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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1905. 
Zur Erleichterung der Ablesungen habe ich in das Diagramm einen 
Kreis eingezeichnet, dessen Gebrauch keiner Erläuterung bedarf. 
Das Diagramm hat mehrere Übelstände: Man muß an den verschiedenen 
Skalen mit wechselnder Teilung ablesen, Teilfehler können also ziemlich häufig 
vorkommen; die Winkel zwischen A B und den Geraden durch t und z schwanken 
zwischen 45° und 135°. Etwaige Fehler beim Ablesen von &-—ödö gehen voll 
in das Resultat ein. Der Winkel y ist nur eine Hilfsgröße, die nicht weiter 
verwertet werden kann. Der Hauptnachteil ist, daß die linke Seite der oberen 
Hälfte des Diagramms gar nicht benutzt wird, die rechte untere nur selten. 
Da aber das rechte obere Viertel nicht entbehrt werden kann, wird das qua- 
dratische Format unbequem, zumal man stets Linien ziehen muß, die größer 
als die doppelte Einheit sind. Um noch 0.1° ablesen zu können, müßte man 
als Einheit 60 cm wählen; das Diagramm würde mithin 1.49 qm Fläche bedecken. 
Immerhin findet man zur Reduktion der Mond- und Sterndistanzen die ge- 
suchten Winkel für den Seegebrauch genügend genau, 
Beispiel 4. (Vgl, »Ann. d. Hydr. etc.«, 1902, S. 533 bis 538.) 
h2,=: 61° 47; hC = 27° 35; D= 61° 10; 909 — D= 28° 50. Mit 90 —D 
+h2,=90°37, 90 —D—h2,=32°57 und hC= 27° 35’ findet man X ZhH 
—85.0°. Mit 909 — D+hc=56° 25, 90 —D—hC=1°15 und h2; = 61° 47 
findet man XZHh==32.0°. Geht man nun in die d Spalte der Gradtafel ein 
unter 32° mit dh — 46.7’ und unter 85° mit dH==0,5’, so ergiebt sich aus 
der b-Spalte: I. Korrektion = — 39.6‘, II. Korrektion = + 0.04’, Summe I +11 
= — 389,56’. Die II. Korrektion beträgt nach S. 546, Taf. 3 + 3” = + 0.05. 
Die Gesamtbeschickung ist daher — — 39.51’. Durch eine genauere Rechnung 
ergibt sich — 39’ 29”, 
Die obigen Werte wurden mit einem gezeichneten Diagramm ermittelt, 
dessen Längeneinheit == 20 cm war, dessen Seiten also — 40 cm waren. 
Tafel 12. Das Diagramm der (Taf. 12, Heft VIII) dient demselben Zweck 
wie das der Tafel 11. Der Gebrauch desselben ist aber ein viel ausgedehnterer, 
da man, wie gleich entwickelt werden soll, auch noch diejenigen Stücke des 
Dreiecks findet, die die Tafel 11 nicht gibt. Die Gleichung 
sin? 7 =— sin? PP c08? S-+ cos? ES, sin? z ....x.«(B) 
Jäßt sich identifizieren mit der Gleichung 
WI=x? Ly®, 
Wir haben zu setzen: 
w? = sin? Si x? = sin? ne . cos? i y? = cos? te = - sin? S 
Die Auflösung der Gleichung (B) ergibt sich durch Konstruktion eines recht- 
winkligen Dreiecks, wie oben angegeben wurde. Zu diesem Zwecke hat man die 
eine Kathete des Dreiecks x == sin Kt » cos 5 die andere y = cos 2 ‚sin 5 
zu machen, dann ist die Hypotenuse =sing- 
Denkt man sich auf einer Skala eine Sinus- 
teilung angebracht und dreht die Skala auf 
Millimeterpapier um einen Winkel = T so hat 
man durch die Drehung beide Katheten kon- 
struiert, die noch zu einem Dreieck zu vereinigen 
sind. Sei O X die Skala, die der Bequemlichkeit 
halber gleich mit dem doppelten Winkelwerte 
beziffert ist, so daß z. B. 50° einen Punkt be- 
zeichnet, dessen Entfernung von A =— sin = 
= sin 25° ist, Von X nach O hin sei eine zweite Bezifferung in umgekehrter 
Zahlenfolge angebracht, so daß z. B. der Zahl 120° in der oberen 
Reihe 60° in der unteren Reihe entspricht. Dann wird die Strecke O 60° 
der unteren Reihe — sin 60° — cos 30°. Die obere Reihe ist mithin 
Wo
	        
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