Mecking, L.: Die Strömungen am Eingang der Fundy-Bai. 455
Nur an den zwei Stationen N und B sind die Unregelmäßigkeiten so groß,
daß die Zahl der Beobachtungen für Ableitung eines guten Mittelwertes noch
zu klein ist.
Zeit des Stillwassers. Als wahre Zeit des Stillwassers wurde das
Mittel angenommen, welches man erhält aus den beiden um 10 bis 15 Minuten
differierenden Zeitmomenten, zu denen einerseits das Geschwindigkeitsminimum
und anderseits die Richtungsänderung der Strömung konstatiert wurde, In
der hiernach aufgestellten Tabelle des Stillwassers (Tabelle I) an den einzelnen
Tabelle I.
Zeit des Stilhvassers vor oder nach Hoch- und Niedrigwasser
bei St. John.
Station
3
Lurcher shoal
Stillwasser bei Flut
Minuten
150 vor Hochwasser
68
x
nach
x
Stilwasser bei Ebbe
Minuten
195 vor Niedrigwasser
/
nach
A
M
5
»
; vor
ME) »
30 nach
1
‚
5
vor
nach
Stationen sind die Tiden der Stationen alle der Zeit nach auf St. John
bezogen, das für den ganzen Bereich westlich von Cap Sable, wo die Tiden
den Fundy-Baitypus annehmen, am passendsten ist, während sie östlich‘ von
Cap Sable vorteilhafter, d. h. mit geringeren zeitlichen Differenzen, an Halifax
angeschlossen werden, wie schon früher aus Registrierbeobachtungen erkannt
worden ist)).
_ Die zeitlichen Variationen in der Stärke der Strömung sind
sehr groß. An der Station C erreichte einmal in der Zeit zwischen Perigäum
und Apogäum die Geschwindigkeit nur die Hälfte des Betrages, den sie zur
Zeit eines Perigäums aufwies. Für die tägliche Ungleichheit wurde einmal
in sechs aufeinanderfolgenden Tidenperioden die Größe von 7°%, gefunden.
Die Variationen im Tidenhub sind auch groß, wie folgende Tabelle II
Tabelle II.
Springtidenhub im Perigäum
Springtidenhub im Apogäum
Springtidenhub im Mittelwert
Nipptidenhub bei mittlerer
Mondentfernung . . . .
5.13 m Ka E
Gl0m Y Diff, 2.08
7.12 m
Diff. 1.89
5.23 m
St. John, N. B.
Cumberland Basin
14.46 m ;
(0:06 m } Diff, 3,80
12.56 m *
Diff. 3.64
$.92 m |
zeigt. An den beiden gewählten Punkten (St. John und Cumberld, B.) ist die
Differenz zwischen dem Springtidenhub im Perigäum und dem im Apogäum
größer als die Differenz zwischen den Tidenhüben der gewöhnlichen Spring-
tide und Nipptide. Diesem vorherrschenden Einfluß der Mondentfernung
unterliegt dort auch die Stärke der Strömung.
Amn. d. Hrdr. ete.« 1899. S. 182.