Die Witterung an der deutschen Küste im Dezember 1904,
933
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit!)
Stat.
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Meter pro Sek, | Daten der Tage
Wittel| Adıw. | Sturm- mit Sturm
Bork. | 35| 26| 61/4 1114
Wilh.| 15| 19| 35/— 18/12
Keit. | 38| 22| 59/— 312
Ham.| 13! 26| 38|/— 20111
Kiel | 15| 30| 45— 1610
Wus. | 17| 8 25/— 14| 7
Swin. 14171119252? —16 7
Rüg. | 25| 28/ 53-4 813
Neuf.| 33| 37/ 694 3621
Mem | 54l 52/1086. 5611.
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6. 7. 29. 30.
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
stärke(Beaufort)
Stat.
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14
Der Monat Dezember charakterisierte sich an der deutschen Küste in
seinen meteorologischen Mittelwerten durch ostwärts abnehmenden, im Westen
annähernd normalen, im Osten um etwa 5 mm zu niedrigen Luftdruck, eine
ziemlich gleichmäßig um etwa 21/,° (Memel 11/,°) über dem Mittelwert liegende
Mitteltemperatur, meist etwas zu hohe Bewölkung und, soweit vieljährige
Mittelwerte vorliegen, ostwärts bis Swinemünde überwiegend durch etwas zu
geringe Werte der registrierten Windgeschwindigkeit; ostwärts bis zur Oder
blieben die monatlichen Niederschläge bis auf Borkum um mäßige Beträge
gegen die vieljährigen zurück, während die ostdeutsche Küste erheblich zu
große Niederschlagsmengen, an Überschuß nach Osten hin zunehmend, auf-
zuweisen hatte. . .
Von den zu Zeiten der Terminbeobachtungen notierten Windrichtungen
überwogen an Häufigkeit bedeutend die Winde des Südwestquadranten und
neben diesen stellenweise noch benachbarte Richtungen des Nordwest-
quadranten, während die Winde von NNW bis OSO verhältnismäßig selten
beobachtet worden sind.
Steife und stürmische Winde traten über ausgedehnten Gebieten auf am
5. und 6. ostwärts bis Mecklenburg aus dem SW-Quadranten, meist nur steif,
aus der gleichen Richtung in der folgenden Nacht fast über dem ganzen
Gebiet zum vollen Sturm anwachsend und noch am "7. an der Ostsee im
1) Die registrierten Windgeschwindigkeiten und Sturmnormen erscheinen seit Januar dieses
Jahres infolge anderer Berechnungsweise kleiner als früher (vergl. die Erläuterungen der Januar-
Tabelle, Seite 142). N
2) Der Regenmesser von Swinemünde lag am 31. im Überschwemmungsgebiet, so daß er
nicht zu erreichen war.
3) Der Anemograph von Borkum funktionierte nicht seit 4b N. am 30., da das Schalen-
kreuz vom Sturm heruntergeschleudert worden war; in Keitum fehlten die Registrierungen von
12h mittags am 18. bis 12h mittags am 27.