Die Witterung an der deutschen Küste im Januar 1905,
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
143
Mittl. Wind-
stärke(Beaufort)
Stat.
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Erläuterungen zu den meteorologischen Monatstabellen,
Die Zeitangaben &b V, 2hN und 8h N beziehen sich auf Ortszeit.
Die Monatsmittel der Temperatur werden für September bis April als Mittel aus
1, (Sb V-+2bhN + 8&2N) und 1/, (8PV + Sb N). für die Monate Mai bis August als Mittel aus
V/, (Max. + Min.) und !/, (80V + 82 N) berechnet, wo Sh V, 2bN, 8LPN, Max. und Min, der
Reihe nach das Mittel der Temperatur um Sh V, 2h N, 8h N, bezw. der täglichen Maximum- und
Minimum-Temperatur bedeuten. Die übrigen Mittel sind als arithmetische Mittel aus den je drei
Terminwerten abgeleitet.
Als Eistage und Frosttage werden diejenigen Tage gezählt, an denen die höchste
Temperatur bezw. die niedrigste unter Null blieb, als Sommertage solche, an denen die höchste
Temperatur 25° erreichte oder überstieg.
Die Temperaturänderung von Tag zu Tag bedeutet die ohne Rücksicht auf die Vor-
zeichen der Änderungen für die Beobachtungstermine berechnete mittlere Größe der Anderung der
Temperatur von Tag zu Tag. z
Als Tage mit Niederschlag werden diejenigen gezählt, an denen die Niederschlagshöhe
> 0.2 mm war, ohne Rücksicht auf die Natur der Niederschläge,
a Als Tage mit [Z oder FT werden diejenigen mit Gewitter und bloßem Donner gezählt;
Tage mit Wetterleuchten allein bleiben unberücksichtigt.
. Die vieljährigen Mittel beziehen sich auf den 25jährigen Zeitraum 1876/1900, bis auf
die der Windgeschwindigkeit, die aus allen bis 1891 einschl, vorhandenen Anemometer-Registrierungen
abgeleitet wurden, soweit die Aufstellung der Anemometer keine erhebliche Anderung erfahren hatte.
Infolge der Veränderung der Umgebung der Anemometer und des langjährigen Gebrauchs dieser
Apparate erscheinen die berechneten vieljJährigen Mittel mehrfach zu groß, so daß eine Neuberechnung
demnächst ausgeführt werden wird.
Für Rügenwaldermünde wurden die 15jährigen Mittel 1886/1900 auf 25jährige 1876/1900
mittelst der Stationen Swinemünde und Neufahrwasser reduziert.
Seit dem 1. Januar 1899 werden die registrierten Windgeschwindigkeiten aus den
Umdrehungen des Schalenkreuzes mittels experimentell bestimmter Konstanten berechnet; sie er-
scheinen seitdem wesentlich kleiner als bei der früher benutzten, von Robinson eingeführten An-
nahme, daß der Wind einen dreimal so großen Weg zurücklege als die Mitte der rotierenden
Anemometer-Schalen.
Als Sturmnorm sind untere Grenzwerte für die stündliche Geschwindigkeit bei stürmischen
Winden zu . verstehen, die in Beiheft II des »Monatsberichtes der Deutschen Seewarte, Jahr-
gang 1890« abgeleitet wurden; infolge der veränderten Berechnung der registrierten Geschwindigkeiten
mußten die Sturmnormen entsprechend umgerechnet werden und erscheinen jetzt kleiner als früher.
Die für Keitum, Neufahrwasser und Memel, wo die Anemometer inzwischen eine andere
Aufstellung erhalten haben, angegebenen Sturmnormen sind nicht ganz sicher, dürften aber ihren
wirklichen Werten nahezu entsprechen.
Als Tage mit Sturm wurden diejenigen Tage gezählt, an welchen die mittlere Wind-
geschwindigkeit im Mittel mindestens ’einer Stunde die betreffende Sturmnorm erreichte, .Wo
Störungen im Gange der Anemometer vorkamen, ohne daß die durchschnittliche stündliche Ge-
schwindigkeit für diese Zeit ermittelt werden konnte, sind die Monatsmittel der Windgeschwindigkeiten
kursiv gedruckt; die Daten der Tage mit derartigen Störungen, an denen stürmische Winde beob-
achtet wurden, sind ebenso wie die Tage mit stürmischen Böen, an denen die Sturmnormen nicht
erreicht wurden, in Klammern hinzugefügt; in gleicher Weise bedeuten die in Klammern gestellten
Zahlen für Rügenwaldermünde, das kein Anemometer besitzt, die Daten der Tage, an denen
stürmische Winde beobachtet wurden.
Durch kursive Ziffern sind allgemein alle Werte gekennzeichnet, bei deren Ableitung
Beobachtungen und Registrierungen gefehlt haben oder durch interpolierte und anderweitig ergänzte
Werte ersetzt worden sind.
Im Monat Januar zeigen die Mittelwerte der meteorologischen Elemente
außer Luftdruck und Niederschlag sehr wenig Abweichung von den Normal-
werten. Der Luftdruck war zu hoch (an der Nordseeküste bis 4.6 mm). der