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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Meldau, H.: Zur Theorie der Quadrantalkugeln. 
179 
Bei wachsender Entfernung der Kugeln .von der Rosenmitte nimmt die 
Nadelinduktion rasch .ab. Bei einer Entfernung von 30 cm z. B. wurde mit 
dem Rosensystem III gefunden: 
(a) = — 0.090 (e) = +0.181 
und mit dem Rosensystem II, das.nach seinen Dimensionen und seinem 
magnetischen Moment durchaus den bei Thomsonrosen üblichen Nadelsystemen 
entspricht: ; . 
(a) = — 0.093 (e) = + 0.188. 
Hiernach kann das Ergebnis der Untersuchung folgendermaßen aus- 
gesprochen werden: . 
Das durch Quadrantalkugeln eingeführte negative a ist seinem 
absoluten Betrage nach gleich der Hälfte des eingeführten positiven e 
anzunehmen. Korrektionsglieder wegen der Nadellänge und gegen- 
seitiger Induktion der Kugeln sind zwar theoretisch vorhanden, 
praktisch aber so klein, daß sie nicht ins Gewicht fallen. 
Wenn bei Messung der Kräfte in Kugelentfernungen von 
weniger als 30 cm die Größe (a) von — > (e) verschieden gefunden 
wird, so ist das eine Folge der Nadelinduktion.; Da die von dieser 
eingeführten, oben .mit a; und e; bezeichneten Größen wesens- 
verschieden von a und e sind, so müssen sie außer Spiel bleiben; 
sie werden das auf Grund der Gleichung a=— ze erhaltene Resultat 
je nach ihrem Betrage fälschen. 
Schlußfolgerungen. 
Um das nach Anbringung der Kugelkorrektoren stattfindende A, zu er- 
mitteln, sollen jetzt mit a, e, 2, © die dem Schiff allein, mit a,, e,, 4, ©, die 
den Kugeln allein zukommenden, also etwa vorher am Lande beobachteten 
Werte bezeichnet werden, Ferner seien 2, €, A, % die der vereinigten 
Wirkung von Schiff und Kugeln entsprechenden Größen. Dann ist:!) 
a = a-+a, -(1+a) 
© = 4 arf 7 €) 
1+2 = (1-+3a)-(1 ) 
ie = AI 
oder, unter Zuhilfenahme der bekannten Beziehungen 1+2a=2-(1 + ©) und 
1+e=2- (1 — ©) 
Az (1 + %) — AA (1 +) (1 -+ Di) 
Ar (1 — DD) = 44, (1 — D) (1 — Di) 
Durch Addition bezw. Subtraktion folgt: 
Az = Ady + (1 + DD) 
. A Do = AA, (DD + Di) 
Durch passende Wahl des Kugelabstandes werde © + DD, — 0 gemacht; 
so hat man 
DD = 0; A = 4 1—99 
Nun ist aber, da a; = — ze zu setzen ist 
ie & 
2A = 147 5— = 1 
Sn AL 
DD = 77, 1Te, 
_— 49 ; 
ü= 35 
D 3 
2, = 1+3—5 = 35 
and man erhält als Resultat 
32 
Aa = 35 (1— 92) 
also 
)\ Vgl. Admiralty Manual. Ann. 4
	        
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