Kleinere Mitteilungen,
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weise als ein Ostwindmonat im Englischen Kanal und in den benachbarten
Gewässern gilt, erscheint es vorteilhafter, den Weg durch den Kanal zu
nehmen, sofern man nicht in der Lage ist, die Änderungen des Windes, die
an Schiff und Besatzung auf dem Wege Nord um Schottland große An-
forderungen stellen, voll ausnutzen zu können. Recke.
5. Orkanartiger Nordost-Monsun vor Aden. Daß der Südwest-Monsun
im Arabischen Meere, wenn er ganz zum Durchbruch gekommen ist, mit der
Stärke eines Sturmes oder starken Sturmes weht, ist häufig und bekannt;
seltener ist das Auffrischen des Nordost-Monsuns zu der Stärke eines schweren
Sturmes, wie es der Dampfer »Prinzess Alice«, Kapt. P. Wettin, am 28, und
29. Januar 1905 auf der Fahrt von Perim nach Aden erfuhr. Das meteoro-
logische Tagebuch enthält darüber folgende Angaben:
Datum
Zeit
Ort
N-Br. | O-Le.
Wind
Luftdruck
Wetter
Seegang
am
Östl. 1
Ss 12
SSO 2/4
bei Perim OO 5/7
O0 78
'9hN. | 12.4 | 44.1 ONO 8/9
ahV, | 12.6 | 48] O0 9/11
. $ShV. | in Aden OÖ 10
© = einzelne Wolken, o = bedeckter Himmel, u == drohende Luft, q = böig.
Bemerkungen: 4h N. Drohende Luft. Zunehmende See und Wind. — Sh N. Ziemlich
xrobe See, Schiff arbeitet schwer. — 12h N, Grobe See. — 4h V, Hohe See und lange Ostdünung,
Änkunft in Aden 6h 45min V, Die Luftwärme hielt sich während der ganzen Zeit zwischen 23.2°
und 24,8° C., die Wasserwärme zwischen 23.6° und 24,8° €,
6. Urteil eines Segelschiffsführers über Schreibbarometer.‘) Kapitän
E. Zander vom Schulschiff »Herzogin Sophie Charlotte« schreibt in seinem
meteorologischen Tagebuche während einer Reise von Sydney nach Bremen:
‚Das Schreibbarometer ist ein äußerst nützliches Instrument, es erleichtert
die .Wetterprognose außerordentlich, und man kann seine Warnungen nie
übersehen; es sollte auf keinem Segelschiffe fehlen.« Kapitän Zander machte
diese Bemerkung auf Grund einer Depression, deren Lage er aus den Auf-
zeichnungen des Instruments rechtzeitig erkannte,
Am 19. II, 1905 befand sich die »Herzogin Sophie Charlotte« in 50° S-Br.
und 51° W-Lg. und hatte folgende Beobachtungen:
Datum] Zeit |
Östl. 0/1
Ss 12
Wind \Luftdr.
mm
1905
‚9. 111.
Mittag 149° 54/5 50° 55’ W|N 70°0 | 18
885° 0| 4
Nı7o 12
x ı3owl21|
N 3500 [a2
Nördl. 1—0
NNO 2—3
746.6
2h Regenschauer aus NNO.
Wind unbeständig in Rich-
tung und Stärke.
Bis 7b 40min unverändert.
7h 40min Stille.
Wind NW springend und
auffrischend,
robe WN W-Dünung, Zeit-
weilig heftige Böen aus
W (9).
4b N.
sh N.
Mittern.
Östl. 3
O—N 4
NW 0—1
WNW 7—8
742.2
735.7
736.1
735.9
20. HT} Ah V.
wa4800 135
NW 6—8
SW 8—4
734.1
Anfangs einige Regenböen,
Wind um 3h 30min ab-
flauend(4) und SW holend.
Hohe wilde See u. Dünung.
Brauchten Ol.
Hohe W Dünung. Schiff
nimmt anhaltend Sturz-
seen über Deck u. Luken.
nV. |
N 48°0 135
1800/23
N85°0 123
SWzZW 9
SW 9
741.5
Mittag
| 470 32
A479 407
147.2
Vgl. guch #Ann, d. Hydr. ete.« 1900, S. 370.