Kleinere Mitteilungen.
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eidechsen, Schlangen und Schildkröten gegriffen. Ein . beliebtes Revier für
diese Jagd bildete die zwischen dem Lande und der Ankerkette von dem
Bug des Schiffes festgehaltene schwimmende Insel, die durch dauerndes An-
treiben von Cameloten einen. derartigen Festigkeitsgrad erlangt hatte, daß
ein Wagen darauf hätte fahren können,
Wie sehr die Bewohner der Inseln und Flußniederungen durch diese
Überschwemmung gelitten haben, läßt sich daraus schließen, daß bald Vieh-
kadaver, bald das zerfallene Dach eines Hauses, bald ein Schrank, Tisch oder
anderes Hausgerät flußabwärts schwaämm. Leute auf den. Inseln sollen tage-
lang auf Bäumen gesessen haben, ehe sie geborgen werden konnten. Eine
in diesem Rettungsdienst beschäftigte Dampfbarkasse wurde von der »Sicilia«
mit Kohlen versorgt. a
Bemerkenswert bei dieser Überschwemmung ist, daß die bedeutend ver-
mehrten Wassermassen des Parana auf den Spiegel des La Platastromes nicht
den geringsten Einfluß hatten... Während der Parana wochenlang einen 3 m
höheren Wasserstand hatte, blieb bei der Martin Garcia-Barre, eben unterhalb
des Zusammenflusses des Parana mit dem Uruguai, die Höhe des Wasser-
standes genau so abhängig von den Winden wie vorher,
Schubart, Kapt. des D. »Sieilia«.
3. Über die Berechnung der‘ Koeffizienten der Deviationsformel
aus gegebenen Beobachtungen handelt Herr F. Lauffer in einem Aufsatze
über die »Ermittelung der Deviations-Konstanten auf graphischem Wege« in
den »Mitteilungen aus dem'Gebiete des Seewesen«, Heft III, 1905. Die Ab-
handlung schließt an eine frühere - Arbeit desselben Verfassers in den
»Mitteilungen«!) und eine solche in den »Ann. d. Hydr. etc.«”) an, in denen
der Versuch gemacht wird, die Deviationstheorie auf Grund von Kraftlinien-
betrachtungen darzustellen,
Zu einer Besprechung der Laufferschen Arbeiten angeregt, möchte ich
mich auf eine Kritik der Behauptungen beschränken, die der Verfasser über
die Berechnung der Koeffizienten der‘ Deviationsformel aufstellt..
Der Verfasser gelangt durch seine Untersuchung zu dem sonderbaren
Schluß: »Die Koeffizienten B und C ergeben sich richtig aus der graphi-
schen Konstruktion, brauchbar aus den Interkardinal-Kursen allein. Die
harmonische Analyse und die Kardinal-Kurse geben ohne weitere Rechnung
recht fehlerhafte Resultate« und bei dem zweiten Beispiel »Die graphi-
sche Analyse und die Interkardinalkurse geben gute Werte, weniger genau
ist die harmonische Analyse, ungenau die Bestimmung aus den Kardinal-
Kursen. « ;
Wie war es möglich, daß der Verfasser zu solchen Resultaten gelangte?
Der Verfasser geht aus von der Gleichung
sind — Ycosd + Bsinf + CcosF + Dsin(£ +) + € cos ($ 4 8”).
Er denkt sich — zunächst unter der Voraussetzung N=0 und C=0 — die
Ablenkung in ein Deviationsdiagramm eingetragen und zieht in diesem
Diagramm die geraden Linien, für die .
EEE =n-180° oder 2+68 = n-180°
oder Y = n- 90° — 3
ist, wo n eine der Zahlen 0, 1, 2, 3 bedeutet, In den Schnittpunkten dieser
Linien mit der Deviationskurve ist
sind — BsinE + Koos .
Die so erhaltenen Punkte sind »frei von quadrantaler Deviation« und müssen,
wie der Verfasser meint, durch eine Sinuslinie verbunden werden, . Er gibt
an, wie man die in der Nähe der Kurse N und O liegenden Stücke dieser
') Mitteilungen etc, 1904, Heft X.
23 Ann. d. Hrvdr. ete. 1905. &. 66 bis 77