Die Wirksamkeit des Sturmwarnungswesens an der deutschen Küste.
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Zu 6, Die Verhütung von Schäden ist dadurch wohl zur Genüge nachweisbar, daß vor Bestehen
der hiesigen Sturmwarnungsstelle die Fischer häufige, ganz bedeutende Verluste an Fischerei-
geräten gehabt haben und sich mit ihren offenen Booten in großer Lebensgefahr befunden
haben. Nach Errichtung der hiesigen Sturmwarnungsstelle ist ein derartiger Fall nicht mehr
vorgekommen, weil das Auslaufen der Fischerflotte, die stets in den Herbst- und Winter-
monaten zur Abendzeit erfolgt, bei gezeigtem Signal unterbleibt, bezw. die Boote in unmittel-
yarer Nähe der Küste bleiben.
7. Die jetzt gebräuchlichen Signale sind wegen ihrer einfachen Handhabung und leichten Ver-
ständlichkeit gut.
Zu
gez. Zierep, Hafenmeister,
47. Blexen,.
Zu 1. Geteilte Meinung. .
Zu 2, Hier in Blexen ist keine Gelegenheit, Erkundigungen darüber einzuziehen.
Zu 4. Nein. ;
Zu 6. Mir ist nichts darüber bekannt,
Zu 7%. Es könnte bei der Blexerhöhe noch eine Signalstelle errichtet werden, weil unter Blexen
viele kleine Schiffe ankern, die das Signal in Geestemünde schwer sehen können.
gez. A, Peters. Lotsenkommandeur.
48. Aarösund.
Zu 1. Daß es hier nicht notwendig erscheint, andere Vorkehrungen zu treffen.
Zu 3. Die Sturmwarnungen werden von den Schiffern und Fischern fortwährend beachtet, und
daher wird Vorsicht angewandt,
Zu 3. Bei Ankunft der Depeschen werden diese sofort abgeschrieben und in dem dazu bestimmten
Kasten ausgehängt, wo die Schiffer und Fischer passieren müssen,
Zu 4. Nein.
Zu 5, Zwischen 9 und 10 Uhr abends.
Zu 6. Kann nicht nachgewiesen werden.
Zu 7. Scheint hier vollauf zu genügen.
gez. Matthiessen, Hafenmeister und Signalist,
49. Flensburg.
Zu 1. Die Küstenbevölkerung, Fischer, Schiffer und die Reeder der hier verkehrenden Schiffe
halten die Einrichtung für durchaus praktisch.
Zu 3. Die Warnungen werden beachtet, indem die Schiffe, auch wenn hier im Hafen keine An-
zeichen eines Sturmes sichtbar sind, sich auf schweres Wetter einrichten oder sogar liegen
bleiben, um besseres Wetter abzuwarten.
Zu 3. Die Warnungen werden an einem geeigneten Orte an der Schiffbrücke sofort nach ihrem
Eintreffen ausgehängt und durch das vorgeschriebene Signal gekennzeichnet. "af
Zu 4. Die Zeitungen erhalten durch Boten oder Telephon die Warnung und veröffentlichen sie.
Zu 5... Die Warnungen treffen etwa eine Stunde nach ihrer Ausgabe hier ein.
Zu 6.. Nein.
Zu 7. Anderungen sind nicht erforderlich.
50. Ellerbeck.
yez, A, Hüser.
Zu 1. Dasselbe ist eine sehr segensreiche Einrichtung.
Zu 2. Dieselben werden von den Fischern beachtet, indem sie ihre Ausfahrt darnach einrichten.
Zu 4. Nein,
Zu &, Am nächsten Morgen.
Zu 6. Nicht nachzuweisen, jedoch anzunehmen.
Zu 7. Bei der Neueinrichtung in der Fischeransiedlung wäre wenigstens das Aufrichten einer
Signallaterne von großem Nutzen. .
Ellerbeck-Sturmsignalstelle.
51. Friedrichsort.
Zu
Zu
Al
1. Man hat eingesehen, daß etwa 80 v. H. der durch die Sturmwarnungen vorausgesagten
Stürme eintreffen, allerdings ist auch vielfach die Meinung verbreitet, daß die Sturmwarnungen
öfter erst nach dem Eintreten der Stürme hier anlangen.
23. Die Sturmwarnungssignale werden. von Angehörigen der Kaiserlichen Marine und besonders
von Führern der Segelschiffe heute viel mehr als vor 16 Jahren beachtet, und wiederholt habe
ich gehört, daß durch den Kaiser Wilhelm-Kanal kommende Segelschiffe nicht in See gingen,
wenn ein Sturmsignal gehißt war. Dagegen scheinen die Möltenorter und Ellerbecker Fischer
zich noch immer wenig um die Sturmwarnungen zu kümmern..
3. Sofort nach Eintreffen des Sturmwarnungstelegramms wird das Signal gehißt und das
Telegramm in dem Kasten am Postgebäude — neben den Bekanntmachnngen des Standesamts,
des Amts- und Ortsvorstehers — ausgehängt. Auch durch mündliche Mitteilung sorge ich für
möglichste Verbreitung der Sturmwarnungen, Auf meine Bitte sind in den Kajüten der auf
dem Hafen verkehrenden Passagierdampfer und an der hiesigen Landungsbrücke Tafeln mit
Abbildungen der Sturmsignale angebracht.