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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1905. 
II. Der Verkehr nach und von See ist durch die hamburgischen 
Staatseisbrecher gesichert, die imstande sind, auch bei stärkstem Frost das 
Fahrwasser offen zu halten. 
IV. Zur Hebung der Eisschwierigkeiten am Pagensand dürfte es sich 
empfehlen, die Elbkorrektion bis hierher durchzuführen, wodurch einem leb- 
haften Wunsch der beteiligten Kreise entsprochen werden würde. 
Die Strömungen am Eingang der Fundy-Bai. 
Nach einem kanadischen amtlichen Bericht bearbeitet von Dr. IL. Meeking, 
(Hierzu Tafel 17.) 
Die Reihe der amerikanischen Berichte über die im Laufe der letzten Jahre 
in den kanadischen Gewässern ausgeführten hydrographischen Forschungen!) 
ist um einen neuen Bericht vermehrt worden, welcher die Ergebnisse der 
Untersuchungsfahrten von 1904 behandelt und betitelt ist: W. Bell Dawson, 
The eurrents at the entrance of the bay of Fundy and on the steamship 
routes in its approaches off Southern Nova Scotia. Ottawa 1905. 
Wie dieser Titel erkennen läßt, schließt sich der vorliegende Bericht 
am nächsten an den 1899 erschienenen, von Schott“) bearbeiteten an, welcher 
die »Sprungwelle und Flutgröße im oberen Teil der Fundy-Bai« auf Grund 
der im Sommer 1898 erhaltenen Beobachtungen behandelt, Während aber 
diese nur an selbstregistrierenden Pegeln von verschiedenen, passend aus- 
gewählten Landstationen gewonnen waren, liegen nunmehr Beobachtungeu 
vom Meere selbst vor, die im Sommer 1904 vom verankerten Schiffe aus an 
vierzehn Punkten im Bereich der Fundy-Baimündung ausgeführt worden sind, 
Dieses zum ersten Mal systematisch durchforschte Gebiet ist für die 
Schiffahrt von großer Wichtigkeit, da es von einer Anzahl Dampferrouten 
durchquert wird. 
Beobachtet wurde nur außerhalb der 50 m == Tiefenlinie d.h. in einem 
Küstenabstand von mindestens 4 bis 15 Sm, sodaß also die Strömungen 
zwischen den Inseln und Riffen nicht berücksichtigt wurden, Gegenstände der 
Beobachtung waren die Oberflächenströmung, deren Geschwindigkeit und 
Richtung in 6 m Tiefe festgestellt wurde, und die Tiefenströmung, von der 
ebenfalls Geschwindigkeit und Richtung in 55 m Tiefe ermittelt wurde. Gleich- 
zeitig wurden in St. John am Nordrand der Bai und in Yarmouth die Gezeiten 
registriert. endlich wurden Wassertemperatur, Luftdruck und Wind beobachtet. 
[. Die Oberflächenströmungen: Richtung, Stärke, Zeit des Kenterns. 
Allgemeiner Charakter der Strömungen, Im Gegensatz zu dem 
vorher erforschten Meeresteil südöstlich von Neufundland, wo im allgemeinen 
die Strömung sich aus drei Elementen zusammensetzt,“) haben wir es hier 
bloß mit einem zu tun, Die Strömung hat nämlich nur strengen Gezeiten- 
charakter, und es ist weder das Element einer vorherrschenden Strömungs- 
richtung noch ein Anzeichen von Drehstrem zu erkennen. Die aus einer 
zroßen Zahl von Beobachtungen abgeleiteten Werte von Richtung und Ge- 
schwindigkeit des Ebb- und Flutstroms ersieht man aus der beigegebenen Skizze 
(Tafel 17), auf der sämtliche Stationen verzeichnet sind. Die übereinstimmende 
Tendenz der Strömung, bei Flut buchteinwärts, bei Ebbe buchtauswärts zu 
setzen, tritt darin an allen Punkten scharf hervor. Die Geschwindigkeits- 
angaben beziehen sich auf den mittleren Springtidenhub von 7.2 m bei St. John 9). 
1) Eine kurze Übersicht ist enthalten in der Einleitung zu: Die Strömungen an den süd- 
lichen und südöstlichen Küsten von Neufundland. »Ann, d. Hydr. etc.« 1905, 8. 145. 
°) ‚Ann. d. Hydr. etc.« 1900, S. 181 bis 186. 
\ ‚Ann. d. Hydr. ete.« 1905, S. 145. 
) Die Geschwindigkeit des Tidenstroms ist ja verschieden bei Spring- und Nipptide, d. h. 
je nach dem Tidenhub, muß also zum Zweck der Vergleichbarkeit der Angaben auf einen 
bestimmten Tidenhub bezogen werden. "
	        
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