostwinde jetzt nicht 
selten, während die Hauptrichtung, wie im Dezember, nordwestlich ist, aber 
mit mehr Neigung nach Norden. Westlich von den Balearen sind die Südost- 
winde an Zahl und Stärke zurückgegangen. Nördlich von den Balearen über- 
wiegen jetzt nordwestliche und nördliche Winde; die westlichen sind stark 
zurückgegangen, während südliche mehr hervortreten, Vor Toulon sind die 
Änderungen gering, höchstens sind die südlichen Richtungen etwas zurück- 
getreten im Vergleich mit dem Dezember. — Tyrrhenisches Meer, — Daß 
vor Livorno anscheinend so viel mehr stürmische Winde auftreten als im 
Dezember, liegt wohl an der geringen Zahl der Beobachtungen in diesem 
kleinen Felde. Die größte Anzahl Beobachtungen, 87, fällt auf den Juni, die 
kleinste, 25, auf den September; auf den Januar fallen 71 Beobachtungen, 
Seewärts von Neapel hat die Stärke der westlichen Winde stark abgenommen, 
Bei Stromboli ist die Hauptrichtung von SO nach S gegangen, indem öst- 
liche Winde im Dezember mehr durch südwestliche im Januar ersetzt worden 
sind, Nordwestlich von Sizilien überwiegen jetzt NW-Winde, indem östliche 
und südliche Winde gegen den'Dezember zurückgetreten sind. — Ionisches 
Meer. Westliche Winde überwiegen südlich von Sizilien noch entschieden, 
aber östliche Winde treten nicht nur in größerer Zahl, sondern auch in 
größerer Stärke auf als im Dezember. Der nächste Windstern südöstlich von 
Sizilien weist ebenfalls eine merkliche Zunahme östlicher Winde auf, mit 
höheren Stärkegraden als im Dezember. Östlich von Sizilien treten besonders 
der NO- und SW-Quadrant hervor; westlich von Camdia überwiegen Winde 
aus nördlichen Richtungen, während die SO-Winde stark zurücktreten. — 
Ägyptische Gewässer. Südwestlich von Candia überwiegen nördliche bis 
südwestliche Winde; am schwächsten sind hier südliche und südöstliche Winde 
vertreten. Südöstlich von Candia treten die südöstlichen Winde am meisten 
zurück, vor den Nilmündungen die rein nördlichen Winde, 
Windstärke 7 B und mehr kommt in allen Teilen des Mittelmeers vor 
wie im Dezember. 
Die Zahl der Windstillen ist am größten, 10%, seewärts von Malaga, vor 
Toulon und seewärts von Neapel. 
. Februar (Tafel 3). 
Westlicher Teil. Seewärts von Malaga überwiegen weitaus die Wind- 
richtungen, die mit der Küstenrichtung gleichlaufen, also West und Ost. Für 
die Gegend vor Algier gilt dasselbe, aber nicht in so ausgesprochener Weise, 
denn hier sind nördliche und südliche Winde etwas häufiger als seewärts von 
Malaga. Seewärts von Philippeville und Cagliari ändern. sich die Verhältnisse 
in sehr auffallender Weise, indem hier nordwestliche Winde weit überwiegen; 
nur die östlichen Winde machen sich hier daneben noch insofern bemerkbar.
	        
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