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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Rottok: Haben Stöße usw. Einfluß auf den Chronometergang? 215 
Name 
des Schiffes 
S.M.S. 
‚Stosch« 
‚Grille « 
‚Nymphe« 
Schwalbe« 
Nymphe« 
Schwalbe« 
‚Gazelle K« 
Habicht« 
N yınphe & 
‚Amazone« 
Falke « 
Hertha 
Seeadler« 
Geier« 
Habicht« 
Habicht« 
Charlotte« 
Stein« 
Nymphe« 
‚Gazelle« 
Möwe« 
Falke« 
Cormoran« 
‚Condor« 
Amazone« 
‚Habicht« 
‚Amazone« 
Prinz Heinrich: 
Stein« 
‚Cormoran«’ 
‚Sperber« 
‚Stein« 
Fürst Bismarck« 
Grille« | 
S. 120« | 
Monat und Jahr 
Februar ‘ 1900 
August 1900 
Oktober 1900 
Februar 1901 
Juli 1901 
ktober 
Januar 
“anuar 
April 
Juli 
‚901 
‚902 
‚902 
1902 
1902 
Fali 
August 
August 
November 
Dezember 
Januar 
Februar 
Februar 
1902 
902 
902 
1902 
‚902 
‚903 
1903 
1903 
März 
\Lärz 
1903 
1902 
März 
März 
März 
April 
Vai 
1903 
1903 
1903 
903 
1902 
Juni 1903 
August 1903 
August 1903 
bis Sept. 1903 
September 1903 
September 1903 
Dezember 1903 
Februar 1904 
April 1904 
Mai 1904 
Juli 1904 
Ursache der Erschütterung des Schiffes 
(Auszug aus dem Chronometer-Journal) 
Das Schiff liegt bei, holt stark über. 
Durch Seegang arbeitet das Schiff, die Chronometer werden 
starken Erschütterungen durch die Schraube ausgesetzt. 
Heftige Erschütterung des Schiffes durch Arbeiten der 
Maschinen, 
Starkes Schlingern und Stampfen, - 
Heftige Erschütterung durch Verlust eines Schraubenflügels 
020 Sm Fahrt). 
Schiff am Bug gerammt, ; 
Schift arbeitet stark bei hoher See. Schlingert bis zu 35°. 
Schiff schlingert nach B-B. 32°, nach St-B. 22°, 
Starke Erschütterungen durch den Gang der Maschinen, 
Zeitweise Erschütterungen des Schiffes durch Schlagen der 
Schraube. 
Erschütterungen durch den Gang der Maschinen. 
Im Taifun. Heftiges Arbeiten des Schiffes. - 
Starke Erschütterungen des Schiffes, Windstärke 12, 
Das Schiff schlingert 30° nach beiden Seiten. 
Das Schiff schlingert 30° nach beiden Seiten. 
Schiff schlingert stark ‚nach beiden Seiten 30° bis 40°, 
Schiff liegt beigedreht, schlingert dabei stark. 
Zeitweise Erschütterungen des Schiffes durch Schlagen der 
Schraube. ; . 
Starke Erschütterungen durch den Gang der Maschinen, 
Schiff arbeitet heftig in schwerer See, schlingert über 30° 
nach beiden Seiten. . 
Schiff schlingert stark. 
Erschütterungen durch den Gang der Maschinen, 
Schiff rollt stark. 
Schiff schlingert 20° nach beiden Seiten und stampft stark, 
Zeitweise Erschütterungen des Schiffes durch Schlagen der 
Schraube. 
Schiff schlingert 30° nach beiden Seiten. . 
Zeitweise Erschütterungen des Schiffes durch Schlagen der 
Schraube, 
Maschinen machen hohe Fahrt, das Schiff arbeitet dabei und 
zittert heftig. ; 
Zeitweise Erschütterungen des Schiffes durch Schlagen der 
Schraube, 
Schiff rollt stark, starke Erschütterungen des Schiffes durch 
Schlagen der Schraube, 
Schwerer Seegang, Schiff stampft sehr. 
Heftige Erschütterungen bei hoher See, 
Starke Erschütterungen des Schiffes durch Seegang. 
Schiff arbeitet schwer, 
Scharf gesprengt. starke Erschütterung des Bootes. 
Anmerkung: Die an Bord abgehaltenen Schießibungen sind in die Liste 2 nicht hinein- 
gezogen worden, da über eine Störung durch dieselben nur in vier Fällen geklagt wird. In dreien 
dieser Fälle ist nachzuweisen, daß die Gangstörung nicht durch Stöße usw., sondern durch andere 
Ursachen hervorgerufen wurde; der vierte. Fall trat an Bord S. M. S. »Kaiser Wilhelm II.« im 
August 1902 auf. Nach der Schießübung wurde daselbst eine Gangstörung zunächst zweier, nach 
14 Tagen auch des dritten Chronometers beobachtet. Diese Störung ist, wie das Kommando sich 
äußert, »vielleicht« auf die Erschütterungen durch das 15 cm-Schnellschießen mit Gefechtsmunition 
zurückzuführen. Die Instrumente sind dem Chronometer-Observatorium Ende September desselben 
Jahres zurückgegeben worden, woselbst sie, besonders sorgfältig beobachtet, einen regelmäßigen Gang 
zeigten. Die Ursache der Gangstörung ist nicht nachzuweisen. Die betreffenden Instrumente waren 
schon vor dieser Störung ein Jahr und drei Monate an Bord S. M. S. »Kaiser Wilhelm 1I.«, hatten 
demnach vorher bereits ähnliche Schießübungen unbeschadet ihres Ganges überstanden. Die als 
Ersatz für diese drei an. Bord gegebenen Chronometer sind nun schon zwei Jahre auf dem Schiffe, 
ohne daß bisher über einen Einfluß der Schießübung geklagt wird. 
; Zwei der fraglichen Chronometer, und zwar die, welche die größten Gangabweichungen an 
Bord gezeigt hatten, wurden übrigens hehufs Ergründung, ob sie wirklich eine starke Empfindlichkeit 
gegen Stöße aufweisen, der Deutschen Seewarte zu Erschütterungsversuchen zur Verfügung gestellt, 
Als Ergebnis der Versuche stellte es sich heraus, daß diese Chronometer im besonderen fast gar 
nicht durch Stöße usw. beeinflußt worden waren. “
	        
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