Lütgens, R.: O. Petterssons Untersuchungen über den Einfluß der Fisschmelze etc. 155
Tabelle IL
T® T° TS TS
A + 0.38 + 0.32 —+0.71 +053 B
cm
10
20°
30
40
0
N
80 |
90
WO |
110
120
—0.02
+ 0.48
„7 1,81
5.23 „5.22
5.80 5.82
„81 5.85
„81 5.83
5.81 5.84
5.79 5,85
5.79 5.84
5.77 5,83 .
5.75 5.84
1.23
— 0.67
— 0.74
1.50
+4,86
5.77
5.80
5.81
5.78
5.80
5.80
5.78
5.78
— 0.01
4.0.64
1.30
—A.A4
5.73
5.74
5.74
5.75
5.75
5.76
5.77
5.78
m
10
2)
2)
f:
C,
10)
119
Hieraus folgt zunächst, daß die ganze Wassermasse von der Oberfläche
bis zum Grunde an dem Schmelzvorgang teilnimmt. Es besteht aber ein
großer Unterschied zwischen den Schichten an der Oberfläche bis zu etwa 50 cm
Tiefe, dem unteren Niveau des eingetauchten Eisblockes und den Wasser-
massen von 50 cm Tiefe bis zum Grunde des Gefäßes. Die Regelmäßigkeit,
mit der die Wärme abgegeben ist, und die gleichmäßige Temperatur in den
Schichten unter dem Niveau des Eises ist höchst bemerkenswert, Es scheint,
daß in den oberen Schichten die Wasserzirkulation durch Horizontalströme
erfolgt, während in den mittleren und Bodenschichten vertikale Konvektions-
strömungen durch Sinken der abgekühlten und Steigen der wärmeren Wasser-
teile die Bewegungen verursachen. Da das Gefäß keine durchsichtigen Wände
hatte, konnten die Bewegungen nicht so verfolgt werden, wie bei den anderen
Versuchen. Es stimmte aber auch die Verteilung des Salzgehaltes mit dieser
Annahme der Versetzungen überein.
Es ergeben sich also für Meeresteile mit begrenzter Warmwasser-
zufuhr die drei Sätze: 1. Das Maximum von Salzgehalt und Temperatur, das
in arktischen Meeren, in die ein Warmwasserstrom frei eintritt, in den mittleren
Schichten unter dem kalten Oberflächenwasser gefunden wird, existiert
nicht. 2. Die langsame Temperaturabnahme, die man in den tieferen Teilen
der arktischen Meere vorfindet, existiert gleichfalls nicht. 3, Die‘ ganze
Wassermasse gibt Wärme ab, und zwar die oberen Schichten schneller, die
mittleren und unteren langsamer und gleichmäßiger. Das Eis, das in einer
Schicht von frischem oder brackischem Wasser schwimmt, schmilzt auf Kosten
der Wärme des unteren und salzhaltigeren Wassers, .
Verschiedene Expeditionen haben bei Lotungen in Fjorden diese Sätze
bestätigt gefunden, So fand Akerblom am 13. August 1904 unter 73° 9’ N-Br.
und 27° 15’ W-Lg. im Franz Joseph-Fjord folgende Serie, die Tabelle III
wiedergibt:
Tabelle IH. Tabelle IV.
Franz Joseph-Fjord Üstergren
Tiefe | Temperatur | Salzgehalt
28
60
100
150
300
450
B34.
428° €.
+ 1).45
— 1.37
— 1.50
1.53
— 1.38
1,33
— 0.80
_OD45
15.35 %
31.08
32.52
32,97
33.62
34.02
34.07
34.70
Vy
10—12 m
20—25
50
100
2001080
277300 + 0.55
9 „9
3 | +
— 0.48° €.
— 0.05
— 1.20
— 1.43
1.23
31.12
31.00
33.93
34.52
34. Q8
35.06
35.05
35.05
35.02
)
Kein Grund bei 2000 m.