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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 33 (1905)

1392 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1905. 
Datum 
Schiffsort 
Breite I Länge 
Vorher 
gesteuerter 
Kurs 
3 
Koeffizienten 
CC | 
Da 
€ 
Nach dem Blitzschlarze, 
23. Nov. 
24, « 
5, Dez. 
10. « 
31. « 
1905. 1.Jan. 
2, « | 
S, Jan. 
A, «€ 
he 
X. 
Kap Roca SSW 
38° 40 N 9° 19 W SWZW 
7° VS 314° 3W SWZW 
21° 48 40° 18° W SW 
Kap Frio Or X 
19° 388 39° 2U W NO 
15° 308 38° 260 W NzO 
4_ 23,5 
17.0 
2 + 1835 
- 14.0 
‘135 {180 
18.0 
185.0 | 
15 
Nach einer teilweisen Kompensation des Koeffizienten (* 
3° 46 N 28° 58’ W NO „075 
21° 40 N 20° 15 W ic 
249 40V N 18° 26 W Ah 
RIO 28"N 14° 14 W 
>20 N 11° 33 W 
Va SS? VW 
Ushant | 
—+ 0.008 
£ 0.044 
0.127 
+ 0.247 
+ 0.238 
0.132 
0.060 
T 0.071 
0.053 
-- 0.053 
A017 
0.086 
+0.392 
0,286 
T 0.229 
0.358 
0.303 
+ 0.303 
+ 0.127 
L0.187 
(178 
184 
0.1857 
4.239 
Aus dieser Tabelle geht unmittelbar hervor, daß durch den Blitzschlag 
in dem Koeffizienten C, der Querschiffs-Komponente, eine Anderung von mehr 
als 2 Kompaßstrichen stattgefunden hat, während die Längsschiffs-Komponente 
(B) unverändert geblieben ist. Eine solche Wirkung des Blitzschlages gerade 
in der Querschiffs-Komponente ist manchmal beobachtet worden, so werden in 
der neuesten Auflage des »Admiralty Annual for the deviations of the 
Compass«, S. 13, einige Beispiele dieser Art angeführt. Die außergewöhnliche 
Größe der Anderung in dem vorliegenden Falle ist wahrscheinlich der Be- 
schädigung des Blitzableiters und der ungünstigen Aufstellung des Kompasses 
unmittelbar über einem eisernen Deckhause zuzuschreiben. 
Um zu untersuchen, inwieweit die Änderung des magnetischen Zustandes 
des Schiffes als durch den permanenten Magnetismus veranlaßt aufzufassen ist, 
und ob auch die Induktionsfähigkeit des Schiffseisens sich geändert hat, wurden 
die auf den beiden letzten Reisen beobachteten Werte der Deviationskoeffizienten 
nach den bekannten Formeln 
P1 vv 
B = Stang J + a7 zeJ cos £p 
f 1 / . 
€ — tm I+S Hz sec J sin Ep 
bearbeitet. Die Berechnung ergab als wahrscheinlichste Werte für die 
Konstanten die Größen: 
Von der ersten Reise 
= — 0.121 E = -+ 0.306 
= +0.07? Q = — 0.030 
Von der zweiten Reise 
0.128 P = 40.297 
— (1A 
Diese Werte stellen die einzelnen beobachteten Koeffizienten B und C 
mit einem mittleren Fehler von + 1° dar. Die größte Differenz zwischen 
Beobachtung und Rechnung betrug 2!/,°. 
Auf beiden Reisen hat in der Längsschiffs-Komponente sich weder im 
permanenten Magnetismus noch in der Aufnahmefähigkeit von flüchtigem 
Magnetismus etwas geändert, und da auch der Koeffizient der quadrantalen 
Deviation D, so weit aus den wenigen Rundschwoiungen, die vorlagen, zu er- 
kennen war, dieselbe Größe von etwa + 2° behalten hat, so ist man zu der
	        
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