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Stat.
Bork.
Wilh.
Keit.
Ham.
Kiel
Wus.
Swin.
Rüg.
Neuf.
Mem.
Annalen der Hydrographie und Marıtimen Meteorologie, April 1905.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
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Auch im Februar war, wie im Januar, der Mittelwert des Luftdrucks
zu hoch und der Niederschlag (außer Memel, wo er 16 mm zu groß war) zu
gering. Der Mittelwert der Tagestemperatur war an der ganzen Küste
zwischen 1.3° und 2.1° zu hoch.
Steife bis stürmische Winde traten aus Nordwest am 2. (bis Stärke 11)
und 11. (bis 9) an der ganzen Küste, am 1. (bis 9) an vereinzelten Stationen
der ganzen Küste und am 3, (bis 9) an der ostdeutschen Küste, aus südwest-
lichen Richtungen am 18. und 19. (bis 10, bezw. 8) an der Nordseeküste und
aus verschiedenen Richtungen noch an mehreren Tagen an „einzelnen
Stationen auf,
Die Morgentemperatur lag mit Ausnahme einzelner Tage (dem 9. 12. 13.
und 23, für die Nordsee und dem 13. und 14. für die Ostsee) immer über dem
vieljährigen Mittel. Die Temperatur schwankte an der Küste zwischen 9.3°,
der höchsten von Wilhelmshaven, und — 12.2°%, der niedrigsten von Memel,
also um 21,5°, während sonst die größte Schwankung 15.2° (Rügenwaldermünde)
und die geringste 9.8° (Borkum) betrug.
Die monatliche Niederschlagsmenge schwankte zwischen 7 mm (Bruns-
büttel) und 44 mm (Memel). Sie war fast überall zu gering. Sehr ergiebiger,
in 24 Stunden 20.0 mm erreichender Niederschlag wurde an keiner Station
verzeichnet,
Heitere Tage, an denen die nach der Skala 0 bis 10 geschätzte Bewölkung
im arithmetischen Mittel aus den drei Terminbeobachtungen kleiner als 2 war,
waren über größeren Gebieten nur der 13. an der Ostsee und der 21. an der
Nordsee und der westlichen Ostsee.
Nebeltage über größeren Gebieten waren der 8., 9., 15 und 16. an der
ganzen Küste, der 14. und 15. an der ganzen Küste außer der ostdeutschen.
Gewitter kamen (außer Hamburg am 2.) nicht vor.
Wetterlage. Die erste Dekade des Februar zeigte Depressionen im
Norden und Hochdruckgebiete im Südwesten oder Süden des Kontinents; bei
südwestlichen und westlichen Winden blieb die Temperatur daher stets über
dem Mittelwert. Am 12. und 13. lag ein Hochdruckgebiet im Westen, welches
ein Drehen der Winde nach Norden und dadurch Abkühlung hervorrief, so
daß die Temperatur bis 11° unter Null (Königsberg am 13.) sank. Die
folgenden Tage bis zum 21. brachten wieder ähnliche Wetterlagen wie die
erste Dekade und somit neue Erwärmung, die am 21. und 22. durch Vor-
rücken eines Hochdruckgebietes nach dem Norden des Kontinents unter-
brochen wurde. Seit dem 24, stand der Westen des Kontinents unter dem
Einfluß einer vom Ozean stammenden Depression, die bis Schluß des Monats
dauernd den niedrigsten Druck über den britischen Inseln zeigte und der
deutschen Küste mit südlichen Winden wieder milde Witterung brachte.
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