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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Wedemeyer, A.: Die Anwendung von Sterndistanzen in der nautischen Astronomie. 421 
die Skala für cos mit dem Argument @—ö, die untere Reihe diejenige 
für cos m mit dem Argument g-+d. Dreht man nun die Skala um O als 
Zentrum um einen Winkel = TE und fällt von den g—6d und %+ö ent- 
sprechenden Punkten der Skala Lote (die senkrechten Linien des Papiers) 
auf die Grundlinie, etwa BB’ und CC, so wird 
und 
Fit A 
OB’= sin 5 coS = 
00 =c0s? 2 sin 
sein. 
Verschiebt man CC’ parallel zu sich selbst, bis €’ auf B’ liegt, so wird 
der Punkt C auf den Punkt D fallen. Zieht man jetzt OD, d. i die Hypo- 
tenuse im Dreieck OB’D, so wird sein 
- 0D?=0B?+EBD? 
Z0B: 16€ 
= sin? >. cos? + cos? A sin? 
Aus Gleichung (B) folgt OD? == sin? 3. 
Dreht man die Skala um O weiter, bis sie mit OD zusammenfällt, so 
wird man in der oberen. Zahlenreihe sofort z ablesen können, In dem Diagramm 
(Taf. 12, Heft VIII) ist die Drehung. der Skala bereits durch die eingezeichneten 
Kreise ausgeführt. DieSkala für t ist am äußersten Kreise angebracht; der Quadrant 
ist in 12% geteilt, so daß der Ablesung t der Winkel gs entspricht. Da Zenit- 
distanzen über 90° nicht gebraucht werden, sind nur die Kreise von 0° bis 90° 
voll ausgezogen. Die Ablesung für t>90° hat dann am oberen Rande des 
Diagramms stattzufinden. 
Um daher die Zenitdistanz zu finden, zieht man von A nach dem dem 
gegebenen t entsprechenden Punkte der Kreisteilung eine Gerade und be- 
zeichnet darauf die #g—ö und 0+d entsprechenden Punkte, etwa B und C. 
Dann sucht man den Schnittpunkt D der durch B und C gehenden Linien 
oberhalb von ABC auf und liest an der Skala für #—0, die der Bequemlich- 
keit halber am linken Rande des Diagramms wiederholt ist, den dem gefundenen 
D entsprechenden Wert z ab. 
Hat man als Einheit 60 cm gewählt, so wird die Strecke zwischen 89 und 
90° 3.72 mm groß sein. Da man 0.2 mm noch sicher schätzen kann, so wird 
man die Zenitdistanz auf etwa 3’ mit dem Diagramm erhalten können. 
Liest man an der Kreisskala (Gradteilung). noch den Winkel Y OD ab, 
so hat man auch die halbe Differenz zwischen dem Azimut (t) und dem 
parallaktischen Winkel (p) gefunden, denn es ist nach den Neeperschen Analogien 
cos +58 # sin 
tang A—Pp — 2 2 . 
x 2 . p— 6 t 
| A —z— * COS 5 
Um auch noch ALP zu erhalten, bezeichnen wir auf der Linie A C noch 
die cos 2 und sin EL entsprechenden Punkte, etwa E und F. und suchen 
nun den Schnittpunkt G der durch diese Punkte gehenden Geraden des 
Diagramms auf, jedoch unterhalb OF. Der an der Kreisskala ‚abgelesene 
Winkel YOG ist dann die Summe von A und p, denn es ist 
At sin SA sin 
An 3 
) P— 6 t 
COS *— ——— «COS -—
	        
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