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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1905. 
2. « Eridani —. «* Centauri. 
Winkel bei 
4 — Distanz &? Centaurl  « Eridam 
l. Januar 61° 16 27.9” SPY 7.17 S°11 3.07 
ı. Februar 22.6 38 BR 14’ 25.3” 
. März 19.5” 5 53.37 L4' 42.27 
. April 185,47 DE 10.07 14’ 53.5” 
„ Mai 20.47 56' 16.27 14’ 54.57 
‚ Juni 24.4” 56” 11.4” 14 453,77 
„Juli 39.0 55 57.17 14’ 29.47 
. August 34.07 35 35077 14 88" 
September 37.07 3 13.87 13’ 49,5” 
. Oktober 38,87 AM 0.0 1337.67 
November 34,3” 34 53.47 13’ 36.6” 
® .. Dezember 3407 5 2,3” 13 40,07 
1907. 1. Januar 20,39 5521.97 14 5.6” 
Mittel 61° 16'28,5” 5? 5532.57 855 1414,97 
(yößte Abweichung vom Mittel 16.37 3a. 30.60 
Es dürfte daher möglich sein, die erforderlichen Hilfsgrößen mit einer 
für die Praxis ausreichenden Genauigkeit für eine einzige Epoche im Jahre 
zu tabulieren, 
Abgekürzte Rechnung. Das vorstehend erläuterte strenge Verfahren wird 
man in der Praxis selten anwenden, da man auf so durchgreifende Kontrollen 
im Interesse einer schnellen Rechnung Verzicht leisten wird, anderseits die 
den Ephemeriden entnommenen Hilfsgrößen nur Näherungswerte darstellen. 
Auch ist es nicht nötig, die Azimute durch Doppelrechnung zu kontrollieren, 
da man sie gar nicht gebraucht. Es wird daher genügen, die parallaktischen 
Winkel zu berechnen, dann unter Benutzung der Höhe des dem Meridian 
näheren Gestirnes die Breite zu bestimmen und mit der so gefundenen Breite, 
der Poldistanz und der Zenitdistanz des anderen Gestirnes, in diesem Dreieck 
den Stundenwinkel und den parallaktischen Winkel zu berechnen. Die beiden 
Werte für diesen parallaktischen Winkel müssen übereinstimmen innerhalb 
der Unsicherheit der Rechnung, was eine genügende Kontrolle bildet. Zum 
Schluß mögen die erforderlichen Formeln und ein Rechnungsbeispiel ge- 
geben werden, 
+» Zusammenstellung der Formeln. Abkürzungen siehe Fig. 2. d ist positiv 
oder negativ anzusehen, je nachdem die Deklination mit der Breite gleich- 
namig oder ungleichnamig ist; h ist stets positiv, da negative Höhen in der 
Schiffahrt nicht gebraucht werden. 
238= ZZ +4 +4 
2.10g N = log cosee 8 + log sin (s — z,) + log sin (s — zı) — log sin (s — 4 
log tang 42, = log N — log sin (s — z,) P=h FF. +0. 
log tang 4%, = log N — log sin (s — z) q=hFNH- 0-4 - 
2 sem b == sem (h, — d,) + suv (h, + 0) +14 {sem (bh, — 6, + p)-+ sem (h, — d,— p) 
—+ sem (h, + d, + p) + sem (h, + 6, —p)} — 100000 (Tafel 10) (4) 
20= ZZ +b-d, 
210g M = log cosee g + log sin (9 — zZ) + log sin (s — b) + lorr sin (7 — da) - ; ©) 
log tang 4 t, = log M— logsin(g—z). . .. ®) 
log tang 4 a = log M— log sin (gg — Bo 7’) 
Spezialfall. Beide Gestirne in demselben Vertikal, Formeln 1, 2 und 3, 
fallen fort. Haben die Gestirne gleiches Azimut, so ist für das dem Zenit 
nähere Gestirn p = 180° -— v, und für das andere Gestirn q = 7, zu setzen, 
Haben die Gestirne entgegengesetztes Azimut, so ist p= 7% und q = %. 
Bemerkung. In Formel (2) und (3) ist das untere Zeichen zu wählen, 
wenn der die beiden Sternörter verbindende größte Kreis den Meridian zwischen 
Zenit und Pol schneidet, Dieser Fall kann nur eintreten, wenn eine oder 
beide Deklinationen größer als die Breite sind und die Rektaszensionsdifferenz 
zugleich kleiner als 12h ist.
	        
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