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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1905,
sein kann. Diese Keilwirkungen summieren sich und streben die Backen der
Trommel voneinander zu entfernen, wodurch schließlich ein Zerreißen der-
selben stattfindet.
Vorkommnisse dieser Art sind bereits sowohl auf dem Blue Hill als
auf Teisserenc de Bort’s Observatorien zu Trappes und Viborg vorgekommen.
Auch bei Lotmaschinen sind sie nicht unbekannt. Unter den hier gegebenen
Verhältnissen erschien der Ersatz der Trommel durch eine solche aus Stahl-
guß das einfachste Mittel zur Verhütung derselben für die Zukunft, Da die
Zerreißfestigkeit von Stahlguß etwa 7mal so groß ist, wie diejenige von Guß-
eisen, so dürfte ein ähnlicher Unfall bei der neuen Trommel ausgeschlossen sein.
Könpen,
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben,
Reichs-Marine-Amt. Segelhandbuch für das Mittelmeer, I. Teil: Ostküste
Spaniens und Balearen, Südküste Frankreichs und Korsika, 8%. 45658.
Preis geb. 3,00 Mk. (ohne Beiheft). Berlin 19053. In Vertrieb bei
E. S. Mittler & Sohn.
Der I. Teil des Segelhandbuches tür das Mittelmeer beschreibt die spanische SXüdost- und
Ostküste von (übraltar (im Anschluß an das 1904 erschienene Segelhandbuch für die Nord- und
Westküsten Spaniens und Portugals) bis zur französischen Grenze einschließlich der Balearen, sowie
die französische Südküste und Korsika. Die Benutzung des neuesten amtlichen spanischen.
französischen und englischen Materials sowie zahlreicher Berichte von deutschen Konsuln und
Schiffen bürgt für vollwertigen Ersatz fremder Segelhandbücher. Zu beachten ist, daß in diesem
Werke sämtliche Kurse und Peilungen rechtweisend in (iraden von 1° bis 360° und dahinter ein-
geklammert mißweisend in Strichen gegeben sind. Das Beiheft zum I. Teil enthält 155 Abbildungen
der hauptsächlichsten Landmarken und Küstenstrecken. TJ. Hr
Jahrbuch für die Gewässerkunde Norddeutschlands, Herausgegeben von
der Preußischen Landesanstalt für Gewässerkunde. Abflußjahr 1901.
Allgemeiner Teil und Heft I bis YI. 4°. 64, X u. 100, XII u. 148, XIV
u, 152, X u. 130, VIII u. 68, X u. 81 Seiten mit Karten. Berlin 1904
E. S. Mittler u. Sohn.
Eine zuverlässige und erschöpfende (jewässerkunde ist die notwendige Grundlage für die
Einrichtung einer zweckmäßigen, sowohl die Wassernutzung als auch die Wasserabwehr umfassenden
Wasserwirtschaft, Es müssen deshalb die für den Abflußvorgang der Ströme, Flüsse und Bäche
maßgebenden Verhältnisse genau, und zwar nach einheitlichen Grundsätzen, erforscht werden.
Diese Leitsätze einer dem preußischen Landtage 1902 eingereichten Denkschrift bezeichnen die Auf-
gahen der neugeschaffenen Landesanstalt für Gewässerkunde-, deren erste Veröffentlichung jetzt
vorliegt. Vor Gründung dieser Anstalt befaßten sich mit der Förderung der (ewässerkunde allein
die Strombauverwaltungen und der 1502 eingesetzte Wasserausschuß zur Untersuchung der Wasser-
verhältnisse in den der Überschwemmung ausgesetzten F’lußgebieten; aus seinem technischen Bureau
ist die Landesanstalt für Gewässerkunde . hervorgegangen. Da die Wasserverhältnisse der Mün-
dungen der großen Ströme Deutschlands, welche nicht allein für die Küstenschiffahrt, sondern
auch für transozeanische Schiffahrt in Betracht kommen, ebenfalls in den Forschungsbereich obiger
Anstalt fallen, so sei hier kurz auf den reichhaltigen Inhalt des ersten Jahrgangs des slattlichen
Werkes eingegangen.
Aus dem Vorwort des ersten Heftes, welches die Einrichtung und den Arbeitsplan der
Anstalt für (Gjewässerkunde behandelt, ergeben sich die Aufgaben der Anstalt folgendermaßen:
I. Sammlung. einheitliche Bearbeitung und Ergänzung der Beobachtungen über den Abfluß-
vorgang bei schiffbaren und nichtschiffbaren (tewässern sowie Ermittlung der dafür maßgebenden
Verhältnisse.
IT. Verwertung dieser Untersuchungsergebnisse durch Veröffentlichung und erforderlichen-
falls durch Mitwirkung bei der Lösung wasserwirtschaftlicher Fragen.
Neben der Sammlung und Bearbeitung der Beobachtungen der Wasserstände an den Pegeln
der Bauverwaltung sowie der Wassermengenmessungen sind die metecorologischen Beobachtungen
des In- und Auslandes, soweit sie für den Abflußvorgang der Gewässer von Wichtigkeit sind, zu
sammeln und für die Zwecke der Gewässerkunde zu bearbeiten. Neben dem Studium des Zu-
sammenhangs zwischen Niederschlag, Abfluß und Verdunstung sollen besonders eingehende Dar-
stellungen der Hochfluten und Eisgänge stattfinden. N
Zu den ständigen Aufgaben der Anstalt gehört, -daß diese täglich cine Übersicht über den
Abflußzustand der norddeutschen Gewässer anfertigt, um stets Auskunft über ihre augenblicklichen
Wasserstandsverhältnisse geben zu können. Zur Erlangung dieser Übersicht gehen der Anstalt von
den wichtigsten Pegelstellen täglich Nachrichten durch Postkarten, bei Hochfluten und Eisgängen
außerdem auch telegraphische Nachrichten zu... Hierbei sei darauf hingewiesen. daß bei den zahl-