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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

538 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1905. 
meteorologische Beobachtungen vorliegen, geben ein ungefähres Vergleichs- 
bild mit dem diesjährigen. 
1899 Maximum 9.6°, Minimum — 7.5°, mittlere Tagestemperatur 
1900 5.29, 11.09, 
1901 MS, 8,79, 
1902 -, 8.47, 
1903 PO 
1904 
1905 
„CC 
Die mittlere Bewölkung des Himmels machte 4.3 Zehntel aus, sie war 
in der zweiten Monatshälfte größer als in der ersten; es wurden 9 heitere 
und 4 trübe Tage gezählt. 
“Mit der Bewölkung nahm auch die Feuchtigkeit der Luft gegen Mitte 
des Monats allmählich zu und erreichte im Durchschnitt 82°, für Januar ein 
verhältnismäßig hoher Wert. 
An 2 Tagen im Monat fiel Regen (11.3 mm) und an 2 weiteren Tagen 
Schnee (7.9 mm), zusammen 19,2 mm Niederschlag. 
Der Schneefall setzte am 25. um 3% 30 N, bei NNO-Wind ein und 
hörte erst gegen Mittag des 26. auf. Stellenweise hatten sich durch den 
starken Wind hohe Schneewehen gebildet, welche den Verkehr nicht un- 
bedeutend hinderten. Infolge des anhaltend kalten Wetters blieb der Schnee 
selbst an den von der Sonne beschienenen Stellen längere Zeit liegen, 
Die letzte größere Schneemenge in den Vorjahren war am 1. März 1900 
bei schwachem nördlichen Winde gefallen; die damals gemessene Schneedecke 
hatte eine Höhe von 61 mm und lieferte in geschmolzenem Zustande 4.8 mm 
Wasser. Ein Messen der Schneedecke beim diesjährigen Schnee war des 
starken Windes wegen nicht möglich; nimmt man jedoch an, daß die Dichte 
der Schneeschicht beide Male gleich war, so würde sich für den diesjährigen 
Schneefall eine Höhe von rund 100 mm ergeben. 
Die Winde, in den ersten zwei Dritteln des Monats schwach und haupt- 
sächlich aus südlichen Richtungen wehend, kamen im letzten Drittel, dem 
Winter wieder zu seinem Recht verhelfend, vorzugsweise aus den beiden nörd- 
lichen Quadranten und zeigten durchweg stürmischen Charakter, Nach der 
Beaufort-Skala betrug die mittlere Windstärke im Monat 2.2, 
An stärkeren Winden wurden beobachtet am 24. NNO Stärke 6, am 25. 
N Stärke 6, am 26. NW Stärke 6 und WNW Stärke 7, am 27. WNW Stärke 7, 
am 28. NW Stärke 6 und WNW Stärke 6 und am 29. NW Stärke 7. 
Februar 1905. Die im letzten Drittel des vorigen Monats eingetretene 
Kälte hielt auch im ersten Drittel des Februar an; selbst das Maximum der 
Temperatur blieb stets einige Grade unter dem Gefrierpunkt; das Minimum- 
thermometer zeigte während dieser Zeit in der Nacht bzw. an frühen Morgen- 
stunden durchschnittlich —- 7.2°. Vom Anfang des zweiten Monatsdrittels ging 
dann die Temperatur infolge der häufiger auftretenden südlichen Winde 
langsam in die Höhe. Immerhin gehörte der diesjährige Februar mit einer 
Durchschnittstemperatur von — 1.6°, einem Maximum von 6.6° und einem 
Minimum von — 8.6° zu den kältesten Monaten gleichen Namens in der bis- 
herigen Beobachtungsreihe. Es kamen 26 Frosttage zur Auszählung, hiervon 
waren 10 sogenannte Eistage; letztere gehörten, eine ununterbrochene Reihe 
bildend, sämtlich der 1, Dekade des Monats an. 
Die zum Teil recht großen Abweichungen in bezug auf die Temperatur- 
verhältnisse des Monats mag folgende Zusammenstellung veranschaulichen. 
Es wurde beobachtet: 
1899 Maximum 12.4°, Minimum — 6.1°, mittlere Tagestemperatur 
1900 4,39, 7,50, 
‚901 1,69, 0.22, 
1902 380); 410, 
1903 1,59, 6,50, 
1904 10.69, 6,09, 
‚905 6.6° 8.69,
	        
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