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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

40 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1905. 
Cuxhaven 1.5°, Hamburg 0.9°, Differenz 0.6°, hierauf beginnen sie zu steigen 
und nähern sich im Februar bis auf 0.3°; von hier ab steigt die Flußwasser- 
kurve schneller und ist im März der Meerwasserkurve um 4° voraus. 
Zum Schluß möge noch eine Übersicht über die größten und kleinsten 
Mitteltemperaturen in den verschiedenen Jahren gegeben werden. 
Monat 
Uktober ... 
November .. 
Dezember .. 
Januar. . 
Februar .. 
März 2... 
Jahr 
Cuxhaven | Hamburg 
Max. ! Min. Max. | Min. 
1591 
1599 | 
1898 
1902 
1902 
1890 
1901 
18599 
1598 | 
1587 
18555 
1596 
18594 
1857 
1802 
1805 
10012 
1855 
(857 
1891 
1802 
1885 
102 
1886 
18595 
LO03 
[556 
1595 
ST 
1852 
[89.1 
1SS58S5 
1NSND 
1888 
Wassertemperatur 
Cuxhaven | Hamburg ) 
Max. :! Min. Max. | Min. 
13,7 
ST 
5.7 
8.9 
45 
x 
12.4 
6 
1.7 
5.2 
3.0 
Ö(Öf 
x 
Lk, 
3.8 
| 2 0. 
Il. Das Eisbrechwesen auf der Unterelbe. 
A. Geschichte des Eisbrechwesens auf der Unterelbe. 
Die ersten Nachrichten über Eisarbeiten, die vom Staate Hamburg 
ausgeführt wurden, haben wir aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts, 
Mit Äxten und Brechstangen eiste man die Pfahlwerke im Hafen los, um zu 
verhüten, daß diese durch die Wucht der durch die Tiden hervorgerufenen 
auf- und abtreibenden Eismassen fortgerissen wurden. 
Seit dem Jahre 1778 wurden in das hamburgische Budget jährlich eine 
Summe für Eisarbeiten eingestellt, die nach den Witterungsverhältnissen ver- 
schieden im höchsten Falle 4498.05 M. erreichten. In geregelte Bahnen wurden 
die Eisarbeiten im Jahre 1839 gelenkt, wo in einer einzigen Nacht (8. bis 
9. Januar) die Gesamtheit der hamburgischen Pfahlwerke zerstört wurde. 
Man untersuchte, durch diesen Schaden angeregt, die Eisverhältnisse, doch 
traute man sich nicht, sofort energische Maßnahmen zu ergreifen, da deren 
Erfolg von den Behörden wie vom Publikum ernstlich bezweifelt wurde, 
Einzelne Männer gingen jedoch unverzagt vor und ihre Erfolge be- 
wirkten, daß man lebhafteres Interesse für die Eisarbeiten bekam und, wenn 
es not tat, Gelder zur Verfügung stellte. Vier Hauptzwecke wurden zu er- 
reichen versucht. 
Sicherung der Deiche und des Landes vor Eisversetzungen und 
Stopfungen, 
Sicherung der Stromkorrektions- und Hafenwerke beim Eisaufbruch 
und Eisgange. 
Den Strom so zu regulieren, daß die beim Eisabgange entstehende 
Strömung sich im Normalprofil des Flusses hält und im Stromstriche das 
Flußbett vertieft. 
Sorge für einen schnellen und geregelten Eisgang zur früheren Er- 
öffnung der Schiffahrt. 
Diese Zwecke versuchte man zu erreichen, indem wie in den vorher- 
gehenden Jahren das Eis zertrümmert wurde; doch geschah dies nach einer 
geregelten Methode. 
Als zu brechendes Eis kam das Eis oberhalb Hamburgs und weiter 
unterhalb bis Glückstadt in Betracht, 
Um hierbei Eisstopfungen unterhalb Hamburgs vorzubeugen, sicherte 
man erst den Abtrieb des Eises der Unterelhe -— Elhe von Hamburgs Elb-
	        
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