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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Kleinere Mitteilungen, 
519 
Die Königlich Meteorologische Zentralanstalt in Stockholm versendet 
ihre Sturmwarnungstelegramme mit der Angabe des zu hissenden Signales bis 
spätestens 1% N. an alle Sturmwarnungsstellen, bei denen im Umkreis von etwa 
50 Sm das zu erwartende Unwetter voraussichtlich eintreten wird. Die Tele- 
gramme werden öffentlich ausgehängt und um 10% V, des nächsten Tages von 
dem Signalisten entfernt. Die mit Signalmast ausgerüsteten Stationen hissen 
das betreffende Signal sofort nach Empfang des Telegramms und entfernen 
es bei Anbruch der Dunkelheit. Nacht-Sturmsignale durch Laternen werden 
nicht gezeigt. Einige an exponierten Küstenpunkten oder auf Inseln liegende 
Sturmwarnungsstellen sind mit der Zentralstelle telegraphisch verbunden und 
angewiesen, jedes nicht vorher von dieser angezeigte Auffrischen des Windes 
über Stärke 6 unverzüglich zu melden. Besonders wichtige Stationen sind 
mit Tagebüchern ausgerüstet, in welche die Signalisten genaue Eintragungen 
zu machen haben über die Zeit des Einsetzens der größten Windstärke, Ver- 
Jauf des Sturmes, dessen Begleiterscheinungen, Seegang usw. und die ausgefüllt 
monatlich der Zentralanstalt einzureichen sind. Hinsichtlich ihrer Ausrüstung 
zerfallen die bis jetzt bestehenden 28 Sturmwarnungsstellen in 4 Klassen, die 
je nach ihrer Bedeutung für die Schiffahrt ausgerüstet sind entweder: ; 
a) Mit Sturmwarnungskasten. ; ; 
b) Mit Signalmast und Sturmwarnungskasten, 
c) Mit Sturmwarnungskasten und Telegrammen an die Zentralanstalt. 
d) Mit Signalmast, Sturmwarnungskasten und Telegrammen an die 
Zentralanstalt, | 
Die Namen der Stationen sind, von Norden nach Süden gezählt: 
Ort 
® 
2 
) Ausrüstung 
Ort | 
7. 
2 
Ausrüstung 
Längedrag ...-.. 57° E ] wie unter a 
Varberg. ...... 57° 512°151 « « d 
Morup Tänge. . .. 56° 55'120 22’ » b 
Falkenberg . ... .:56° 54'120 30 « 2 
Halmstad . ..... 56° 40/112° 52’ desg]. 
Torekov......, 536° 25'/12° 38’| wie unter b 
Mölle ......,. 36°17/112° 30 < a 
Högonäs ...... 56° 12'120 33’ desgl, 
Hälsingborg .... 56° 312° 42'[ wie unter d 
RA 2 1.0..4, + 56° 012045 «a 
Borstahusen. . . . . 55° 54’ 12° 49 desgl. 
Malmö .......155°37//13° 01 desgl. 
Limhamn..... BE 35/1129 Ü desgl. 
Skanör ......./55°25'112° 51’| wie unter c 
Windsignale am den dänischen Küsten. 
Dänemark hat seine, in den »Ann, d. Hydr. etc.« 1904, Heft XIT, S. 589, 
mitgeteilten fünf Sturmwarnungsstellen um die drei Stationen Kopenhagen, 
Helsingör und Skagen vermehrt und beabsichtigt jetzt seinen Sturm- 
warnungsdienst durch Einführung besonderer Windmeldestellen, vorläufig 
probeweise zu erweitern. Die 6 Leuchtfeuerstationen in Skagen, Hanstholm, 
Fornaes, Blaavandshuk, Gedser und Hammeren haben den Auftrag erhalten, 
jedes Auffrischen des Windes über Stärke 6 nach Beaufort, sofort zu- 
nächst allen Sturmwarnungsstellen mitzuteilen. Die letzteren hissen dann, 
nach Eingang einer Windmeldung von einer oder mehreren Windmelde- 
stationen, Flaggen, durch deren Färbung die betreffenden Windmeldestellen, 
und durch deren Form die gemeldeten Windstärken bezeichnet werden, Die 
Farben für die einzelnen Windmeldestellen sind: Skagen — grün, Hanstholm — 
blau, Blaavandshuk — schwarz, Fornaes— rot, Gedser — gelb und Hammeren — 
weiß, Ist die gehißte Flagge dabei eine kurze Splittflagge, so zeigt dies 
Windstärke 7, 8 oder 9 nach Beaufort an, eine längere dreieckige Flagge in 
einer der Farben bedeutet Windstärke 10, 11 oder 12 am Aufgabeorte des 
Telegrammes. Die Flaggen werden im Topp des Signalmastes gesetzt. Da 
der Staatstelegraph in der Nacht nicht tätig ist, können die Flaggensignale
	        
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