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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

506 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1905. 
vom 80. Meridian, wo die Indienfahrer von der Australroute abzweigen, wieder 
auseinander. So kommt es, daß für manche Schnittpunkte keine Werte zu be- 
rechnen sind und wir uns mit einer unterbrochenen Kurve zufrieden geben müssen. 
Einen unregelmäßigen Verlauf der Temperaturverteilung an der Ober- 
fläche, bei dem allerdings die Schwankungen und Abweichungen keine erheb- 
lichen Werte annehmen, finden wir im Jahre 1901. Februar und August sind 
etwas zu kalt, Mai und November aber normal oder zu warm. Das Maximum 
der Abweichung — 1,8° findet sich im Februar in der Region zwischen Crozet- 
und Kerguelen-Inseln. 
Auch der Beginn des Jahres 1902 zeigt einen zu kalten Sommer, in 
dem besonders die Kältezone südlich vom 40, Breitengrade stark ausgeprägt 
ist. Es finden sich Abweichungen von fast 2°. Wie schon Schnitt I und Ia, 
zeigen uns auch II und III die auffällige Tatsache, daß der Mai 1902 ein 
normales Gepräge besitzt, während doch sonst in diesem Jahre die Temperatur- 
verteilung höchst ungleichmäßig ist. In diesem Herbst bleiben jedoch die 
größten Abweichungen unter -+ 0.3°, Die normale Temperaturverteilung ist 
dann auch nicht von langer Dauer, denn schon der August zeigt überall wieder 
große negative Abweichungen, die sich im November teilweise noch verstärken, 
Wichen die für die beiden letzten Terminmonate des Jahres 1902 ge- 
fundenen Werte stark von den Mittelwerten ab, so haben wir eine bedeutende 
Steigerung dieser Abweichungen im Februar, dem südlichen Sommer 19038. Die 
Werte, die überhaupt das Maxi- 
mum der Abweichung darstellen, 
sind für Schnitt II — 3.6° und 
1.9°, für Schnitt II —2.0°. Zu 
kalt ist auch der Mai, besonders 
südlich vom 40. Breitengrade. In 
dieser Gegend findet sich auch 
im August ein Wärmedefizit von 
über 1°, ein Wert, der an anderen 
Stellen nicht mehr erreicht wird, 
Mit einem im mittleren Gebiete 
normalen November schließt dann 
das letzte Berichtsjahr ab. 
ec) Schnitt IV. Es erübrigt 
sich noch, Schnitt IV in 110°O-Lg. 
(Fig. IV) zu besprechen. Die Ab- 
weichungen vom normalen Mittel 
sind sehr gering, ein einziges Mal 
über + 1°C., und gehen aus der 
Kurvenskizze und Tabelle zur 
Genüge hervor. 
Schnitt IV. 110° O-Le. 
110° O-Le. 
1901 | 1902 | 1903 
u y va av ex av va xE 
359 S-Br. 
Normalwert. .... ‚] 
Beobachteter Wert. .! 
186° 16,5: 45 | 15.3 
12.71 16.0 14.2 15.4 
[8.6 16,3 147 | 15,3 
ISO! 165 143 159 
18.6 165 147 | 15,3 
18,5 175 13,8 | 158 
0.1 LO --0.9 | 05 
A 
— 0.9: — 0.5 —0.3 ' A411 
— 0.6 -L02 04 | 0.6 
409 S-Br. 
Normalwert . ..... 
Beobachteter Wert. . 
I I 
LS 13.0 10,9 | 11.1] 148 18.0. 109! 113 
14,5: 11.8 10.6 1131 138 183.21 10.9 11,8 
18’ 13.0 109 | 11.1 
13.1. 11.2 1 16,85 
\-LO1 403 | — 03 
A —- 
0.321.203 1 4).2 
1.002 40 1|-410.7 
459 S-Br. 
Normalwert. .... } 
Beobachteter Wert. . 
10.3 9.8! 
10.01 78,9) 
— 021 09° 
Sal 95] 103° 98 83 
7 "99 
9.5 
10.3; 98° 83 | 95 
10.11 90 78 | 86 
ı —22 08 —05 | —0,9 
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