178 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1905.
kleinem magnetischen Moment. Wegen der einfacheren und gesicherteren
Berechnung der Korrektionsglieder wurden die folgenden Nadelsysteme jedes
aus yleichlangen Nadeln hergestellt:
Nadel-
system
Der Nadeln | Magn.,
) Te TA Moment
Anzahl | Länge | Abstand EL G.E.
em em
10
I 6
III 6
IV a |
! 067 3,9
1.13 2.4
6 1 085 16
6 | 288 0,5
Als Kugeln wurden zwei Hohlkugeln von 22,2 cm Durchmesser und
1,1 cm Wandstärke benutzt, Der Abstand jeder Kugel von der Rosenmitte
wurde zunächst gleich 28 cm gewählt, entsprechend einer kompensatorischen
Wirkung von etwa 9°,
Es ergaben sich folgende Werte, die als beobachtete mit (a) und (e)
bezeichnet werden sollen:
I. IL HILL IV.
(a) — (0146 —012%6 —0.118 -—0.107
fe) —+0.262 + 0.244 + 0.230 +0.219
Daraus folgen die für die Nadellängen korrigierten Werte:
I. IL 11. IV.
(a) — 0.45 — 0.125 — 0.117 — 0.107
{e) —+ 0,259 + 0.241 —+ 10.228 + 0.217
Aus diesen Werten ist folgendes zu erkennen:
Bei den mit System IV beobachteten Werten tritt die auf der
gegenseitigen Induktion der Kugeln beruhende Erhöhung des e und
Erniedrigung des a hervor. Bei diesem System, dessen magnetisches
Moment nur 0,5 Mill G. E. war, ist die Nadelinduktion als ver-
schwindend anzusehen,
Alle anderen Systeme lassen den Einfluß der Nadelinduktion
in einem gegen — 232 (€) vergrößerten (a) erkennen.
Wegen der Wirkung der Kugeln aufeinander soll das Verhältnis a:e
statt 1:2 den Wert haben
0.108) 0.216) ,
11-7): af "70 = 1:2042
Berücksichtigt man dies, so findet man für die auf erdmagnetischer
Induktion beruhende Wirkung:
1. IL.
a — 0.110 — 0.12
e A 0.224 + 0.228
während auf die Nadelinduktion kommt:
ai — 0.035 — 0.018 — 0.010 — 0.001
ei 40.035 0.013 -L0.010 AL. 0.001
IH. IV.
—0.107 —0.106
0.218 40216
Die gute Übereinstimmung der für a und e erhaltenen Werte bei den
verschiedenen Rosensystemen zeigt, daß die beobachteten Werte in den obigen
Auseinandersetzungen ihre befriedigende Erklärung finden. Zugleich ist
gezeigt, daß bei r = 28 cm Rosensysteme vom Moment 2-—4 Mill. G. E., wie
sie bei Thomsonrosen üblich sind, einer bemerkenswerten Nadelinduktion aus-
gesetzt sind.
“ Vel. S. 177.