1894 bis 1903
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Monatsmittel der Temperatur ..
Summe der Temperaturanomalien
Monatsmittel der Temperatur ..
Summe der Temperaturanomalien
Kleinere Mitteilungen.
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= SS 1x a
= | 8 33|3|33
= E sl si = £ | S S S
E13 2) El) 8 3217 212/85 /|85314
z © SS = = al S S
SE IE |< 3 51/51 SI IA
Marsdiep (Helder)
3.2) 2.8] 4.6] 7.6| 10.9! 15.1} 17.2] 17.7/ 15.81 12.11 8.6| 5.1] 10.0
we u 9 ca ee eo) So 7 7 5 9613. 8.9
Zuidersee
1.7| 1.9] 4.6|- 8.8| 12.7| 17.1| 18.7] 17.8| 15.4/ 10.5/ 6.1] 2.7] 9.8
u 2 vol co Go so 5 95 w ee 2 132] 9.8
Beigefügt ist die Summe der Temperaturanomalien, d.h. die Summe der
Differenzen der Monatsmittel der einzelnen Jahre gegen das darüberstehende
Gesamtmonatsmittel (die Differenzen ohne Vorzeichen!). Man erkennt. daraus,
daß im Mai und Oktober bzw. September und Oktober die beobachteten
Wassertemperaturen am wenigsten, im Dezember bis Februar am meisten vom
normalen Gang abzuweichen pflegen. Aus den Temperaturbeobachtungen
zeigt sich, daß der Wärmegang der Zuidersee größere Differenz der Extrem-
temperaturen und größere Anomalien besitzt als der Helder.,
Der Salzgehalt bei dem Marsdiep war im dJahresmittel 30.2 %/,, die
mittleren Jahresextreme 29.4 im April und 30.7 %,, im Juli und August. Der
Gang ist ein sehr regelmäßiger mit einem wohl ausgebildeten‘ sich von Mitte
Mai bis Mitte Oktober fast konstant haltenden Maximum. Wesentlich anders
liegen die Verhältnisse für die Zuidersee, Hier hat die im Südwesten ge-
legene Station Marken den relativ höchsten Wert mit 10.1 %/,., dann folgt die
ziemlich frei liegende Insel Urk mit 9.7 %/,0, während Lemmer am Nordwest-
rand nur 5.9 %,, aufweist. Die Schwankungen der beiden küstennahen Beob-
achtungsorte Marken und Lemmer sind recht beträchtlich (von 8.8 bis 11.7 %%
bzw. von 5,0 bis 8.2 %/5), während die Zahlen bei Urk zwischen 9.1 und 10,2%
liegen. Bei den beiden Küstenstationen haben wir einmal das Maximum im
Winter (Marken) einmal. im Sommer (Lemmer); Urk ergibt. zwei schwache
Maxima zu Beginn und Ende des Winters mit einem Teilminimum dazwischen
in der letzten Hälfte des Dezember. Dr. C. Forch-Darmstadt.
2. Die beim Gefrieren von Seewasser eintretende Veränderung in
dessen Zusammensetzung. Während Eis, das langsam aus sehr verdünnten
Salzlösungen ausgefriert, so rein ist, daß man durch Gefrierenlassen ein zu
elektrischen Leitfähigkeitsbestimmungen vollkommen brauchbares Wasser er-
hält (Nernst), zeigt das aus dem Meerwasser entstehende Seewasser stets
einen Salzgehalt. Dieser ist abhängig von der Temperatur, bei welcher sich
das Eis gebildet hat, oder mit anderen Worten von der Geschwindigkeit, .mit
der es sich bildet. Aber nicht nur der Gesamt-Salzgehalt ist verschieden,
auch das Verhältnis der einzelnen Salze zueinander ist wechselnd mit der
Entstehungstemperatur, Hierüber liegen Versuche von W, E. Ringer‘) vor.
Er ließ Seewasser bei konstanten Außentemperaturen zwischen —5° und — 30°
teilweise gefrieren und untersuchte die Zusammensetzung der festgewordenen
und flüssig gebliebenen Anteile getrennt. Während im Ausgangsseewasser
das Verhältnis von SO, zu Cl 0,113 war, nahm es im Eis mit abnehmender
Bildungstemperatur stark zu, im zurückbleibenden Wasser entsprechend ab.
Während das bei —5° sich bildende Eis etwa nur !/, bis 1/, des Cl-Gehaltes
des ursprünglichen Seewassers hatte, wies das bei —23° entstandene fast Ha,
das bei —30° sogar fast die Hälfte (!%/,.) auf. SO, im Eis war wesentlich
als Na, SO, ausgefallen, und zwar hauptsächlich bei Temperaturen von —8,2°
bis — 15°. Dr. C. Forch-Darmstadt.
Y In: Jaarboek van het Rijksinstitut voor het Onderzoek der Zee. Helder. 1903. S. 42 bis 51