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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1905. 
Tabelle L 
Termin 
1001 
902 
1903 
Summe 
Februar .....- 
Mai. .000.000. 4 
August ........ 
November ..... 
663 1033 559 
467 656 1114 
557 669 1034 
1091 848 ; 1024 
2255 
2237 
2260 
2063 
Summe ...] 2778 3206 | 3531 | 
90715 
Auf ein Zweigradfeld kamen für den Terminmonat etwa 5 Beobachtungen. 
Da die Wassertemperaturen in kürzeren Zeiträumen keinen großenSchwankungen 
unterworfen sind, dürfte diese Zahl, abgesehen natürlich von Gebieten, in 
denen nachweisbar größere Sprünge vorkommen, wie z, B. in der Gegend 
südlich vom Kap der guten Hoffnung, im allgemeinen genügen. Ein Beispiel 
möge es zeigen. 
Im November 1902 lagen für das Zweigradfeld 34/35° S-Br., 114/115° O-Lg. 
von 4 Schiffen folgende 6 Beobachtungen vor: 
17.6°; 17,3°; 17.3° 18.2°; 18.2° 112% 
Die von den einzelnen Schiffen gefundenen Mittelwerte sind: 
17.6”, 17.3°, 17.79, 17.79, 
das Gesamtmittel ist 17.6°. 
Wenn also nur die Beobachtungen eines Schiffes vorgelegen hätten, so wären 
die jedesmaligen Fehler 
+ 0°, — 0.37, + 0.1°, + 0.1° 
gewesen. Ergaben sich dagegen für Felder, für die nur wenige Beobachtungen 
vorlagen, unwahrscheinliche Werte, so wurden sie, wie weiter unten ausgeführt, 
korrigiert oder interpoliert. 
3. Verwertung des Materials. Von der Voraussetzug ausgehend, daß 
erstens die Oberflächentemperatur jedes Ortes der Fläche mit der Temperatur 
der Fläche selbst übereinstimmt, und zweitens, daß gerade die Beobachtungen, 
die an verschiedenen Punkten der Fläche und zu verschiedenen Zeiten gemacht 
werden, sich zur Bestimmung der Mittelwerte der Fläche eignen,!) wurden für 
Zweigrad-Felder für jeden Monat jedes Jahres die Mittelwerte gebildet. Die 
Zahlen gelten für die Mitte des Zweigrad-Feldes und des betreffenden Monats. 
Bei der graphischen Verwertung wurde allerdings die Örtlichkeit der Beob- 
achtungen noch näher berücksichtigt. So z. B., wenn nur für die beiden 
nördlichen oder südlichen Felder des Zweigrad-Feldes Beobachtungen vor- 
lagen. Für Felder in denen keine Beobachtungen für den betreffenden Monat 
vorlagen, wurden nach Möglichkeit Werte interpoliert. Dies geschah auf 
zwei Weisen, rechnerisch und graphisch. Rechnerisch, indem für einzelne Zwei- 
grad-Felder aus den Mittelwerten für den voraufgehenden und den folgenden 
Monat für den Terminmonat Werte berechnet wurden, graphisch, indem für 
größere Gebiete die Isothermen für die beiden Monate gezeichnet und daraus 
die mittleren Isothermen für den dazwischen liegenden Monat gewonnen 
wurden. Auch unrichtig scheinende Werte der Terminmonate — durch ein- 
zelne aus irgend welchen Gründen anormale Beobachtungen erhält man solche 
— wurden auf diese Weise korrigiert, Besondere Schwierigkeit machte die 
Behandlung des Mischwassergebietes,*) wo die große Westwinddrift und die 
warme Agulhasströmung zusammentreffen.’) Die sprungweise Änderung der 
Temperatur, die auch nach Bildung der Mittelwerte teilweise bis zu 37 C, aus- 
machte, mußte nach Möglichkeit ausgeglichen werden. Nur wenn die be- 
i) Meinardus, a. a. O. Zeitsch. d. Ges. f. Erdk. 1594. 
Siehe G. Schott in Deutsche Tiefseeexpedition Bd. I. Anmerkung S. 130. 
3) G&. Schott. Wissenschaftl. Ergebnisse einer Forschungsreise zur See in den Jahren 
1S91 bis 1892. Pet. Mitt. Erg.-Heft 109. 5. 58ff.
	        
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