170 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1905.
Gelben Meere und in der Chinesischen See; im Mittelländischen, im Schwarzen
und im Roten Meere,
Nachstehend sind schließlich Anweisungen gegeben, wie Beob-
achtungen von Spiegelungen und Refraktionserscheinungen auf See
und an Küsten angestellt und aufgezeichnet werden müssen, wenn
sie als Grundlagen für eine systematische Erforschung dieser
Phänomene dienen sollen.
In das meteorologische Journal oder auf einer Beilage sind einzutragen:
Datum, Uhrzeit und Dauer der Erscheinungen,
Breite, Länge oder Peilung und Abstand von Landmarken zur Orts-
bestimmung; rw. Kurs und Fahrt des Schiffes.
Allgemeine Wetterlage, Bewölkung vor, während und nach der Er-
scheinung, wenn das nicht unmittelbar aus dem meteorologischen Journa}
hervorgeht.
Angabe, ob eine Spiegelung nach oben oder nach unten, und ob eine
Hebung oder eine Senkung der Kimm vorzuliegen schien.
Messung der Temperatur:
1. des Oberflächenwassers,
2. der Luft auf Deck,
3, der Luft dicht über dem Wasser, ohne | im Schatten,
daß das Thermometer naß wird, |
Diese Temperaturmessungen sollten während der Dauer der Erscheinung,
und wenn das Schiff in Fahrt ist, womöglich nachher noch eine Stunde lang,
etwa alle 10 Minuten, fortgesetzt werden,
Angaben von gemessenen Höhen über einer zweifelhaften Kimm zum
Vergleich mit der richtigen Ortsbestimmung sind erwünscht,
Gerade die einfachen Hebungen und Senkungen der Kimm und die
geringen Spiegelungen, die man fast an jedem ruhigen klaren Sommermorgen
beobachten kann, sollten häufiger beobachtet, beschrieben und photographiert
werden.
Photographien wären das wertvollste eingesandte Material.
Die Eintragungen im meteorologischen Journal genügen nicht immer,
oft stimmen nicht einmal die Daten des Schiffsjournals mit den Beilagen und
Zeichnungen überein.
Literatur.
Ann. d, Hydr. etc.«:
Hebung der Kimm und doppelte Spiegelung des Feuers von der Robben-Insel,
Überschätzen des Abstands vom Lande bei dunstiger Luft und starker Strahlenbrechung,
Starke Hebung der Kimm im Spencer Golf; Kapt. G. Reinicke.
Falsches Schätzen des Abstandes an der afrikanischen Westküste,
Falsche Schätzung des Abstandes vom Lande: 5 Sm geschätzt, 20 Sm in Wirklichkeit
entfernt.
Sichtige Luft und Luftspiegelung (Hebung der Kimm).
'iroße Sichtweite des Landes infolge von Strahlenbrechung.
Außergewöhnliche Strahlenbrechung,
Luftspiegelung bei Kap Horn,
Resultate neuer Kimmtiefenbeobachtungen und ihre Verwertung in der
Navigation. Vergleiche auch die in dieser Arbeit angeführten Schriften über die
Kimmtiefe und die Strahlenbrechung in der Atmosphäre. Dr. J. B. Messerschmidt.
{902 5301. . Kimmtiefenbeobachtungen auf See zum Vergleich mit den Werten aus den Tabellen
von Koß & Thun Hohenstein. Dr. J. B. Messerschmidt,
1903 533. Folgerungen aus den Koßschen Kimmtiefenbeobachtungen zu Virudella, Dr. E, Kohl-
schütter.
1903 511. Durch Luftspiegelung veränderte Kimmtiefe. Kapt, G. Reinicke.
1903 5358, Luftspiegelungen zu Neufahrwasser. Diese Zusammenstellung von systematischen Beob-
achtungen außergewöhnlicher Strahlenbrechung ist von einem kundigen Beobachter
angestellt. Meistens sind es einfache Hebungen der Kimm, selten treten wie am
19. Juli 1900 Spiegelungen hinzu. Kapt. G. Reinicke,
1904 84. Kimmprisma. Dr. E. Kohlschütter.
[904 177, Durch Luftspiegelung veränderte Kimmtiefe, Zu dem Artikel in den »Ann. d. Hydr. ete.«
1903, 8. 511, K-Kapt. K. Koß.
[90.4 314. Tie Beobachtung der Kimmtiefe. W. Reuter.
Jahr. Seite.
1858 263.
1589 264,
1890 130.
1593 417.
ISQOB 427