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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Kleinere Mitteilungen, 
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kreuzt. sind. Am Schluß jeder der ersten Fahrten ist eine Landung in 
San Franeisco beabsichtigt, um die Ausführung des Planes für den Fall, daß 
die Resultate der Expedition eine Fortsetzung in der begonnenen Weise nicht 
rechtfertigen, entsprechend abändern zu können; dadurch wird von vornherein 
einem längeren vergeblichen Aufwande von Zeit, Arbeit und Geld wirksam 
vorgebeugt. ' a 
Von großer Wichtigkeit ist es, daß rings um das zu untersuchende 
Gebiet erdmagnetische Stationen in genügender Zahl und geeigneter Verteilung 
vorhanden sind, die die erforderlichen Ängaben zur Reduktion der Beob- 
achtungen der magnetischen Elemente liefern können, und auf denen von Zeit 
zu Zeit eine Kontrollbestimmung der Konstanten der benutzten Apparate vor- 
genommen werden kann. 
Den Ergebnissen des groß angelegten Planes wird in den beteiligten 
Kreisen mit größter Spannung und wohl auch mit zuversichtlicher Hoffnung 
auf Erfolg entgegengesehen, Wie nun auch der Ausgang sein möge, jedenfalls 
ist es mit Freuden zu‘ begrüßen, daß gerade an die Lösung der oben er- 
wähnten Fragen, die für die Wissenschaft und die praktische Nautik von 
gleich hoher Bedeutung sind, in neuester Zeit mit Eifer herangegangen wird, 
Dr. Burath. 
5.. Bemerkung zu dem Aufsatz: Eine neue graphische Azimut- und 
Kurstafel und eine winkeltreue Kartenprojektion. (»Ann. d, Hydr. etc.« 1905, 
S. 125.) Von verschiedenen Seiten bin ich darauf hingewiesen worden, daß die 
in dem genannten Aufsatz von mir angegebene Azimuttafel identisch mit dem 
1890 von Captain Weir bei J. D. Potter in London herausgegebenen Azimut- 
diagramm sei. In der Tat unterscheidet sich diese mir bisher unbekannt ge- 
bliebene Azimuttafel von der meinigen im Grundprinzip nicht. Der Maßstab 
ist rund fünfmal so groß wie bei meiner Tafel; die Skala für @ und ö reicht 
bei Weir bis 60°, bei mir bis 70°, und an Stelle des transparenten Transporteurs 
meiner Methode benutzt Herr Weir einen auf der Haupttafel gezeichneten 
Kreis und das Parallel-Lineal, analog wie es auch in dem von Herrn Roth 
mitgeteilten Diagramm nach Geleich (»Ann, d. Hydr. etc.« 1904, S, 383) 
geschieht. Überhaupt teilt auch dieses Diagramm, das meine Arbeit veranlaßt 
hat, das Grundprinzip des Weirschen; nur sind auf ihm statt der bei Weir 
und mir gezeichneten 90 Hyperbein nur zwei gezogen, und ich glaubte eben 
mit der Ausbildung dieses allgemeineren Diagramms, von dem das Gelecichsche 
gewissermaßen einen Auszug darstellt, etwas Neues zu liefern. Bin ich so 
nicht dem Fluche des Spruches: »Weh dir, daß du ein Enkel bist« entgangen, 
so hat mir die dadurch hervorgerufene Nachforschung in der Literatur gezeigt, 
daß mir der Trost bleibt: »socios habuisse malorum«. Denn außer dem Diagramm 
von Geleich stellt ebenso H,. Florians Azimutdiagramm, das in den »Mitteilungen 
aus dem Gebiet des Seewesens« 1900, S. 360, veröffentlicht ist, nur einen Aus- 
schnitt aus dem offenbar auch Herrn Florian unbekannt gewesenen Weirschen 
Diagramm dar. dJenes läuft in ö(g@) von 0° bis 45°, im Stundenwinkel von 
— 20° bis + 20° und verwendet wie Weir für das Azimut einen im Haupt- 
blatt festen Kreis und das Parallel-Lineal, 
Als das Neue an meiner Arbeit bliebe somit die nähere Untersuchung 
der merkwürdigen winkeltreuen Kartenprojektion und die Darlegung ihres 
Zusammenhanges mit dem Weirschen Azimutdiagramm, Eine ähnliche Unter- 
suchung über den Zusammenhang einer ausgedehnten Gruppe von Diagrammen 
zur Auflösung von Poldreiecksaufgaben mit den zenitalen Kartenprojektionen 
in weiterem Sinne bietet eine Arbeit von mir, die hiermit gleichzeitig der 
Redaktion dieser Annalen zugeht, Auch sie hat mich zu einem für mich 
neuen Diagramm geführt; Nachforschnngen in der Literatur haben mir dann 
aber gezeigt, daß auch dies nicht neu ist, sondern, wenn auch auf ganz 
anderem Wege, früher von den Herren Fave und Rollet de 1’Isle gefunden 
worden ist. Dr. Hans Maurer. 
6. Der Hochseepegel. In der Zeitschr. f. Instrumentenkunde (Nov. 1908) 
hat Herr Kapt. z.S. a. D. Adolf Mensing einen für die selbsttätige Aufzeichnung 
des Verlaufes von Flut und Ebbe auf offener See bestimmten Apparat beschrieben. 
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