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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1905. 
bemerkbar. Die westöstliche Ausdehnung des Stromstriches ist hier aber sehr 
unbedeutend, Es folgen weiterhin sofort Stromstillen und mäßige Versetzungen, 
bis außerhalb der Gründe vor dem Kanal in 48° und 49° Br. noch einige 
nordöstliche Versetzungen von 20 bis 30 Sm die Reihe schließen. 
Fig. III. Tafel 9. 17. bis 21. Mai. Am nördlichen Ausgange der Florida- 
straße wird N 86 Sm beobachtet in 281!/„° Br.,, 80° Lg.; in 32° Br.,, 77° Lg. 
NO 50 Sm; in 33° Br., 75° Lg. NNO 30 Sm; in 37° Br., 72? Lg. ONO 40 Sm; 
in 381/,° Br, 69° Lg. ONO 30 Sm. Auch in diesem Zeitraume hören die 
großen Ostversetzungen in 63° Lg. auf, wenn auch kleinere Ostversetzungen, 
aber nördlicher in 40° bis 41° Br. zwischen 70° und 60’ Lg. wieder zu 
größeren zwischen 597” und 44° Lg. hinüberführen. Zwischen diesen Längen, 
59” und 44° und bei oder etwas nördlich von den vereinbarten Dampferwegen 
für Mai 1904 finden wir nicht weniger als 4 östliche Versetzungen mit 30 Sm. 
In 52° und 507° Lg. und zwar im Norden des Stromstriches ist eine merkliche 
Gegenströmung von 20 Sm vorhanden. Von 44° bis 10° Lg., nach dem Kanal 
hin, überwiegen Stromstillen. In 38° Br., zwischen 41° und 23° Lg, sind 
4 südöstliche Versetzungen bemerkbar, zwei davon mit 20 Sm. Auf dieser 
Figur tritt zum ersten Male in 40*/,° Br., 71!/,° Lg. der südwestlich gerichtete 
nordamerikanische Küstenstrom auf, aber nur schwach, mit 10 Sm. 
Fig. IV. Tafel 9. 22, bis 26. Mai. Die stärkste Versetzung, ONO 66 Sm,, 
ist in 39° Br., 52° Lg. eingezeichnet, 0OSO 40 Sm in 39° Br., 58° Lg. Der west- 
liche Anfang dieses Hauptstromstriches liegt in 39!/,° Br. und 64° Lg. Nur 
eine einzige Ostversetzung von 30 Sm liegt hier nördlich von 41° Br. in 59°” Lg, 
die acht anderen von 20 bis 66 Sm liegen sämtlich bei oder südlich von 41° Br 
zwischen 64° und 52° Lg. Weiter westlich in 39° Br., 68° Lg., sowie in 
381/,° Br. und 72!/,° Lg. herrscht Stromstille. Südlich von diesen Stillen 
fehlen Beobachtungen. In der Floridastraße, 25!/,? Br. und 80° Lg., sind 
NNO 30 Sm, weiter im Norden in 29° Br. und 79!/,” Lg. nur N 10 Sm beob- 
achtet. — Im Norden des Dampferweges, in 431!/,° Br. und 63!/,° Lg., macht 
sich der Küstenstrom mit SW 10 Sm schwach bemerkbar. Die Eintragungen 
bei den vereinbarten Dampferwegen von 50° Lg. bis zum Kanal lassen nur 
soviel erkennen, daß westliche Versetzungen im Vergleich zum vorhergehenden 
Zeitraum zugenommen haben, 
Fig. V. Tafel 9. 27. bis 831. Mai. In der Mitte der Floridastraße, in 
261° Br., 79'/,° Lg, werden N 79 Sm, vor ihrem nördlichen Ausgange in 
281° Br. und 79'/,° Lg. N 72 Sm beobachtet. In 37!A° Br. und 701° Lg. 
finden wir ONO 62 Sm und zwischen 71’/,° und 57° Lg. nicht weniger als 
6 Östliche Versetzungen von mindestens 40 Sm, außerdem drei mit 20 und 
30 Sm. Als Grenze der stärkeren Ostversetzungen kann man mw, 53° Lg. an- 
nehmen. Auf der östlichen Hälfte des Ozeans, d. h. östlich von 45° Lg., über- 
wiegen zunächst im Norden des Dampferweges und weiter Östlich auch auf 
dem Dampferwege selbst die östlichen Versetzungen. Zwischen dem Wege 
der von der Linie nach dem Kanal bestimmten Segelschiffe und der europäischen 
Westküste überwiegen südliche und östliche Versetzungen, 
Figur VI. Tafel 9. 1. bis 5. Juni. Die stärkste Versetzung, 0zS 69 Sm 
wurde in 40° Br., 58° Lg. beobachtet, ONO 50 Sm in 381/,° Br. und 69° Lg. und 
NO 50 Sm in der Floridastraße in 25'/,° Br. und 80° Lg. Am nördlichen Aus- 
gange der Straße, in 28° Br. und 79” Lg., wurden N 40 Sm beobachtet. In diesem 
Zeitraum reicht ein anscheinend ununterbrochener Stromstrich von 38° Br. 
691/,° Lg. bis nach 41° Br., 49° Lg., allerdings mit rascher Abnahme der Ge- 
schwindigkeit östlich von 58° Lg. — Die Versetzungen östlich von 49° Lg. 
zeigen außer den vorwiegend östlichen Versetzungen im Norden des Dampfer- 
weges keine hervorragenden Merkmale, 
Fig. VII. Tafel 9. 6, bis 10. Juni. Die stärkste Versetzung ist WNW 
81 Sm in 41*/,° Br., 68° Lg. am 10. Juni. Eine derartige Versetzung ist hier 
sehr ungewöhnlich, aber aus folgenden Gründen nicht unwahrscheinlich: 1. In 
der Nähe sind gleichzeitig noch 5 andere westliche Versetzungen beobachtet 
worden, darunter eine mit 20 Sm. 2. Nordwestversetzungen von 50 Sm sind 
hier nicht so selten. 3. Cleichzeitiy mit dieser ungewöhnlich eroßen WNW-
	        
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