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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1905.
U. Juli 1902 bis 30. Juni 1903.
Anzahl
der Schiffs-
unfälle
Küstengebiet
Gerettete
Personen
Um-
gekommene
Personen
Wert der
yeborgenen
Ladung
in Dollars
Wert der
verlorenen
Ladung
in Dollars
7
Maine und New Hamp-
shire . . . . 4.
Massachusetts. . . .
Rhode Island und Fishers
Island . ... .
Long Island . . .. |
New Jersey . . . . |
Kap Henlopen bis Kap
Charles . . . +. «4
Kap Henry bis Kap Fear:
Süd-Karolina, Georgia und
Ost-Florida . . . .
Golf-Küste. . . . ..
Erie- und Ontario-Seen .
Huron- und Superior-Seen
Michigan-See . . . .
Küste des Stillen Ozeans .
2
n
63
‚60
572
384
590 330
9.10 670
189 445
118 370
12
45
50
71
204
2397
21 065
647 740
302 620
52510
25 455
249 765
I
'
8
35
31
173
631
189 280
760 695
63 630
132 625
’
10 30
19 82
57 335
62 319
107 520
33 465
12.315 6175
72 030 170
746 060 146 840
453 940 58 045
160 145 43 855
885 155 82 220
|
1
| 7882045 | 1169105
G. Tietz.
Kleinere Mitteilungen.
1. Sturmwarnungen in Norwegen. Die in »Ann. d. Hydr. usw.« 1904,
S. 150 als bevorstehend bezeichnete Reorganisation des norwegischen Sturm-
warnungswesens hat sich vollzogen.
Zentralstelle, von der aus die Sturmwarnungen für die ganze Küste bis
Bodö erlassen werden, ist die meteorologische Station in Bergen. Die nörd-
licheren Küsten können nicht mit Erfolg gewarnt werden. Die Zentralstelle
steht während des ganzen Tages ununterbrochen im Dienst, so daß, wenn
auch immer die Wetterlage die Frage einer Warnung aufwirft, stets darüber
entschieden werden kann.
Außer den regelmäßigen Vormittagsdepeschen einer größeren Anzahl in-
und ausländischer Stationen und den Depeschen der Beobachtungen um 2h N
von drei norwegischen und einer britischen Station bedient man sich in
bedeutendem Umfange der Anfragen an die inländischen Beobachtungsstellen
durch Telegramme mit bezahlter Antwort, um über die Wetterlage sich zu
unterrichten, wenn dieselbe auch in geringem Grade gefahrdrohend erscheint.
Die Antworten gehen in einer halben bis einer Stunde bei der Zentralstelle
ein. Auf diesbezügliche Anfrage teilt Meteorological Office London die
Mittagsbeobachtungen von drei britischen Stationen mit,
Unter diesen Verhältnissen werden Sturmwarnungen zu jeder Zeit des
Tages erlassen, doch in Rücksicht auf den Dienst der vielen kleineren Tele-
graphenämter selten später als 61/4 N.
Die Sturmwarnungen ergehen an mehrere hundert Orte der Küste, von
der schwedischen Grenze bis Bodö. Ausgenommen sind nur die Fjordgegenden
im westlichen Norwegen, wo die hohen Gebirge oft besondere Windverhältnisse
hervorrufen, Die Warnungsdepesche wird an den Telegraphen- und Telephon-
ämtern ausgehängt und Abschriften den Hafenmeistern und einzelnen anderen
Personen kostenfrei zugestellt.
An 22 Stationen werden am Tage Körpersignale gehißt. Die Signal-
stellen sind jedoch verschieden mit Signalkörpern ausgerüstet und zwar:
Ball und zwei Kegel (Bedeutung wie die Signale des deutschen Sturm-
warnungswesens):
Torgauten-Leuchtturm (59° 9/ N-Br., 10° 50’ O-Lg.), Faerder-Lecht-Tm.,
Oxö-Leht-Tm., Lister-Lcht-Tm. (58° 6’ N-Br., 6° 34’ O-Lg.), Frederiksstad,
Kristiansand S, Egersund, Stavanger, Bergen, Florö, Trondhjem.