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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

Schrötter, Fıhr. v.: Der Einfluß der irdischen Strahlenbrechung auf die Navigierung. 171 
Siehe auch ferner: 
‚Pilot Chart of the North Atlantic Ocean«, Washington, April 1896 und März 1900. Rückseite. 
‚Meteorologische Optik«, von J. M. Pernter, Wien und Leipzig. Wilhelm Braumüller, 1902. 
Dies Lehrbuch der meteorologischen Optik berücksichtigt auch die alten, fast vergessenen und 
doch so wichtigen Beobachtungen über Spiegelungen und Hebungen oder Senkungen der 
Kimm, z. B. auch die Beobachtung des berühmten ersten Weltumseglers Cook, der bei der 
Mittagsbeobachtung im südlichen Eismeer eine Eisinsel während einer vorüberziehenden Schnee- 
böe verschwinden, nachher wieder über der Kimm erscheinen sah (Senkung der Kimm). Das 
Buch sei jedem Seemann, der sich über die meteorologische Optik (Flimmern der Steme, 
Wölbung des Himmels etc.) orientieren will, empfohlen, 
»Mitteilungen aus dem Gebiet. des Seewesens«, Pola. 1900, S. 429, »Kimmtiefenbeobachtung«; 
1899; S. 14, »Über Luftspiegelung«, von Karl Koß, k. u, k. Linienschiffs-Lieutenant. Beide 
Abhandlungen sind klar und verständlich von einem Seemann für Seeleute geschrieben und 
wegen ihrer Kürze nicht ermüdend und dabei doch alles Wesentliche enthaltend. Diese beiden 
Aufsätze habe ich ebenfalls erst nach Fertigstellung der vorliegenden Arbeit kennen gelernt. 
»Nächtliche Kimmtiefenbeobachtungen zu Verudella 1902/1903« ; herausgegeben vom Hydrographischen 
Amt der K. K. Kriegsmarine in Pola 1904. 
Zur Theorie der Quadrantalkugeln. 
Von Dr. H. Meldau, Oberlehrer an der Seefahrtschule in Bremen. 
Der Hauptkoeffizient D der viertelkreisigen Ablenkung des Kompasses 
an Bord eines eisernen Schiffes hat bekanntlich fast ausnahmslos einen positiven 
Wert, herrührend von dem. Überwiegen der Wirkung der Querschiffsinduktion 
über die der Längsschiffsinduktion. Zu seiner Kompensation sind verschiedene 
Mittel in Vorschlag gebracht und angewandt worden, nämlich: 
1. weiche Eisenmassen, seitlich vom Kompaß, die vermöge des in ihnen 
durch die erdmagnetische Horizontalkraft induzierten Magnetismus 
wirken (Airy 1839), 
9. in der Querschiffsrichtung liegende Weicheisenkörper, die vermöge 
des in ihnen durch die Kompaßnadeln selbst induzierten Magnetismus 
wirken (z. B. Peichlscher und Florianscher Kompaß), 
3. horizontal frei bewegliche Kompaßnadeln, seitlich vom .Kompaß 
(Smith und Evans 1861). 
Das ideale Kompensationsmittel für D ist das erstgenannte; nur bei 
ihm wird eine für alle magnetischen Breiten gültige Kompensation des 
Quadrantalfehlers erreicht; anderseits wird gleichzeitig ein wichtiger Bestand- 
teil des Krängungsfehlers für alle magnetischen Breiten aufgehoben, ; 
Eine rein oder auch nur vorherrschend auf erdmagnetischer Induktion 
berubende Quadrantalkorrektion setzt eine Kompaßrose. mit schwachem 
Magnetsystem voraus, da sich bei größeren magnetischen Momenten stets 
Nadelinduktion zu der rein auf erdmagnetischer Induktion beruhenden Wirkung 
hinzugesellt. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Rosensysteme, 
wie sie von W. Thomson eingeführt sind, 
Man hat die D-Korrektoren in Gestalt von Zylindern mit horizontal 
querschiffs liegenden Achsen, in Gestalt von Kugeln oder von Kugelzonen 
zur Anwendung gebracht, immer zunächst in der Absicht, durch diese Körper 
die Querschiffsinduktion zu verändern und zwar, sie‘ auf den Wert der Längs- 
schiffsinduktion herabzusetzen. Da die Kompensationskörper aber nicht nur 
eine Ausdehnung in der Querschiffsrichtung, sondern auch in der Längsschiffs- 
richtung haben, so ist klar, daß gleichzeitig auch. die Längsschiffsinduktion 
geändert wird. 
Handelt . es sich nur darum, empirisch mit Hilfe von .Deviations- 
bestimmungen die Kompensationskörper so einzustellen, daß der Koeffizient D 
verschwindet, so ist die Kenntnis der einzelnen durch sie eingeführten schiffs- 
magnetischen Konstanten unnötig, diese Kenntnis wird aber nötig, wenn man
	        
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