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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1905.
die einer Weicheisenkugel und innerhalb 5° , dieselbe, wie die einer gleichen
Kugelaus unendlich stark magnetisierbarem Material, und das Hämmern
einer derartigen Kugel würde keine merkliche Wirkung haben«.
Der Grund dieser auf den ersten Blick überraschenden Tatsache liegt
darin, daß bei größerer Magnetisierbarkeit des Materials die selbstent-
magnetisierende Kraft der Kugel fast in demselben Verhältnisse wächst, so
daß die Wirkung nach außen fast die gleiche bleibt. Was für die Kugel gilt,
gilt auch für jeden anderen Körper, dessen Längsausdehnung nahe gleich der
Querausdehnung ist; und von diesem Gesichtspunkte aus haben alle
Versuche, Körper von starker magnetischer Aufnahmefähigkeit zu
konstruieren, um bei verhältnismäßig geringer Ausdehnung dieser
Körper erhebliche Kompensationswirkungen auszuüben, von vorn-
herein keine Aussicht auf Erfolg.
Anwendung auf die Quadrantalkugeln.
Kehren wir nach dieser Zwischenbemerkung zu unserem eigentlichen
Thema zurück und wenden das für eine Kugel gefundene Resultat auf den
Fall der Quadrantalkugeln an!
Die erdmagnetische Gesamtkraft werde in ihre horizontale und ihre
vertikale Komponente zerlegt. Wir haben es dann zunächst nur mit der
Horizontalkomponente H zu tun.!) Eine in Rosenhöhe seitwärts vom Kompaß
befestigte Kugel wirkt auf O- und W-Kurs aus erster, auf N- und S-Kurs aus
zweiter Hauptlage. Zwei Kugeln, je in gleicher Entfernung rechts und links
vom Rosenmittelpunkte, unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf
die Nadel, so daß die obigen Formeln für R, und R, anwendbar bleiben, sofern
man unter M jetzt das Gesamtmoment beider Kugeln versteht und noch
folgende Voraussetzungen gemacht werden:
1. daß das Rosensystem als eine unendlich kleine Nadel angesehen
werden kann,
2. daß die Induktionswirkung der Kugeln aufeinander verschwindend
gering ist,
3. daß die Nadelinduktion des Rosensystems auf die Kugeln un-
merklich ist.
Die unter der Geltung dieser Voraussetzungen stattfindenden Werte
von a und e sollen im folgenden schlechtweg mit a und e bezeichnet werden.
Es ist dann
2
eH= 1573; acH-
oder wenn man MM == m- H setzt,
1 2m,
© = — 3
A
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und man hat:
3
DD
Es soll nun untersucht werden, inwiefern das Nichtzutreffen einer jeden
der obigen drei Voraussetzungen das Verhältnis a :e beeinflussen würde.
Einfluß der Nadellänge,
Das Magnetsystem sei aus n Nadelpaaren zusammengesetzt, unter einem
Paar je zwei in gleicher Entfernung s von der Mitte angebrachte verstanden.
Der halbe Polabstand der Nadeln sei 1 (s. Fig. 1), das Moment des einzelnen
Nadelpaares m, das Gesamtmoment der Rose M. Dieses Nadelsystem sei der
Wirkung eines im Koordinatenanfang parallel zur X-Achse orientierten
magnetischen Moleküls vom Moment MM ausgesetzt. Benutzen wir die in der
') In einigen Lehrbüchern wird behauptet, die durch kugelförmige Quadrantalkorrektoren
erzielte Kompensation sei nicht unabhängig von der magnetischen Breite »wegen der Verschiebung
der Pole in den Kugeln«. Die einfache Zerlegung der erdmagnetischen Gesamtkraft in ihre horizontalen
und vertikalen Komponenten zeigt das Irrige dieser Behauptung.