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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1905. 
Das Geschütz wurde sodann mitsamt seiner Lafette gedreht, und es wurden 
die Ablenkungen auf den 32 Kompaßstrichen ermittelt. Diese Beobachtungen 
wurden bei verschiedenen Elevationswinkeln des Rohres wiederholt. An den 
erhaltenen Beobachtungswerten zeigt Barlow, daß man sich die magnetischen 
Kräfte ausgehend denken kann von einer im »Anziehungsmittelpunkte« 
befindlichen Kugel, deren »Ebene ohne Anziehung« senkrecht zur Inklinations- 
richtung steht, Er schließt dann weiter, daß diese Ersetzung einer beliebigen 
Eisenanordnung durch eine an geeigneter Stelle befindliche Kugel auch auf 
die Eisenmassen des Schiffes anwendbar sei, vorausgesetzt, daß die Eisenmassen 
und der Kompaß sich zusammen drehen, so daß sie ihre gegenseitige Lage 
stets unverändert beibehalten.!) 
In der zweiten Auflage?) seines Buches hat Barlow eine theoretische 
Untersuchung über die an der Kugel beobachteten Erscheinungen hinzu- 
gefügt.?) Er findet, wenn wir mit d die Entfernung des Kompasses vom 
Kugelmittelpunkt, mit r den Kugelhalbmesser, mit T die Gesamtkraft des 
Erdmagnetismus bezeichnen und im übrigen die Bezeichnungen der obigen 
Figur anwenden, für die Horizontalnadel 
sin2g-sin2 
ang d =— Has = 5A 
33 COS J + (3 sin? g — 1) cos J — 5 sin 2 g-sinJ- cos 2 
Hierin ist C-r? gleichbedeutend mit dem magnetischen Moment (M) 
der Kugel, das wir proportional T setzen dürfen, Ist M= e-T und wird 
d?: = k gesetzt, so erhält man durch eine kleine Umformung 
__ singp-cosg-sin 2 N 
1 (k — 1) cos J + sin g (sin gp + cos J — cos g + sin J + cos 4) 
Oder, 
a 
sin 2-cos pp = sina«-sinz 
sing = sin J + cos z — cos J- sin Z + cos & 
sin g cos J — cos g -sinJ-cos 2 = sinz-cos a 
sin. J- sin z-« cos z-sin a — cos.J -sin®z-sin @-cos a 
‚Ang EL HE 
Ci (k— 1) .cosJ + sin J-sinz-cosz «cos a — cos J-sin?z-. cos? « 
sin2z-tang J-sina— sin? z.sin2« 
BO a DT ; 
 (k— 1) — sin? z-Esin2z-tangJ-+cosa-— sin®z.cos2«a 
a 
Setzt man hierin 
sin2z — sin? z 
—-—.tangJ = BB, z3— - 
7 'K- 1) —sin?z 3 (k— 7) — sin?z 
und schreibt statt des »Azimutes« @ in üblicher Bezeichnung als magnetischen 
Kurs E&, so erhält man 
tang ö = ; _SB-sinf + De sin35 -z 
1+M.cosE + D-cos25 
Die Wirkung des flüchtigen Magnetismus kann also in der Tat als von 
einer Kugel ausgehend angesehen werden; auch der Fall, daß nur vertikales 
Eisen vorhanden ist, läßt sich als Grenzfall des allgemeinen auffassen. 
Noch viel einfacher würde sich die heute übliche, für die Praxis wert- 
volle Näherungsformel aus dem Barlowschen Ansatze haben ableiten und 
1) Der experimentelle Nachweis dieses Satzes an der Kanone ist insofern nicht ganz einwand- 
frei, als durch die verschiedenen Elevationen des Rohres Änderungen in der relativen Lage der 
Fisenmassen bedingt waren. 
?) London 1523. 
3) Die Entwickelungen erfolgten in Anlehnung an zwei Abhandlungen von Ch. Bonny- 
castle, Phil. Mag. Vol. 35, 56. On the distribution of the magnetic fluids in masses of iron; and 
on the deviations, which ther produce in compasses placed within their influence.
	        
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