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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1905.
Man sieht daraus, wie außerordentlich langsam die Reihen für kleine
Werte von t konvergieren. Ja selbst für größere Zeiträume, soweit dieselben
für die irdischen Verhältnisse in Betracht zu ziehen sind, ist immer noch eine
beträchtliche Rechenarbeit zu leisten. Wie groß die in verschiedenen Tiefen
und zu verschiedenen Zeiten herrschende Temperatur infolge der Wärme-
leitung allein ist, zeigt die folgende Tabelle.
Tabelle IL
Für y — 30°C.
hm
100) m
300 m
500m
1000 m
1500 %
2000 m
2500 n.
3000 m
3500 m
"4000 m
4500 m
5000 m
1000
Jahre
0.24 »
0.02
10.000
Jahre !
100.000 1 000 000
Jahre |! Jahre
0.061 x 0.573 y 0.852 y'
9.003 % ! 0,244» 0.7107
0577 %
0.456 y
0.350 7
U
0.258 y
0.180 »
0.114 v
0.055
0.9 7
0,8 Y
0.77
0.6 7
05 7
047
08%
0.27
0.17
f
10000 J.|100000J. | 1000000 J.
1.83°
17.2°
2130
! 17,30
18,79
10,5°
5.410
3415
0.08°
7.31°
2.15°
0.599
(099
1.642
Setzt man für y einen bestimmten Wert ein, z. B. 30°, so wird es noch
augenfälliger, daß die vertikale Verbreitung der Wärme nur durch Leitung
eine überraschend langsame ist. Nach 100 Jahren ist noch kein nachweisbarer
Bruchteil der Oberflächentemperatur in eine Tiefe von 100 m gelangt; nach
1000 Jahren ist noch nicht einmal der hundertste Teil dieser Temperatur in
300 m Tiefe vorhanden; nach 10 000 Jahren ist dieser Betrag noch nicht bis
in 1000 m Tiefe vorgedrungen; nach 100 000 Jahren hat er 2200 m erreicht
und nach 1000 000 Jahren erst 4900 m.
Welche Bedeutung diese Resultate für die Feststellung der Ursachen der
vertikalen Wärmeverteilung besitzen, mag folgende Übersicht zeigen (Tab. III).
Es ist für eine beliebig herausgegriffene Temperaturbeobachtungsreihe
(Challenger: 26. III 1874, 21° 21' N-Br. und 177° 10’ W-Lg. von Greenw.), die
ein leidliches Bild von der vertikalen Verteilung in den Weltmeeren gibt und
den theoretischen Verhältnissen dieses Problems nahezu entspricht, mit Hilfe
graphischer Interpolation die Zeit angenähert bestimmt, welche nötig wäre,
um den herrschenden Wärmezustand zu erzeugen, vorausgesetzt, daß vorher
0° dort geherrscht hat, die Masse dauernd in Ruhe gewesen ist und keine
andere wärmeverändernde Wirkung stattfindet. In Kolumne III und IV ist
y= 22,9° C., der Oberflächentemperatur, und V und VI y = 25° der mittleren
Lufttemperatur jenes Ortes gesetzt.