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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Meldau, H.: Zur Theorie der‘ Quadrantalkugeln. 
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ihre Entfernung von der Kugel, ein + e, sowie ein — a, letzteres jedoch in 
der Hälfte des Betrages vom ersteren..... In der Praxis stehen a und e 
nicht genau im Verhältnis von 1:2.« Er. gibt dann ‚als Beobachtungs- 
ergebnis für einen Fall, in dem das erzeugte D = 12° war, das Verhältnis 
1:24 an.}) 
Im folgenden sollen die Fragen beantwortet werden: Welche Gründe 
liegen vor für ein Abweichen des bei Quadrantalkugeln »praktisch« beob- 
achteten Wertes a:e von dem »theoretischen« Werte 1:2? 
Ist ein verbesserter Wert dieses Verhältnisses angebbar und welches ist 
gegebenenfalls dieser Wert? 
Magnetisierung einer eisernen- Kugel im homogenen Felde. 
. Das Problem einer eisernen Kugel im homogenen Magnetfelde ist 
exakt lösbar. 
Bezeichnet x die Magnetisierungsfunktion,. d. h. ist in einem langen 
Stabe, der parallel zu den Kraftlinien eines Magnetfeldes von der Intensität © 
gehalten wird, das magnetische Moment der Volumeinheit X=x- O, so ist 
das Potential einer in dasselbe Feld gebrachten Kugel 
4n% 
3 US x x 
4nm Bo Br rt 
wo a den Kugelhalbmesser und r die Entfernung vom Kugelmittelpunkt 
bezeichnen, während die X-Achse parallel den Kraftlinien des Feldes, die Y-Achse 
senkrecht dagegen durch den Mittelpunkt der Kugel gehen, Die von der 
Kugel auf einen Einheitspol ausgeübten Kraftkomponenten sind daher 
aV 1 3x%xA. 33V _ 3xy . 
A E zn 
Für einen Punkt auf der X-Achse (x==r, y==0) ist daher 
a>V 2M aV 
und für einen Punkt auf der Y-Achse (x==0, y=r) 
2V_ 3V _ 
= 7 
Diese Kraftkomponenten geben als Richtkräfte für eine unendlich kleine 
Magnetnadel vom magnetischen Moment M 
in der ersten Hauptlage R, = 200 
in der zweiten Hauptlage Rı = — MM 
Die angeführten Formeln besagen, daß die Kugel nach außen wirkt 
genau wie ein in ihrem Mittelpunkte befindliches magnetisches Molekül vom 
Moment , dessen Achse parallel den Kraftlinien des Feldes liegt. Die in der 
ersten Hauptlage ausgeübte Richtkraft ist genau vom doppelten Betrage der 
in der zweiten Hauptlage ausgeübten, 
Es sei gestattet, an dieser Stelle auf eine schon 1865 von Archibald 
Smith gemachte Bemerkung bezüglich des Wertes von % hinzuweisen. Smith 
sagt:?) »Nach Webers Beobachtungen sind die Werte von x für Stahl und 
weiches Eisen nahezu 5 und 86. Eine Stange oder dünne Platte aus 
weichem Eisen, in der Richtung ihrer Längsachse magnetisiert, würde also 
eine mehr als siebenmal stärkere Wirkung haben, als eine Stange oder Platte 
von Stahl mit denselben Dimensionen; im Falle von Kugeln aber würden 
sich die Wirkungen verhalten wie Sie oder nahe wie 24:25 oder die 
Wirkung der härtesten Stahlkugel würde innerhalb 4°, dieselbe sein, wie 
1) Siehe auch Koldewey, Besprechung von Rottok, Deviationstheorie, »Ann, d. Hydr. etc.« 
1904, S. 131 und Zusatz, 1904, S. 176 
2) Phil. Trans. Roy. Soc. 1865.
	        
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